Fritz-Schumacher-Preis 2019 Impulse für die Stadt der Zukunft

Senat vergibt Fritz-Schumacher-Preis 2019 an den früheren Oberbaudirektor Jörn Walter

Die Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen, Dr. Dorothee Stapelfeldt, hat heute gemeinsam mit Oberbaudirektor Franz-Josef Höing dem Stadtplaner und früherem Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter den Fritz-Schumacher-Preis des Hamburger Senats überreicht. Die Auszeichnung vergibt der Senat der Freien und Hansestadt Hamburg alle drei Jahre an Architekten und Stadtplaner und erinnert an die überragende Bedeutung des ehemaligen Oberbaudirektors Fritz Schumacher (1869-1947) für Hamburgs Baukultur und Stadtentwicklung.

Fritz-Schumacher-Preis-2019-Jörn Walter Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt überreicht den Fritz-Schumacher-Preis an Jörn Walter.

Impulse für die Stadt der Zukunft

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Prof. Jörn Walter hat wie sein berühmter Vorgänger Fritz Schumacher immer wieder das Wesen der Stadt Hamburg und ihre charakteristischen Merkmale in den Vordergrund gestellt, etwa indem er den Hamburgerinnen und Hamburgern viele ihrer Wasserlagen zugänglich gemacht oder sich für den Schutz historischer Backsteinbauten eingesetzt hat. In seinen 18 Jahren als Oberbaudirektor hat Prof. Walter die Stadt maßgeblich geprägt und mitgestaltet und große städtebauliche Projekte wie die HafenCity oder den ‚Sprung über die Elbe‘ mit großer Leidenschaft und einem kraftvollen Gestaltungswillen vorangetrieben.“

Franz-Josef Höing, Oberbaudirektor: „Es freut mich sehr, dass Prof. Jörn Walter den diesjährigen Fritz- Schumacher-Preis erhält. Als Oberbaudirektor hat er das räumliche Passepartout und das architektonische Gesicht Hamburgs überzeugend weiterentwickelt. Die HafenCity etwa, der ‚Sprung über die Elbe‘ oder die Mitte Altona tragen seine Handschrift – sie ist lesbar, verständlich und schön. Prof. Jörn Walter hat sich um den großen und den kleinen Maßstab gleichermaßen gekümmert. Nur so entstehen am Ende überzeugende Beiträge für die Stadt.“
Mit der Auszeichnung wird Prof. Jörn Walter für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Stadtplanung und für seine Impulse für die architektonische Gestaltung Hamburgs gewürdigt. Der gebürtige Bremer (*1957) absolvierte ein Studium der Raumplanung in Dortmund und ein Städtebaureferendariat in Düsseldorf. Anschließend leitete er das Amt für Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Maintal, danach das Stadtplanungsamt der Landeshauptstadt Dresden. Von 1999 bis 2017 war er Oberbaudirektor der Freien und Hansestadt Hamburg. 

Jörn Walter hat städtebauliche Entwicklungen angeregt, die Hamburg weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt gemacht und das Gesicht der Stadt verändert haben. In seinen 18 Jahren als Oberbaudirektor hat er große städtebauliche Projekte wie die HafenCity, den „Sprung über die Elbe“ und die Internationale Bauausstellung/Internationale Gartenschau in Wilhelmsburg angestoßen, planerisch geprägt und weitgehend abgeschlossen. Zudem hat er die Mitte Altona, das Konzept „Stromaufwärts an Elbe und Bille“ für den Hamburger Osten sowie die Fortsetzung des „Sprungs über die Elbe“ konzeptionell und politisch auf dem Weg gebracht. Sein Interesse an den zukunftsweisenden Themen ging stets einher mit seiner Freude am Wirken, aber auch mit Durchsetzungsvermögen und Überzeugungskraft. All dies macht Professor Jörn Walter zu einer Leitfigur der Stadtentwicklung für die Bundesrepublik.
Neben Professor Jörn Walter wurden James Horkulak, ETH Zürich, und Frederik Springer, TU Berlin, mit Nachwuchspreisen ausgezeichnet und erhalten für ihre beispielhaften, fachübergreifenden Leistungen Reisestipendien in Höhe von jeweils 2.500 Euro.

 

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