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RISE Schnelsens Zentren werden zu einem neuen Fördergebiet

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2020 höchste Investitionen im Rahmenprogramm Integrierte Stadtentwicklung

Für die Zentren Frohmestraße und Burgwedel in Schnelsen hat der Senat gestern ein neues Fördergebiet im Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) beschlossen. Nachdem im vergangenen Jahr 2020 62,3 Millionen Euro öffentlicher Gelder in die 28 RISE-Quartiere geflossen sind, profitiert somit nun ein weiteres Gebiet im Hamburger Norden von der gezielten Mittelbündelung für mehr Lebensqualität. Die Frohmestraße soll wieder eine attraktive Geschäftsmeile werden, der Roman-Zeller-Platz in Burgwedel seiner Rolle als Quartiersmittelpunkt besser gerecht werden.

Fördergebietskarte RISE-Schnelsen (Ausschnitt) Fördergebietskarte RISE-Schnelsen (Ausschnitt)

Schnelsens Zentren werden zu einem neuen Fördergebiet

2020 flossen 33 Millionen Euro an RISE-Mitteln in die Fördergebiete, kombiniert mit 27,2 Millionen Euro Landesmitteln aus anderen Behörden, aus den Bezirken und aus öffentlichen Unternehmen wie der SAGA und dem IFB-Modernisierungsprogramm. Hinzu kamen zwei Millionen Euro aus EU- und Bundesmitteln. Darüber hinaus löste RISE private Investitionen in Höhe von rund 6,3 Millionen Euro zur Finanzierung konkreter RISE-Projekte aus.

Um in Schnelsen die Frohmestraße und den Roman-Zeller-Platz zu attraktiven und identitätsstiftenden Standorten für Wohnen, Arbeiten, Wirtschaft und Kultur zu entwickeln, sollen diese im Programm Lebendige Zentren gefördert werden. Dafür stehen nun zunächst Kosten in Höhe von rund 1,8 Millionen Euro fest, von denen rund 1,5 Millionen Euro aus RISE-Mitteln finanziert werden. Neben RISE steuern auch das Bezirksamt Eimsbüttel und der Europäische Sozialfonds (ESF) Mittel hinzu. Abgedeckt sind dadurch die Beauftragung eines Gebietsentwicklers und erster umsetzungsreifer Projekte. Dies ist aber nur der Auftakt: Die Kosten für die Gebietsentwicklung werden erst mit den Planungen einzelner Projekte Jahr für Jahr konkretisiert. Weitere Projekte werden mit der Erstellung des Integrierten Entwicklungskonzepts abgestimmt und bis 2028 durchgeführt.

Die zentralen Geschäftsbereiche Schnelsens sollen in den kommenden Jahren an Attraktivität gewinnen. Die Frohmestraße als traditionelle Einkaufslage und „Herz von Schnelsen“ soll aufgewertet werden und sich zu einem lebendigen Ortszentrum mit vielfältigen Angeboten entwickeln. Neben der Neugestaltung des Straßenraums soll die gezielte Beratung der lokalen Gewerbetreibende diesen Prozess unterstützen. Dafür kommt zum Beispiel ein ökonomisches Quartiersmanagement zum Einsatz, das die Wirtschaft vor Ort betreut, und Qualifizierungsmaßnahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF). In Burgwedel soll der Roman-Zeller-Platz als Quartiersmittelpunkt mit Aufenthaltsqualität gestärkt und für die Nahversorgung attraktiver werden.

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Mit dem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung lenken wir Investitionen in Quartiere, um die Lebensqualität vor Ort zu verbessern. Wir bündeln Gelder aus verschiedenen Töpfen ganz gezielt, um vor Ort so viel wie möglich zu bewegen. Im vergangenen Jahr haben wir auf diese Weise die Entwicklung in den RISE-Fördergebieten mit mehr als 62 Millionen Euro unterstützt. Auch in Schnelsen wollen wir in den kommenden Jahren vielfältig investieren, um rund um die Frohmestraße und den Roman-Zeller-Platz lebendige Zentren zu gestalten. Dazu werten wir die öffentlichen Räume im Herzen der Gebiete städtebaulich auf und unterstützen die lokalen Gewerbetreibenden mit individueller Beratung. Für alle Bewohnerinnen und Bewohner Schnelsens sollen die Zentren gute Orte zum Leben, Einkaufen und Arbeiten sein. Daran wollen wir Hand in Hand mit den lokalen Gewerbetreibenden und mit allen engagierten Bewohnerinnen und Bewohnern arbeiten.“

Rolf Schuster, Dezernent Wirtschaft, Bauen und Umwelt, Bezirksamt Eimsbüttel: „Mit dem RISE-Programm wird es gelingen, die beiden Zentren im wachsenden Stadtteil Schnelsen nachhaltig attraktiver und lebendiger zu machen. Wichtige Meilensteine dazu sind die Unterstützung der lokalen Wirtschaft, die Attraktivierung des öffentlichen Raumes und eine sichere, barrierefreie Nahmobilität für die Menschen vor Ort. Dazu sollen insbesondere die Neugestaltung der Frohmestraße sowie die städtebauliche Qualifizierung des Roman-Zeller-Platzes beitragen. Neben einem Gebietsentwickler werden auch ein ökonomisches Quartiersmanagement sowie Qualifizierungsmaßnahmen für lokale Gewerbetreibende eingesetzt.“

Das neue Fördergebiet umfasst den Geschäftsbereich der Frohmestraße mit den beidseits anschließenden Wohnquartieren sowie das Wohnquartier Burgwedel um den Roman-Zeller-Platz (vgl. Karte, s. u.).

  • Die Frohmestraße hat in den vergangenen Jahren an Attraktivität verloren. Ihre Angebote und ihr Erscheinungsbild wirken nicht mehr zeitgemäß. Es fehlt an Aufenthaltsqualität und gastronomischen Anziehungspunkten.
  • Der Roman-Zeller-Platz in Burgwedel wird seiner Funktion als Quartiersmittelpunkt nicht mehr gerecht. Die Angebote für die Nahversorgung müssen verbessert werden.
  • Straßen und Plätze in Schnelsen dienen überwiegend dem Autoverkehr und besitzen kaum Aufenthaltsqualität. Für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrerinnen und Radfahrer fehlen sichere und attraktive Verbindungen durch das Quartier.
  • Auch die soziale Infrastruktur ist verbesserungsbedürftig. Im Bereich der Frohmestraße fehlen Angebote für Familien, Kinder und Jugendliche. In Burgwedel würden neue soziale Treffpunkte helfen, den sozialen Zusammenhalt und die Kommunikation zwischen den Bewohnergruppen zu verbessern.

Die Festlegung des Quartiers als RISE-Fördergebiet erfolgte auf Grundlage der Ergebnisse einer Problem- und Potenzialanalyse, die im Auftrag des zuständigen Bezirksamts und in Abstimmung mit der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen durchgeführt wurde. Hier wurden Handlungsbedarfe insbesondere zur Stärkung der beiden Zentrenbereiche Frohmestraße bzw. Roman-Zeller-Platz festgestellt, aber auch Handlungsbedarfe zur Verbesserung des Fuß- und Radwegenetzes sowie der sozialen und freizeitbezogenen Infrastruktur.

Das Bezirksamt Eimsbüttel übernimmt die weitere Koordinierung der Gebietsentwicklung im Fördergebiet. Unterstützung erhält es durch einen externen Gebietsentwickler. Zur Beteiligung und Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner, der Gewerbetreibenden sowie der Eigentümerinnen und Eigentümer werden ein Stadtteilbüro, ein Beteiligungsgremium und ein Verfügungsfonds eingerichtet.

Hintergrundinformationen zum Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert. In den RISE-Fördergebieten werden Nachverdichtungspotenziale aktiviert, Neubaupotenziale erschlossen und Wohnungsbestände stabilisiert. Damit trägt das Programm auch zur Entlastung des Wohnungsmarkts und zu einer angemessenen Wohnraumversorgung für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen bei. Hamburg umfasst derzeit 27 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt gibt es 33 Fördergebiete, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.

Die Fördergebietskarte finden Sie hier: www.skyfish.com/p/fhh/1925687.

Rückfragen der Medien
Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Pressestelle I Susanne Enz
Telefon: 040 42840 2051
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bsw
Twitter: @fhh_bsw

Bezirksamt Eimsbüttel
Kay Becker | Pressesprecher
Telefon: 040 42801 2053
E-Mail: pressestelle@eimsbuettel.hamburg.de

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