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Der Glitsch des Nordens Watt ist der „Boden des Jahres 2020“

Ausstellung ab Donnerstag im Zoologischen Museum

Die Kommission für Bodenschutz beim Umweltbundesamt in Berlin hat heute den Wattboden zum „Boden des Jahres 2020“ gewählt. Umweltsenator Jens Kerstan ist Schirmherr für den diesjährigen „Boden des Jahres“.

Flusswatt an der Elbe

Watt ist der „Boden des Jahres 2020“

Umweltsenator Jens Kerstan: „Viele Wattböden befinden sich mitten in unserer Stadt und tauchen bei Niedrigwasser in der Elbe und in den Hafenbecken auf. Bei Spaziergängen, beispielsweise in der Speicherstadt, sind sie gut sichtbar. Der Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer in der Nordsee ist UNESCO-Weltnaturerbe. Die Auszeichnung des Watts als Bodens des Jahres macht auf seine besondere ökologische Bedeutung aufmerksam.“

Aus diesem Grund werden das Centrum für Naturkunde (CENAK) und die Umweltbehörde am Mittwoch, dem 11. Dezember 2019, im Zoologischen Museum die Ausstellung „Watt erleben – Wattboden verstehen“ eröffnen, in der es anschaulich und ausführlich über Wattböden geht, die wahre Schätze der Natur sind und seltenen Arten einzigartige Lebensräume bieten. Wattböden sind junge Böden, die eine enorme ökologische Bedeutung haben.

Durch den Einfluss der Gezeiten wird der Wattboden geformt. Überflutung und Trockenfallen des Bodens geschieht mehrmals täglich. Pflanzen und Bodenorganismen sind im Watt dem ständigen Wechsel von Erosion und Sedimentablagerung, den Schwankungen von Wasser- und Bodentemperaturen sowie Strömung und Wellen ausgeliefert. Unter diesen extremen Bedingungen erscheint der Wattboden lebensfeindlich. Tatsächlich ist es jedoch so, dass die Natur im Watt sehr arten- und formenreich ist.

Viele seltene und häufig stark spezialisierte Pflanzen und Tiere haben im Watt ihre ökologische Nische gefunden und brauchen den ständigen Wechsel. Der Schierlings-Wasserfenchel ist so eine Art. Diese Pflanze kommt nur noch im Süßwasserwatt der Elbe vor. Viele Wattböden liegen in Naturschutzgebieten.

Die Ausstellung „Watt erleben – Wattboden verstehen“ öffnet für Besucherinnen und Besucher am Donnerstag, den 12.12.19 im Zoologischen Musem der Universität Hamburg in der Bundesstraße 52.

P.S.: Der Boden des Jahres 2019 war der Kippenboden, den es in unserer Stadt so gut wie gar nicht gibt. Kippenboden entsteht durch das Einarbeiten von Ernterückständen, Zersetzung und Humifizierung. Es ist ein sehr nährstoffreicher Ackerboden….

Weitere Informationen unter www.hamburg.de/boden-des-jahres 

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