Filmpreis der Studierenden Discuss Film! Live Europe! – Filmfest Hamburg und Europäische Filmakademie vergeben 4. European University Film Award

Wissenschaftsbehörde fördert Auszeichnung mit 10.000 Euro

Fünf Filme gehen ins Rennen um den European University Film Award (EUFA) 2019: Vom 3. bis 5. Dezember kommt die 25-köpfige Jury – bestehend aus Studierenden der 25 teilnehmenden Hochschulen aus Europa – zur Entscheidungsfindung nach Hamburg. Die Auszeichnung wird zum vierten Mal von der European Film Academy (EFA) und dem Filmfest Hamburg vergeben. Ziel ist es, ein jüngeres Publikum für das europäische Kino zu begeistern und die Auseinandersetzung mit dem Medium Film zu fördern. Darüber hinaus soll der European University Film Award die europäische Vernetzung stärken. Seit 2019 ist der Preis offizielle Kategorie der European Film Awards. Unter den nominierten Filmen ist auch die Hamburger Produktion „Systemsprenger“ von Nora Fingscheidt.

Wissenschaftsbehörde fördert 4. European University Film Award mit 10.000 Euro.

Katharina Fegebank, Senatorin für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung: „Der European University Film Award ist in vielerlei Hinsicht eine Erfolgsgeschichte: Die Auszeichnung prämiert und fördert herausragende Filme aus europäischen Produktionen und stärkt gleichzeitig den kulturellen Austausch – eine zentrale Säule der europäischen Idee. Diese grenzübergreifende Zusammenarbeit ist aktuell wichtiger denn je – gerade auch im Bereich des Films sowie mit Blick auf die internationale Vernetzung an Hochschulen. Den teilnehmenden Studierenden wünsche ich spannende und diskussionsreiche Tage in Hamburg.“

Marion Döring, Geschäftsführerin, European Film Academy: „Es ist uns sehr wichtig, ein jüngeres Publikum nicht nur zu erreichen, sondern auch einzubeziehen, und den europäischen Gedanken weiter zu verbreiten. Im mittlerweile vierten Jahr begrüßen wir gemeinsam mit unseren Partnern vom Filmfest Hamburg den European University Film Award mit seinen inzwischen 25 teilnehmenden Universitäten als offizielle Kategorie der European Film Awards! Wir freuen uns über diese gelungene und zukunftsweisende Kooperation und sind gespannt, welchen Film die Studierenden in diesem Jahr zum Preisträger küren.“

Basierend auf der diesjährigen Spielfilm- und Dokumentarfilmauswahl der EFA für die European Film Awards, hat ein Komitee, bestehend aus dem Produzenten Carlo Cresta-Dina (Italien), EFA-Vorstandsmitglied und Produzentin Joanna Szymaska (Polen) und der Universitätsvertreterin Dagmar Brunow (Linnaeus Universität, Schweden), folgende Nominierungen beschlossen: 

  • Als wir tanzten Regie & Drehbuch: Levin Akin (Produktionsorte Schweden, Georgien, Frankreich)
  • Gott existiert, ihr Name ist Petrunya Regie: Teona Stugar Mitevska, Drehbuch Elma Tataragic & Teona Strugar Mitevska (Nordmazedonien, Belgien, Slowenien, Frankreich, Koratien)
  • Paranza –  Der Clan der Kinder Regie: Claudio Giovannesi, Drehbuch: Roberto Saviano, Claudio Giovannesi & Maurizio Braucci (Italien)
  • Porträt einer jungen Frau in Flammen Drehbuch & Regie: Céline Sciamma (Frankreich)
  • Systemsprenger Drehbuch & Regie: Nora Fingscheidt (Deutschland)

Die ausgewählten Filme wurden während der letzten zwei Monate an 25 europäischen Universitäten gesichtet und in den jeweiligen Filmklassen diskutiert – jetzt schickt jede Universität ihren Favoriten ins Rennen: 25 Studierende der teilnehmenden Universitäten kommen vom 3. bis 5. Dezember nach Hamburg, um über den Gewinnerfilm zu entscheiden, der am 5. Dezember um 19 Uhr im Studio-Kino bekannt gegeben wird. Die Verleihung des Awards findet am 6. Dezember in Berlin statt – am Vorabend der Verleihung der European Film Awards 2019.

Kathrin Kohlstedde, Programmleiterin FILMFEST HAMBURG: „Films for Future könnte auch der Claim für den European University Film Award sein. Mit Filmerfahrung, der Kultivierung einer respektvollen Diskussionskultur und dem Fokussieren auf Film als verbindendes kulturelles Element in einem Europa der Verschiedenheiten möchten wir das gegenseitige Verstehen unter europäischen Student*innen fördern. Der wachsende Erfolg mit mittlerweile 25 teilnehmenden Ländern und Universitäten und die Anerkennung als offizielle Kategorie der European Film Awards bestätigt die Relevanz von Film als Teil einer gemeinsamen europäischen Identität.“

Verkündung des Gewinnerfilms und Screening

Die Verkündung des Gewinnerfilms mit anschließender Vorführung findet am 5. Dezember 2019 um 19 Uhr in Kooperation mit dem Creative Europe Desk Hamburg und dem Freundeskreis Filmfest Hamburg e. V. im Studio Kino, Bernstorffstraße 93-95, statt.

Teilnehmende Universitäten:

Universität Antwerpen, Belgien; Universität Aarhus, Dänemark; Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf, Deutschland; Universität Turku, Finnland; Université Sorbonne Nouvelle – Paris 3, Frankreich; Universität der Ägäis, Griechenland; Universität College Cork, Irland; Universität Udine, Italien; Universität Island, Island; Steve Tisch School of Cinema and Television Studies, Israel; Lettische Kulturakademie, Lettland; Vilnius Universität, Litauen; Universität Utrecht, Niederlande; Universität Wien, Österreich; Universität Lodz, Polen; Universität Beira Interior, Portugal; Sapientia Hungarian University of Transylvania, Rumänien; Linnaeus Universität, Schweden; Universität Lausanne, Schweiz; Universität der Künste Belgrad, Serbien; Universität Baskenland, Spanien; Karls-Universität Prag, Tschechien; Kadir Has Universität, Türkei; Liverpool John Moores Universität, U.K.; Katholische Péter-Pazmany-Universität, Ungarn

Der European University Film Award ging 2018 an Happy Lazzaro, Regie: Alice Rohrwacher, 2017 an Heartstone, Regie: Guðmundur Arnar Guðmundsson und 2016 an I, Daniel Blake, Regie: Ken Loach.

Der European University Film Award 2019 findet in Kooperation mit dem NECS – European Network for Cinema and Media Studies statt und wird unterstützt von der Joachim Herz Stiftung, Creative Europe Desk Hamburg und erstmals auch von der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung der Freien und Hansestadt Hamburg, die die Auszeichnung einmalig mit 10.000 Euro fördert.

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Pressestelle der Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung