Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Immobilien Planungssicherheit für Gruner + Jahr-Gelände – Vereinbarung der Stadt mit Tishman Speyer regelt künftige Nutzung und Bebauung am Baumwall

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:


Planungssicherheit für Gruner + Jahr-Gelände – Vereinbarung der Stadt mit Tishman Speyer regelt künftige Nutzung und Bebauung am Baumwall

Nachdem im Sommer dieses Jahres der Kaufvertrag zwischen der Stadt und Gruner + Jahr (G+J) aus dem Jahr 2016 über die Immobilie des Verlags am Baumwall einvernehmlich aufgehoben worden war, hat G+J das Objekt am Baumwall plangemäß an den international renommierten Immobilienentwickler Tishman Speyer veräußert. Um auf die künftige Nutzung und Bebauung des Areals am Baumwall maßgeblichen städtischen Einfluss zu nehmen, hat die Stadt mit Tishman Speyer eine umfassende Vereinbarung getroffen, mit der Tishman Speyer umfangreiche Verpflichtungen im Hinblick auf die künftige Nutzung und Bebauung der Grundstücke am Baumwall übernommen hat. Die von Tishman Speyer eingegangenen Bindungen, die deutlich über bestehende gesetzliche Verpflichtungen hinausgehen, beinhalten unter anderem die Verpflichtung, auf dem Areal am Baumwall in erheblichem Umfang Wohnraum – davon zu einem großen Teil öffentlich gefördert – und Kindertagesstätten zu schaffen. Außerdem sollen öffentlichkeitswirksame Nutzungen der Erdgeschosszonen maßgeblich zur Belebung des Quartiers beitragen. Die Vereinbarung sieht weiter vor, dass die Belange des Denkmalschutzes bei allen Um- und Neubauten vollumfänglich berücksichtigt sowie Nachhaltigkeit und Klimaschutz hohe Priorität eingeräumt wird. Mit der jetzt erzielten Verständigung konnte die Ausübung eines der Stadt hinsichtlich der G+J-Immobilie zustehenden Vorkaufsrechts abgewendet werden.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Gruner + Jahr ist für den Wirtschafts- und Medienstandort Hamburg von erheblicher Bedeutung – das Verlagshaus gehört zu Hamburg, und das soll auch an einem neuen Standort so bleiben. Mit der nun fortgeschriebenen, für alle Seiten guten Lösung sorgen wir für langfristige Standort- und Planungssicherheit. Mit dem Umzug und Neubau von G+J wird ein wesentlicher Eckpfeiler des neuen HafenCity-Quartiers Lohsepark Realität. Ganz im Sinne unserer stadtentwicklungspolitischen Ziele haben wir nun auch die weitere Entwicklung des Areals am Baumwall umfassend gesichert. Denkmalschutz, Nachhaltigkeit, Wohnungsbau – diese Ziele konnten mit der von unserem Landesbetrieb LIG heute geschlossenen Abwendungsvereinbarung sehr gut im Sinne der Stadt berücksichtigt werden. Die weiteren Planungsverfahren werden im Bezirk geführt und ebenfalls dafür sorgen, dass die städtischen Interessen angemessen berücksichtigt werden.“

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Die heute geschlossene Vereinbarung bedeutet eine gute Lösung für die Immobilie, das Grundstück und den ganzen Stadtteil. Das unter Denkmalschutz stehende Verlagshaus und auch das Baudenkmal Stubbenhuk 10 werden unter Beachtung der Vorgaben des Denkmalschutzes modernisiert. Gleichzeitig entsteht hier in attraktiver Innenstadtlage nahe der Elbe bezahlbarer Wohnraum: 60 Prozent der in neuen Gebäuden möglichen Geschossflächen sind dem Wohnen vorbehalten, und 30 Prozent der dort entstehenden Wohnungen werden im öffentlich geförderten Wohnungsbau errichtet. Mindestens die Hälfte der zu den öffentlichen Räumen gelegenen Erdgeschossflächen ist zudem für öffentlichkeitswirksame Nutzungen vorgesehen, die Menschen anziehen. So öffnet sich das heutige Gruner+Jahr-Areal und gibt belebende Impulse für die Innenstadt. Die Aufenthaltsqualität vor Ort wird, ebenso wie das Klima, vom zugesicherten Mobilitätskonzept profitieren, das den Kraftfahrzeugverkehr minimieren und die Pkw-Stellplätze auf die heute vorhandene Anzahl beschränken soll. Ein weiterer Gewinn in ökologischer Hinsicht ist die Verpflichtung der Bauherren, mindestens die Kriterien des Umweltzeichens Gold der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen einzuhalten.“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit der jetzt geschlossenen Vereinbarung hat die Stadt wichtige Leitplanken für die Entwicklung der denkmalgeschützten Immobilie am Baumwall eingezogen. Damit kann dieser architektonisch herausragende Ort in bester Lage nun denkmalgerecht umgenutzt werden. Die Vereinbarung gibt zudem Gruner + Jahr die Sicherheit, sich am neuen Ort in der HafenCity zu entwickeln und ist damit auch ein wichtiger Erfolg für den Medienstandort Hamburg.“

Julia Jäkel, CEO Gruner + Jahr: „Gruner + Jahr gehört zu Hamburg und fühlt sich hier wohl. Wir freuen uns heute deshalb gleich zweifach: als ein wichtiger Arbeitgeber in dieser Stadt auf unser wunderbares neues Verlagsgebäude in der HafenCity, und als Bürgerinnen und Bürger auf die langfristige attraktive und lebendige Perspektive, die nun für das Quartier am Baumwall beschlossen wurde.“

Florian Reiff, Geschäftsführer Tishman Speyer Deutschland: „Der Erwerb dieser herausragenden und stadtbildprägenden Liegenschaft mitten in der Innenstadt von Hamburg ist ein Zeichen unseres Bekenntnisses zum Standort Hamburg und unserer Überzeugung in die hohe Zukunftsfähigkeit der Stadt. Gemeinsam mit unseren Investitionspartnern, dem Pensionsvermögen des E.ON Konzerns und dem Konzern Versicherungskammer, begrüßen wir die mit der FHH gemeinsam entwickelte Vereinbarung, die einen sicheren Rahmen für die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit und damit die erfolgreiche Immobilienentwicklung im besten Interesse aller Betroffenen schafft.  Wir freuen uns darauf, in den kommenden Jahren eng mit der Stadt zusammenzuarbeiten, um das Quartier am Baumwall zu einem erfolgreichen und positiven Beitrag für die Stadtentwicklung und die gesamte Hamburger Stadtgemeinschaft zu machen."

Rückfragen der Medien

Pressestelle der Finanzbehörde
Claas Ricker
Pressesprecher
Telefon: +49 40 42823 1662
E-Mail: claas.ricker@fb.hamburg.de
Folgen Sie uns auf Twitter: @FHH_FB

Behörde für Kultur und Medien
Enno Isermann
Pressesprecher
Telefon: 040 42824 207
E-Mail: enno.isermann@bkm.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bkm
Twitter: @hh_bkm

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Susanne Enz
Pressesprecherin
Telefon: +49 40 42840-2051
E-Mail : susanne.enz@bsw.hamburg.de
www.hamburg.de/bsw

 

Themenübersicht auf hamburg.de

Presseservice

Anzeige
Branchenbuch