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Entwicklung des Stadtraumes Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt: Mönckebergstraße temporär busfrei – Steinstraße umgestaltet

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Im Zuge der Baumaßnahmen an der U3 werden ab dem 1. März die Busverkehre aus einem Teilbereich der Mönckebergstraße für sechs Monate in die Steinstraße verlagert. Die dafür notwendigen Baumaßnahmen auf der Steinstraße beginnen am 22. Januar. In der anstehenden Projektphase sollen die Mönckebergstraße ohne Busverkehr erlebbar gemacht werden, die Steinstraße an Attraktivität gewinnen und die städtebaulichen Verknüpfungsmöglichkeiten zum Kontorhausviertel gezeigt werden. Die Erfahrungen der Hamburgerinnen und Hamburger mit diesen zunächst temporären Veränderungen werden gesammelt und evaluiert. Die Entwicklung dieses Stadtraumes ist eines von drei Leitprojekten im Koalitionsvertrag zum Thema Innenstadt. Die beiden weiteren Leitprojekte betreffen die Entwicklung des öffentlichen Raums im Kontorhausviertel und die Gestaltung des Hopfenmarkts einschließlich eines archäologischen Fensters.

Mönckebergstraße

Weiterentwicklung der Hamburger Innenstadt: Mönckebergstraße temporär busfrei – Steinstraße umgestaltet

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Wir wollen in der anstehenden Projektphase die Mönckebergstraße ohne Busverkehr erlebbar machen. Die Steinstraße soll an Attraktivität gewinnen und wir wollen die Verknüpfungsmöglichkeiten zum Kontorhausviertel aufzeigen. Dafür verlagern wir den Busverkehr temporär vollständig aus der Mönckebergstraße in die Steinstraße. Dies kombinieren wir mit den ohnehin notwendigen Baumaßnahmen zur Instandsetzung und Barrierefreiheit der U3. So können wir ideal in einem befristeten Zeitfenster die Rückmeldungen von Anliegern sowie den Nutzerinnen und Nutzern des ÖPNV einsammeln. Zeitgleich schaffen wir erstmals eine sichere und durchgehende Fahrradinfrastruktur auf der Steinstraße. Ziel ist es, einen Eindruck von verkehrlichen und stadträumlichen Möglichkeiten zu erhalten, um diese Räume dauerhaft für Hamburg weiterentwickeln zu können.“ 

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Die Verkehrsreduzierungen am Jungfernstieg und jetzt an der Mönckebergstraße verbessern die Aufenthaltsqualität an zentralen Orten des Hamburger Stadtlebens. Doch dabei soll es nicht bleiben. Die Innenstadt auch zukünftig zu einem Anziehungspunkt für alle zu machen, erfordert einen längeren Atem. Die aktuellen Maßnahmen sind deshalb Teil umfassenderer Überlegungen. Mit den konkreten Planungen zur Aufwertung des öffentlichen Raums im Kontorhausviertel und der Umgestaltung des Hopfenmarkts starten in den kommenden Monaten auch die beiden weiteren städtebaulichen Innenstadt-Leitprojekte des Senats. Zudem gilt: Eine bewohnte Innenstadt ist eine belebte Innenstadt. Deshalb fordern wir bei allen Bauprojekten auch Wohnanteile ein. Im Ergebnis sind derzeit rund 700 Wohneinheiten in der Alt- und Neustadt in Bau oder in Planung. Im Zusammenspiel all dieser Maßnahmen entwickeln wir die Innenstadt gemeinsam für die Zukunft.“ 

Falko Droßmann, Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte: „Mit dem sechsmonatigen „Live-Test“ startet ein wegweisender Abschnitt des Projektes. Ich bin gespannt, wie die Hamburgerinnen und Hamburger das Projekt in der Versuchsphase bewerten werden. Zudem sollten wir diese Prozesse unbedingt fortsetzen und auch die Verkehrsentwicklung in den dezentraleren Stadtteilen, wie zum Beispiel Wilhelmsburg und Billstedt, weiter in den Fokus nehmen.“ 

Dietmar Hamm, Geschäftsführer KONTORHAUSVERWALTUNG BACH GMBH: „Um Hamburgs Innenstadt zukunftsfähig zu gestalten, braucht es Innovation und Mut. Mutig ist die temporäre Verlagerung des Busverkehres in die Steinstraße allemal. Eine busfreie Mönckebergstraße lässt den Stadtraum neu erfahren und bietet die Chance, attraktive Zukunftskonzepte zu erarbeiten. Die Mönckebergstraße, mit ihren historischen Kontorhäusern, hat die Substanz eines wunderbaren Boulevards für Hamburg. Das BID hat für die Mönckebergstraße, durch die hohen Investitionen der Grundeigentümer, bereits ein neues Lichtkonzept mit einer poetischen Winterbeleuchtung umgesetzt. Ein sinnvolles und innovatives Mobilitätskonzept wird die städtebauliche Qualität des Quartiers Mönckebergstraße nachhaltig unterstützen“.

Brigitte Engler, Geschäftsführerin City Management Hamburg: „Die Ansprüche der Menschen an das städtebauliche Umfeld sind in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Wir sehen eine große Notwendigkeit, die Mönckebergstraße attraktiver zu gestalten und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Deshalb begrüßen wir sehr, dass die Busse in einem Pilotprojekt aus der Mönckebergstraße herausgenommen werden. Zudem erhoffen wir uns durch die Verlegung der Busse eine zeitliche Verkürzung der Baumaßnahme. Das City Management fordert eine innovative Mobilitätsplanung, die sowohl die Erreichbarkeit der City mit dem Auto sicherstellt als auch mit dem ÖPNV, die Mobilität innerhalb der Quartiere sichert als auch die Attraktivität für die Fußgänger erhöht. Die jetzt vor uns liegende Maßnahme ist ein guter Schritt.“ 

Um die Erreichbarkeit der Mönckebergstraße mit öffentlichen Verkehrsmitteln sicherzustellen, werden zusätzliche Haltestellen am Speersort sowie im Bereich Jacobikirchhof / Mohlenhofstraße eingerichtet. Die Lage der Haltestellen ist so gewählt, dass möglichst kurze, barrierefrei nutzbare, sichere und erkennbare Fußwegebeziehungen zur Mönckebergstraße bestehen - die fußläufige Entfernung zur Mönckebergstraße beträgt jeweils rund 100 Meter. 

Die Steinstraße wird durch die Umleitung der Busse auf gesonderten Busspuren sowie dem Ausbau der Fahrradinfrastruktur zukünftig nur noch in Richtung Hauptbahnhof durch den motorisierten Individualverkehr (MIV) nutzbar sein. In Gegenrichtung empfiehlt sich die Route über die Willy-Brandt-Straße. Für die Abwicklung des MIV in Richtung Westen werden umfangreiche Anpassungen an den Knoten Wallring/Steinstraße sowie am Deichtorplatz durchgeführt. 

Die geschätzten Kosten des Gesamtprojekts, das vom Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer (LSBG) umgesetzt wird, betragen drei Millionen Euro. 

Bildnachweis der beigefügten Fotos: „Quelle HHA; Kartenmaterial: Google Maps“

Rückfragen der Medien 

Behörde für Verkehr und Mobilitätswende
Pressestelle
Dennis Heinert
Telefon: 040 42841 3211
E-Mail: pressestelle@bvm.hamburg.de 

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Susanne Enz | Pressesprecherin
Telefon: 040 42840 - 2051
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bsw
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