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Digitalisierung Hamburg erhält Bundesförderung für „Modellprojekte Smart Cities“

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„Digitale Zwillinge“: rund 32 Millionen Euro für Kooperationsprojekt mit München und Leipzig

Die Städte Hamburg, die Stadt Leipzig sowie die Landeshauptstadt München sollen auf ihren Antrag „Connected Urban Twins – Urbane Datenplattformen und Digitale Zwillinge für integrierte Stadtentwicklung“ (CUT) im Rahmen des Förderaufrufs zu Smart-City-Modellprojekten des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat (BMI) eine Förderung in Höhe von rund 32 Mio. Euro für fünf Jahre (2021-2025) erhalten. Die Federführung für das Gesamtvorhaben liegt bei der Stadt Hamburg.

Hamburg erhält Bundesförderung für „Modellprojekte Smart Cities“

Im Zentrum des städteübergreifenden Projekts steht die Entwicklung miteinander verbundener urbaner Zwillinge, sogenannter Digital Twins, deren Grundlage städtische Datenplattformen bilden. Digitale Zwillinge sind – vereinfacht gesagt – digitale Abbilder materieller Objekte wie Gebäude, Straßen und Gewässer oder immaterieller Prozessketten wie Verwaltungsabläufe, Bürgerbeteiligungen oder die Verkehrssteuerung. Sie sind aus Daten und Algorithmen aufgebaut und können über Sensoren mit der realen Welt verbunden sein.

Dr. Peter Tschentscher, Erster Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg: „Die Digitalisierung ist ein zentrales Thema der Zukunftsstadt Hamburg. Sie schafft faszinierende neue Perspektiven und Anwendungen, die das Leben einfacher, die Wirtschaft innovativer und die Teilhabe der Menschen besser machen können. Das Fundament einer digitalen Stadt sind informative Daten, die für die Entwicklung und den Einsatz neuer digitaler Verfahren genutzt werden können. Ein digitales Abbild Hamburgs, das in einem gemeinsamen Projekt mit Leipzig und München geschaffen werden soll, bietet Politik, Verwaltung, Unternehmen und Entwicklern dafür eine hervorragende Grundlage.“

Potenzial bietet der Einsatz von digitalen Zwillingen in vielen Bereichen der Verwaltungsarbeit, z. B. mit Blick auf Verkehr und Logistik. Im Fokus des Kooperationsprojekts stehen bewusst innovative Anwendungsfälle der Stadtentwicklung und von Beteiligungsformaten, um die in den Stadtentwicklungsplänen formulierten integrativen Ansprüche zu vertiefen und zu verbessern. 

Christian Pfromm, Chief Digital Officer (CDO) der Freien und Hansestadt Hamburg: „Hamburg hat den digitalen Zwilling bereits als Schwerpunktthema in die Digitalstrategie aufgenommen. Damit wollen wir die Möglichkeiten dieser Technologie erproben und in die Verwaltungspraxis einbringen. Innerhalb unserer Kooperation mit Leipzig und München werden wir Ergebnisse frühzeitig teilen, Lösungen flexibel und städteübergreifend sowie nutzerorientiert entwickeln. Dabei ist es uns aber genauso wichtig, dass die Erfahrungen später auch in den Metropolregionen sowie anderen Städten genutzt und als Open Source zur Verfügung gestellt werden können.“
Hintergrund
Aus der Idee eines „Digital Twins“, wie er bereits in der Industrie existiert, wird ein digitaler urbaner Zwilling, wenn diese Idee und ihre Potenziale auf städtische und gesellschaftliche Bedürfnisse zugeschnitten werden: Der urbane Zwilling ist dann ein dynamisches, virtuelles, interaktives 3D-Stadtmodell und eine kollaborative Stadtdatenplattform, die von Expertinnen und Experten sowie Bürgerinnen und Bürgern gleichermaßen genutzt werden können und öffentliche Akteure in die Lage versetzen, im Informationszeitalter des 21. Jahrhunderts schnellere, bessere und vor allem neu durchdachte Entscheidungen zu treffen.

Ausgehend von den umfassenden Infrastrukturen und Erfahrungen der drei Städte werden im Kooperationsprojekt die jeweiligen urbanen Datenplattformen und digitalen Zwillinge als technologische Herzstücke weiterentwickelt. „Connected“ – also verbindbar und in geeigneten Fällen auch tatsächlich verbunden – werden die digitalen Zwillinge, indem von Anfang an bei der Entwicklung die Modularität und Interoperabilität der Technologie innerhalb einer Stadt und auch städteübergreifend mitgedacht wird.

Mit den Modellprojekten Smart Cities unterstützt die Bundesregierung Kommunen dabei, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten nachhaltigen Stadtentwicklung zu gestalten. Ziel des Förderprogrammes ist es, sektorenübergreifende digitale Strategien für das Stadtleben der Zukunft zu entwickeln und zu erproben.

 

Rückfragen der Medien:

Senatskanzlei, Amt für IT und Digitalisierung

Jörg Schmoll, Digitalstrategie und Kommunikation

Telefon: +49 40 42823 2776

E-Mail: joerg.schmoll@sk.hamburg.de

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