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"Ich sorge vor!" Broschüren informieren über rechtliche Vorsorge für schwierige Zeiten

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Eine Krankheit oder ein Unfall können dazu führen, dass die Betroffenen zeitweise oder dauerhaft ihre Angelegenheiten nicht mehr eigenständig regeln können. In diesen Fällen braucht es eine Person, die als rechtliche Vertretung tätig wird. Mit einer Vorsorgevollmacht bestimmt man diese Vertretung selbst. Was zu beachten ist, darüber informiert die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz in drei Broschüren.

Titelblatt der Broschüre "ich sorge vor!"

Broschüren informieren über rechtliche Vorsorge für schwierige Zeiten

Justiz- und Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina sagt dazu: "Vorsorge ist keine Frage des Alters. Es ist beispielsweise ein Irrglaube, dass die Ehepartnerin oder der Ehepartner, erwachsene Kinder oder Eltern automatisch alle wichtigen Entscheidungen im Ernstfall treffen dürfen. Deshalb ist es wichtig rechtzeitig vorzusorgen und eine Person des Vertrauens zu bevollmächtigen oder Verfügungen zu treffen, damit die eigenen Wünsche berücksichtigt werden. Nur so kann ich selbst entscheiden, wer für mich rechtlich wirksame Entscheidungen trifft. Deshalb geben wir in drei neu aufgelegten Broschüren allen Hamburgerinnen und Hamburgern praktische Tipps und Beispiele für Vorsorgevollmachten, Patienten- und Betreuungsverfügungen an die Hand."

Eine rechtliche Vertreterin beziehungsweise ein rechtlicher Vertreter kann für den erkrankten Menschen Entscheidungen in vielen Lebensbereichen treffen, falls das nötig werden sollte. Das betrifft zum Beispiel medizinische Maßnahmen, Vermögens- und Behördenangelegenheiten oder die Entscheidung über den Aufenthaltsort. Auch schwierige Entscheidungen über freiheitsentziehende Maßnahmen aufgrund einer Erkrankung können dazu zählen. Wer gegebenenfalls als rechtliche Vertretung tätig werden soll, bestimmt am besten jeder Mensch vorsorglich durch eine Bevollmächtigung selbst.

In der Vorsorgevollmacht werden die Bereiche genannt, in denen eine Vertretung erfolgen soll. Außerdem wird die Feststellung getroffen, wer als rechtliche Vertreterin beziehungsweise rechtlicher Vertreter fungieren soll. Wer die Vertretung dann wahrnimmt, übernimmt damit eine hohe Verantwortung. Deshalb sollte man sich vor der Erstellung, aber auch vor der Übernahme einer Vorsorgevollmacht damit beschäftigen, was eine solche Vollmacht bedeutet, in welchen Fällen sie hilft und in welcher Form sie zu erstellen ist. In Hamburg stehen für die Unterstützung in diesen Fragen die Beratungsstelle für rechtliche Betreuung und Vorsorgevollmacht, die Betreuungsvereine und die Notare zur Verfügung.

Liegt im Fall der Einschränkung der eigenständigen Entscheidungsfähigkeit keine Vollmacht vor, kann das Amtsgericht eine rechtliche Betreuung einrichten, wenn die rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sind. In diesem Fall übernimmt die vom Gericht bestellte Betreuungsperson die rechtliche Vertretung.

Zu den Themen Vorsorgevollmacht und Rechtliche Betreuung stellt die Behörde für Justiz und Verbraucherschutz die Broschüren "Ich sorge vor!", "Ratgeber für Bevollmächtigte" und den "Wegweiser Betreuungsrecht" mit wichtigen Hinweisen und Adressen zur Verfügung. Erhältlich sind sie beim Publikationsservice der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz per Mail an publikationen@justiz.hamburg.de, per Telefon 040 42843-3095 oder zum Download, aber auch in vielen Einrichtungen der Stadt.

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