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Hamburg eröffnet Pop-Up-Bikelane in der HafenCity Bis zu 3,70 Meter breiter Radstreifen Am Sandtorkai

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Brooktorkai bietet Radfahrenden mehr Sicherheit und Komfort

Bis zu 3,70 Meter breit und insgesamt 1,85 Kilometer lang – Hamburgs dritte Pop-Up-Bikelane wurde heute für den Radverkehr freigegeben. Ab sofort können Radfahrerinnen und Radfahrer zwischen Sandtorkai und Brooktorkai auf einem eigenen Fahrstreifen mit einer Breite von 2,80 bis 3,70 Metern komfortabel unterwegs sein. Die neue Pop-Up-Bikelane in der HafenCity erhöht an einer schon heute vom Radverkehr stark frequentierten Stelle die Sicherheit für Radfahrende, an der es bis dato auf der Nordseite gar kein Angebot für den Radverkehr gab. Zudem verbessert sie die wichtige Verbindungsachse zwischen der Innenstadt sowie Altona und dem Hamburger Südosten. Sie ist nach den bereits eröffneten Radstreifen Am Schlump und an der Max-Brauer-Allee die dritte Pop-Up-Bikelane der Stadt und wird zunächst für ein Jahr als zeitlich begrenzter Verkehrsversuch eingerichtet sowie hinsichtlich der Auswirkungen auf Rad- und Kfz-Verkehr evaluiert.

Bis zu 3,70 Meter breiter Radstreifen Am Sandtorkai

Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Schon jetzt sind am Knotenpunkt zwischen Sandtorkai, Brooktorkai, bei St. Annen und Osakaallee täglich rund 3.000 Radfahrende unterwegs. Das entspricht einem Anteil am Verkehrsaufkommen von über einem Drittel – und das auf einer bis heute auf der Nordseite nicht vorhandenen Radverkehrsinfrastruktur an einem der schönsten Orte der Stadt. Durch die neue Pop-Up-Bikelane erhöhen wir zu vergleichsweise geringen Kosten nicht nur die Sicherheit und den Komfort für Radfahrende maßgeblich, sondern schaffen auch eine gute Verbindung zwischen Innenstadt, HafenCity und Hamburger Südosten – für Pendler, Fahrradlieferdienste, Ausflügler und Alltagsradler gleichermaßen. Diese wird in diesem Jahr durch die Baumaßnahmen Alexandrastieg in Richtung Rothenburgsort/Bergedorf und durch den Bau der Fahrradstraße Veddel noch stärker mit dem Radwegenetz verzahnt. Mehr Radverkehr bedeutet für die Menschen vor Ort auch weniger Lärm und bessere Luft. Insofern zahlt die neue Pop-Up-Bikelane auf die Mobilitätswende, den Umweltverbund und eine verbesserte Lebensqualität ein.“

Kirsten Pfaue, Koordinatorin für die Mobilitätswende: „Der nördliche Abschnitt der Hafen City vor der Kulisse der historischen Speicherstadt ist einer der schönsten Orte Hamburgs. Viele Radfahrerinnen und Radfahrer sind schon jetzt zwischen Niederbaumbrücke und Oberbaumbrücke täglich unterwegs – obwohl die Radverkehrsinfrastruktur bislang nur unzureichend vorhanden war. Mit der neuen Pop-Up-Bikelane ändert sich das. Sie bietet ausreichend Platz, um sich sicher und bequem zwischen Innenstadt, HafenCity und Hamburgs Osten zu bewegen und schafft zugleich den Anschluss ans Radwegenetz Richtung Hamburger Westen. Mit dem neuen Radfahrstreifen verbessern wir nicht nur die Situation für Radfahrende entscheidend, wir trennen auch den Rad- und Fußverkehr zwischen Baumwall und Mahatma-Gandhi-Brücke voneinander und schaffen so mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer an einer Stelle, die auch von Fußgängern und Fußgängerinnen stark genutzt wird, um Elbphilharmonie und Dalmannkai zu erreichen.“

Bis dato war die Radverkehrsführung Am Sandtorkai (Südseite) zwischen der Wilhelminenbrücke und dem Kehrwiedersteg unterbrochen. Der Radverkehr kam vom Baumwall auf einem Radfahrstreifen an, der dann hinter der Wilhelminenbrücke ausgelaufen ist. Erst ab Kehrwiedersteg gab es wieder einen Radweg, der genutzt werden konnte. Die Radfahrenden sollten in diesem Bereich im Mischverkehr auf der Fahrbahn fahren, nutzten aber nicht selten auch den Gehweg, was zu Konflikten mit Fußgängern führte. Mit der neuen Planung wird diese Lücke in der Radverkehrsführung geschlossen. Der Radweg wird auf einer Busspur mit Freigabe für den Radverkehr eindeutig fortgesetzt, was zu einer Trennung und Entzerrung von Fußgänger- und Radfahrerströmen auf der Achse Baumwall – Elbphilharmonie führt.

Die Pop-Up-Bikelane Am Sandtorkai ist die dritte ihrer Art in Hamburg. Sie wird zunächst als Verkehrsversuch mit einer Dauer von einem Jahr errichtet. Eine parallel laufende Evaluation soll Aufschluss über die Auswirkungen auf das Radverkehrs- und Kfz-Aufkommen sowie etwaige Rückstauungen geben. Mit der Pop-Up-Bikelane werden insgesamt 1,85 laufende Kilometer Radstreifen erstellt. Die Baukosten belaufen sich auf insgesamt rund 182.000 Euro.

In Fahrtrichtung Niederbaumbrücke wird eine Pop-Up-Bikelane in Form eines Radfahrstreifens in Gelbmarkierung auf dem äußeren (rechten) Fahrstreifen durchgängig aufgebracht. Im Bereich des Kopfsteinpflasters vor der Niederbaumbrücke werden zur Trennung des Rad- und Kfz-Verkehrs Markierungsnägel verlegt. Die Pop-Up-Bikelane weist dabei Breiten zwischen 2,80 und 3,73 Metern auf. Im Knotenpunkt Brooktorkai/Shanghaiallee wird eine der beiden Linksabbiegespuren in die Shanghaiallee dem Radverkehr zugeteilt.

In Fahrtrichtung Oberbaumbrücke wird eine ca. 3,30 Meter breite, 250 Meter lange Busspur u.a. für den autonom fahrenden Kleinbus HEAT mit einer Freigabe für den Radverkehr umgesetzt. Der Radverkehr kann über die bestehende Aufleitung auf den Bestandsradweg in der Nebenfläche wechseln oder aber im Mischverkehr auf der Straße weiterfahren.

Eine Verkehrszählung am Kontenpunkt Am Sandtorkai/Brooktorkai/Bei St. Annen/Osakaallee im vergangenen August hat rund 3000 RadfahrerInnen und demgegenüber rund 10.000 motorisierte Fahrzeuge ergeben. Dies entspricht einem Radverkehrsanteil am Gesamtverkehr von rund 33 Prozent zu besagtem Zeitpunkt.

Parkplätze und Ladezonen werden durch die Pop-Up-Bikelane nicht verändert, auch wird es zu keinen Veränderungen bezüglich der Haltestellen des HVV sowie der Stadtrundfahrten kommen.

Die erste Pop-Up-Bikelane wurde im September Beim Schlump errichtet, die zweite im November an der Max-Brauer-Allee in Altona. Der Rot-Grüne Senat hatte sich schon in seinem Koalitionsvertrag ausdrücklich für die Errichtung der temporären Radverkehrswege in der Stadt ausgesprochen. Diese können vergleichsweise mit geringem Zeit- und Kostenaufwand entlang wichtiger Straßen mit mehr Platz und Sicherheit für den Radverkehr, eingerichtet werden.

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