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Workshop Erste Ideen zum „Denkmal für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“

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Behörde für Kultur und Medien erarbeitet mit Vertreterinnen und Vertretern der LSBTIQ*-Community erste Konzeptideen zur Realisierung 


Erste Ideen zum „Denkmal für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“

Die Behörde für Kultur und Medien und die Initiative „Denk-mal sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“ haben mit 70 Vertreterinnen und Vertretern aus insgesamt 40 unterschiedlichen Organisationen der Hamburger LSBTIQ*-Community erste Ideen zu möglichen Standorten, Zielen und Wirkung des geplanten Denkmals für die LSBTIQ*-Menschen erarbeitet. Die Stadt hatte beschlossen, im engen Austausch mit der Community einen Ort zu schaffen, der im öffentlichen Stadtbild für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt steht und an alle Menschen erinnert, die aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität verfolgt und gesellschaftlich stigmatisiert, abgelehnt und ausgegrenzt wurden.

Hamburg gehört zu den Städten Deutschlands, in denen es seit Jahren eine starke und vielfältige LSBTIQ*-Bewegung gibt. Ihre Geschichte ist in den letzten 25 Jahren gut dokumentiert und aufgearbeitet worden. Der Hamburger CSD gehört in seiner Vielfalt zu den größten Veranstaltungen dieser Art in Europa. Und Hamburg ist seit dem 28. Juli 2016 Rainbow-City.

Die Stadt hatte beschlossen, die Ideen für ein Denkmal sexuelle Vielfalt in einem breit angelegten Beteiligungsprozess zu entwickeln, an dem die maßgeblichen Initiativen und Personen der Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Trans*Menschen sowie Intergeschlechtlichen Menschen mitwirken. Die ersten Konzeptideen sehen vor, dass ein offener Ort entstehen soll, der gleichermaßen für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt steht. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Workshops haben außerdem Kriterien entwickelt, die der zukünftige Standort erfüllen muss, zum Beispiel sollte er zentral in der Innenstadt liegen und eine hohe Präsenz im Stadtbild entwickeln. Im Gespräch sind unter anderem St. Georg, die HafenCity und der Jungfernstieg. Diese Optionen werden nun auch im Gespräch mit den Bezirken geprüft. Als nächstes wird die Behörde für Kultur und Medien nun im Austausch mit der Community die bisherigen Konzeptideen als Grundlage für die Auslobung des künstlerischen Wettbewerbs und zur Einwerbung finanzieller Mittel konkretisieren. Dies soll noch in diesem Jahr geschehen, um möglichst im kommenden Jahr den Wettbewerb zu starten.

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit dem Denk-Ort für sexuelle und geschlechtliche Vielfalt soll ein Ort entstehen, der den Fokus auf Diversität, Offenheit und Akzeptanz setzt und diese in die Mitte der Stadt und damit der Gesellschaft holt. Zentral gelegen, soll er ein Ort der Begegnung sein. Mit dem Denk-Ort wollen wir auch die Opfer von Diskriminierung und Verfolgung würdigen und an ihr Leid erinnern. Dass der Entstehungsprozess für das Denkmal auf breiter Beteiligung basiert, ist Voraussetzung für das Sichtbarmachen von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt in unserer Gesellschaft. Hamburg ist stolz darauf, eine weltoffene und tolerante Stadt zu sein, und das wollen wir mit dem Denk-Ort für alle und zu jeder Zeit sichtbar machen.“

Dr. Gottfried Lorenz, Initiative „Denk-mal sexuelle und geschlechtliche Vielfalt“: „Es soll ein Denkmal werden, das an die jahrhundertelange gesellschaftliche Ächtung und strafrechtliche Verfolgung von Menschen aufgrund ihrer sexuellen und geschlechtlichen Identität erinnert, das Streben nach Gleichberechtigung, Toleranz und Akzeptanz in Vergangenheit und Gegenwart würdigt und sexuelle und geschlechtliche Vielfalt auch für die Zukunft anmahnt.“

 

Kontakt

Enno Isermann

Pressesprecher

Behörde für Kultur und Medien
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
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