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Obdachlosigkeit Tagesaufenthaltsstätte Markthalle geht an den Start – Essensversorgung für obdachlose Menschen verbessert

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Die Möglichkeiten zum Tagesaufenthalt wurden durch einen weiteren Standort in der Markthalle Hamburg erweitert, der mittlerweile seinen Betrieb aufgenommen hat und für bis zu 200 Personen geöffnet ist. Dort gibt es neben Aufenthaltsmöglichkeiten und Beratungsangeboten eine warme Mittagsmahlzeit. 

Tagesaufenthaltsstätte Markthalle geht an den Start – Essensversorgung für obdachlose Menschen verbessert

Außerdem finanziert die Stadt an weiteren Standorten zusätzliche Angebote zur Essensversorgung obdachloser Menschen. Um Menschen in Notlagen zu helfen, war bereits zum 1. November das jährliche Winternotprogramm (WNP) gestartet.

Die Konzertlocation „Markthalle“ am Klosterwall 11 wurde von der Stadt angemietet und öffnet ihre Türen den Winter über für bis zu 200 obdachlose Menschen, die sich dort tagsüber aufhalten können. 

Die neue Tagesaufenthaltsstätte steht von 9.30 Uhr bis 16.30 Uhr zur Verfügung und bietet eine weitere Alternative zu den bisher schon bestehenden Möglichkeiten des Tagesaufenthalts. 

Nach kurzen Umbauten liegen nun alle benötigten Genehmigungen vor.

Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Der neue Standort in der Markthalle ist zu Zeiten der Corona-Pandemie eine wichtige Ergänzung, weil er viel Platz bietet und zentral gelegen ist. So können wir tagsüber noch mehr obdachlose Menschen vor der kalten Straße schützen. Wichtig ist uns auch, dass es hier eine Gelegenheit zum Gespräch gibt: Wer sich aufwärmt, kann sich auch beraten lassen – damit es eine Perspektive jenseits der Straße gibt, mit unserem Hilfesystem.“

Zu Beginn der Corona-Pandemie konnten Leistungen wie die Essensversorgung für Obdachlose durch einige Träger nicht mehr aufrechterhalten werden, was unter anderem zur Schließung von Essensausgabestellen führte. 

Die Sozialbehörde hat jetzt einen Vertrag über das Catering mit der Passage gGmbH geschlossen, die wöchentlich bis zu 4.160 Portionen Essen ausliefert. Insgesamt stehen zukünftig fast 1.500 warme Mahlzeiten und über 500 Lunchpakete sowie 900 Frühstücksportionen pro Tag zur Verfügung. 

Weitere bereits bestehende Catering-Maßnahmen werden finanziell von der Sozialbehörde übernommen. Die Stadt gibt für diese Hilfe für in Not geratene Menschen wöchentlich fast 70.000 Euro aus. „Wir stellen mit diesem Zusatzangebot sicher, dass obdachlose Menschen, die unser Hilfesystem in Anspruch nehmen, eine frisch zubereitete Mahlzeit erhalten. Gerade in diesem Winter ist das von großer Bedeutung“, so Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard.

Komplementär zu den Übernachtungsstandorten ist mit den Tagesaufenthaltsstätten rund um die Uhr für obdachlose Menschen gesorgt. Die Nutzung ist kostenlos und auf Wunsch anonym.

Um das Winternotprogramm in Anspruch zu nehmen, müssen sich Hilfesuchende nur zu einem der Standorte begeben. Sowohl für die Aufenthalte tagsüber als auch nachts gibt es umfassende Hygienekonzepte und Infektionsschutzmaßnahmen. Durch die regelmäßige Präsenz von medizinisch geschultem Fachpersonal können nötige Hilfebedarfe erkannt und eingeleitet werden. 

Verdachtsfälle auf eine Corona-Infektion werden bis zur Abklärung des Verdachts unverzüglich vor Ort isoliert untergebracht, und gegebenenfalls in separate Quarantäne-Standorte verlegt, in denen bestätigte Infektionsfälle für die Dauer der Erkrankung verbleiben. So soll vermieden werden, dass etwaige Infektionen sich ausbreiten.

Weitere Informationen sind unter www.hamburg.de/obdachlosigkeit abrufbar.

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