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Digitalisierung schont Ressourcen und Umwelt Drohnen suchen giftiges Jakobskreuzkraut

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Es gibt für die in der Hamburger Agrarwirtschaft vorherrschenden Bereiche Gartenbau und Grünlandbewirtschaftung noch wenige digitale Anwendungen. Das Forschungsprojekt „UAV (= Unmanned aerial vehicles)-basiertes Grünlandmonitoring auf Bestands- und Einzelpflanzenebene“ setzt genau hier an. Es wurden in Zusammenarbeit mit der Universität Rostock Anwendungsmöglichkeiten von Drohnen in der Hamburger Grünlandbewirtschaftung erforscht. Bedeutend hierfür sind die Auswertung von Luftbildern und die Nutzung öffentlich zugänglicher Geodaten aus dem Transparenzportal. Zum einen wurde im Projekt ein Monitoringsystem für Grünlandflächen entwickelt, das die Landwirte in die Lage versetzt, notwendige Pflege- oder Düngemaßnahmen zu planen und durchzuführen oder den optimalen Erntezeitpunkt zu ermitteln. Zum anderen wurde ein Verfahren entwickelt und erprobt, mit dem eine automatisierte Einzelpflanzenbestimmung am Beispiel des für Nutztiere giftigen und vielfach auch tödlichen Jakobskreuzkrautes ermöglicht wird. Dabei wurden auch Methoden der Künstlichen Intelligenz wie automatische Bilderkennung oder deep learning angewendet. Durch die genaue Erfassung können gezielt die Beikräuter bekämpft werden, die den landwirtschaftlichen Ertrag schmälern oder für Mensch und Tier gefährlich sind. Das hat zahlreiche ökologische und ökonomische Vorteile gegenüber einer großflächigen Bekämpfung.

Dr. Sevecke und Mitglieder des Projektes

Drohnen suchen giftiges Jakobskreuzkraut

Staatsrat Dr. Torsten Sevecke zeigte sich begeistert von diesem durch die Behörde geförderten Modellprojekt, das gemeinsam durchgeführt wurde von der Universität  Rostock, der Landwirtschaftskammer Hamburg und der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation:

„Digitalisierung ist für eine wachsende Stadt wie Hamburg ein wichtiges Instrument, um drängende Zukunftsfragen in vielen Themenfeldern angehen zu können und auch wettbewerbs- und handlungsfähig zu bleiben. Dies gilt ebenso für die Landwirtschaft und den Gartenbau. Aus diesem Grund ist die Förderung der Digitalisierung in der Agrarwirtschaft ein Schwerpunkt des neuen Agrarpolitischen Konzeptes 2025, das im Oktober vom Senat beschlossen wurde.“

Es gibt bereits vermehrt Anwendungen wie  automatische Fütterungssysteme in der Tierhaltung, Reinigungsroboter zum automatisierten Entmisten der Laufgänge oder den Einsatz von Precision Farming im Ackerbau, das heißt zielgerichtete und ortsdifferenzierte Bewirtschaftung landwirtschaftlicher Flächen. Es werden zum Beispiel auch Rehkitze durch Drohnen aufgespürt, bevor Grünland oder Getreide gemäht werden.

Die Digitalisierung in der Hamburger Agrarwirtschaft ist eine der zentralen agrarpolitischen Herausforderungen für die kommenden Jahre. Grundsätzlich bietet die Digitalisierung von Gartenbau und Landwirtschaft enormes ökonomisches Potential durch ressourcenschonendes Wirtschaften, insbesondere hinsichtlich des Einsatzes von Dünger und Pflanzenschutzmitteln. Außerdem bietet sie durch die Automatisierung von Arbeitsprozessen eine Entlastung von körperlich anstrengenden Tätigkeiten sowie eine erhöhte Transparenz entlang der Wertschöpfungsketten und eine verbesserte Vermarktung.

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Kontakt

Susanne Meinecke

Pressesprecherin

Pressestelle der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
Alter Steinweg 4
20459 Hamburg
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Presseservice