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25 Jahre Zeuginnen- und Zeugenbetreuung Festveranstaltung im Hanseatischen Oberlandesgericht

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Seit 25 Jahren gibt es in den Hamburger Gerichten eine Anlaufstelle für Menschen, die als Zeuginnen und Zeugen in Strafverfahren aussagen sollen. Geschulte Beraterinnen und Berater stehen ihnen bei Fragen, Nöten und Ängsten zur Seite. Für besonders schutzbedürftige Opfer von Straftaten wird seit Januar 2017 zudem auch eine Psychosoziale Prozessbegleitung angeboten.

Ein Mann mit Halbglatze und Brille im Anzug steht hinter einem Redepult und spricht.

25 Jahre Zeuginnen- und Zeugenbetreuung

Das Landgericht Hamburg hat zum 25-jährigen Bestehen heute zur Festveranstaltung "25 Jahre Zeuginnen- und Zeugenbetreuung - Ein Aspekt professioneller Opferhilfe" in den Plenarsaal des Hanseatischen Oberlandesgerichts eingeladen.

Nach einer Begrüßung durch die Präsidentin des Oberlandesgerichts Erika Andreß und den Landgerichtspräsidenten Dr. Marc Tully sprach Justizsenator Dr. Till Steffen ein Grußwort: "Aus dem einstigen Zeuginnenschutzzimmer ist die Zeuginnen- und Zeugenbetreuung geworden, eine stolze Einrichtung, die aus der Hamburger Justiz nicht mehr wegzudenken ist. Und in all dieser Zeit haben Sie dafür gesorgt, dass unzählige Menschen die Unterstützung bekommen haben, die sie benötigten. Mit Ihrer Arbeit haben Sie einen überragenden Beitrag für den Opferschutz und zugleich für die Funktionsfähigkeit der Justiz in unserer Hansestadt geleistet. Dafür möchte mich bei Ihnen ganz ausdrücklich bedanken!"

Seit 2017 wird auch eine Psychosoziale Prozessbegleitung für besonders schutzbedürftige Opfer schwerer Gewalttaten angeboten. Dabei handelt es sich um eine qualifizierte Betreuung und Beratung, die während des gesamten Ermittlungs- und Strafverfahrens angeboten wird, mit dem Ziel, Belastungen und erneute Angst- und Ohnmachtsgefühle zu reduzieren.

Im Jahr 2018 hatte die Betreuungsstelle Kontakt mit 1400 Zeuginnen und Zeugen. 320 davon wurden dabei in die Gerichtsverhandlung begleitet. Dazu kommen seit 2017 bereits 44 der besonders intensiven psychosozialen Prozessbegleitungen. Deswegen freute sich Steffen darüber, dass die Hamburgische Bürgerschaft im Oktober einstimmig den Antrag der Regierungsfraktionen angenommen hat, mit dem die Zeugenbetreuung um zwei Stellen verstärkt werden soll. So werde sichergestellt, dass "die Einrichtung ihre so wichtige Arbeit nicht nur fortsetzen, sondern darüber hinaus sogar ausbauen und intensivieren kann". Zugleich mache die Maßnahme deutlich, dass den Hamburgerinnen und Hamburgern der Opferschutz besonders am Herzen liege.

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