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Unterschätzer Schadstoff Messung von Radon-Belastung in Innenräumen bleibt wichtig

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Radon ist ein radioaktives Edelgas im Erdreich. Es ist geruch-, geschmack- und farblos und entsteht durch den radioaktiven Zerfall von Uran, das in jedem Boden und Gestein vorkommt. Zum 4. Europäischen Radontag am 7. November 2020 informiert die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz über Radon und die Wichtigkeit von Messungen.

Radioaktivität beim Bauen Abstraktbild

Unterschätzer Schadstoff: Messung von Radon-Belastung in Innenräumen bleibt wichtig

Unbemerkt kann Radon über undichte Stellen in Gebäude gelangen und sich in der Raumluft ansammeln. Werden das Edelgas und seine radioaktiven Folgeprodukte über einen längeren Zeitraum in erhöhter Konzentration eingeatmet, steigt das Risiko, an Lungenkrebs zu erkranken. Radon ist laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) nach dem Rauchen weltweit die zweithäufigste Ursache für Lungenkrebs.

Wieviel Radon im Boden und in Innenräumen vorkommt, ist in Deutschland regional unterschiedlich. In der norddeutschen Tiefebene sind die Konzentrationen meist niedrig. Dennoch können auch in Hamburg, wie Einzelmessungen zeigen, vor allem in erdberührenden Räumen gesundheitlich bedenkliche Radon-Konzentrationen erreicht werden.

Da Radon mit menschlichen Sinnen nicht wahrnehmbar ist, können nur Messungen Klarheit schaffen. Sie sind vor allem in Aufenthaltsräumen wichtig, insbesondere in Räumen mit Erdberührung wie Keller und Souterrain. Daher empfiehlt die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz aus Sicht des vorsorgenden Gesundheitsschutzes Radon-Messungen. Sie verleiht kostenlos Radon-Kurzzeit-Messgeräte. Interessierte Bürgerinnen und Bürger wenden sich bitte per E-Mail an radon@justiz.hamburg.de.

Radon-Eintrittspfade in Gebäude sind beispielsweise direkte Durchbrüche im Fußboden zum Erdreich, wie sie als Abläufe in Waschkellern und dergleichen vorkommen können. Hier sollte unbedingt die Radon-Konzentration in Aufenthaltsräumen im Keller oder Souterrain gemessen werden. Zudem sollten solche Löcher verschlossen werden.

Der europäische Radonverband (ERA) hat den 7. November – den Geburtstag der zweifachen Nobelpreisträgerin Marie Curie – zum Europäischen Radontag ernannt. Ziel ist es, mehr Bewusstsein dafür zu schaffen, dass Radon ein Gesundheitsrisiko birgt. Die Gesundheitsgefahr durch Radon wird laut einer Umfrage des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) unterschätzt.

Weitere Informationen zu Radon gibt es hier.

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