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Allgemeiner Vollzugsdienst Trotz Corona: Bewerberlage bleibt hoch

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Der Hamburger Justizvollzugsdienst lebt von ihnen: Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Allgemeinen Vollzugsdienstes (AVD). 25 neue Auszubildende starten heute ihren Lehrgang. 23 Absolventinnen und Absolventen werden von Justizsenatorin Anna Gallina verabschiedet und beginnen ihren Dienst in den Hamburger Justizvollzugsanstalten.

Trotz Corona: Bewerberlage bleibt hoch

Die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz bildet auch in schweren Zeiten weiter aus. Heute begrüßt die Justizvollzugsschule elf Frauen und 14 Männer im dritten von insgesamt vier Lehrgängen dieses Jahres (Lehrgang 3/20). Die 25 neuen Auszubildenden erhalten Coronabedingt mit viel Abstand ihre Ernennungsurkunden.

Die Corona-Pandemie hat auch in der AVD-Ausbildung und -Rekrutierung einiges verändert. So mussten unter anderem Messen abgesagt oder Auswahlgespräche erstmals per Videotelefonie geführt werden. Trotz der Corona bedingten Anpassungen und Umstellungen blieb eines gleich: die ungebrochen hohe Nachfrage, als Vollzugsbeamtin bzw. Vollzugsbeamter arbeiten zu wollen. Es starten genauso viele Auszubildende in den diesjährigen Lehrgang 3/20 wie in den Vorjahreslehrgang 3/19.

Gleichzeitig werden 23 Absolventinnen und Absolventen ihre Ausbildung beenden und ihren Dienst in den Hamburger Anstalten beginnen – Kurzarbeit gibt es auch in Zeiten einer Pandemie im Justizvollzug nicht. Mit diesem Jahrgang haben bereits fast so viele Absolventinnen und Absolventen die Ausbildung erfolgreich abgeschlossen wie im gesamten vergangenen Jahr (2019: 64 Absolventinnen und Absolventen, 2020 bisher: 62 Absolventinnen und Absolventen).

Auch bei diesem Jahrgang zeigt sich wieder, wie vielseitig die Themen des Lehrgangs zum einen und wie unterschiedlich die Herkunftsberufe der Nachwuchskräfte zum anderen sind: Vertreten sind dieses Mal unter anderem Wirtschaft/Handel, Handwerk/Technik, Zeitsoldaten, Pflege und Gesundheit.

Justizsenatorin Anna Gallina sagt dazu: "Beim Allgemeinen Vollzugsdienst haben wir die Trendwende erreicht. Mittlerweile stellen wir mehr ausgebildete Bedienstete neu ein als wir Kolleginnen und Kollegen verlieren, die in den Ruhestand gehen. Von diesen Anstrengungen profitiert nicht nur der Vollzug selbst, sondern am Ende die ganze Stadtgesellschaft. Die Vollzugsbeamtinnen und Vollzugsbeamten versorgen rund um die Uhr die Gefangenen, sie sorgen für Sicherheit und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Resozialisierung. Ganz besonders freut mich, dass wir trotz Corona so viele neue Kräfte zur Ausbildung einstellen konnten, obwohl Ausbildungsmessen abgesagt wurden und große Unsicherheit herrschte. Wir lassen nicht locker, neues Personal für den Vollzug zu gewinnen, denn auch die große Hamburger Justizfamilie braucht Fachkräftenachwuchs."

Für Thomas Burmeister, Ausbildungsleiter Justizvollzugsdienst, ist das Berufsfeld ein spannendes, abwechslungsreiches und weittragendes: "Die Beamtinnen und Beamten des Allgemeinen Vollzugsdienstes sind die Berufsgruppe, die tagtäglich die meiste Zeit mit den Gefangenen verbringt, sie versorgt, betreut, mit ihnen redet und durch ihr Verhalten auf sie wirkt. Dabei haben sich die Absolventinnen und Absolventen intensiv mit rechtskundlichen und sozialwissenschaftlichen, mit berufskundlichen Inhalten, aber auch mit Eigensicherungs- und Transporttechniken befasst."

Hintergrund

Bewerbungen für den Allgemeinen Vollzugsdienst werden das ganze Jahr über entgegen genommen. Die Ausbildung gliedert sich in einen zehnmonatigen Theorieteil in der Justizvollzugsschule und einen 14-monatigen Praxisteil in den Anstalten. Während der Ausbildung sind die Anwärterinnen und Anwärter Beamte auf Widerruf und erhalten eine Vergütung von rund 1.870 Euro brutto. Nach erfolgreichem Abschluss der Ausbildung werden sie in der Regel übernommen und erhalten Bezüge von rund 2.690 Euro brutto für Ledige ohne Kinder (Stand Januar 2020).

Die Einstellungskriterien und Bewerbungsunterlagen finden Bewerberinnen und Bewerber unter: www.hamburg.de/ausbildung-justizvollzug.

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