Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Hamburg wird Modellregion für Elektromobilität

Der Strom soll zu 100% aus regenerativen Quellen kommen

Die heute von Bundesverkehrsminister Tiefensee verkündete Entscheidung, Hamburg zu einer Modellregion für Elektromobilität zu machen, ist ein wichtiger Meilenstein für die Strategie des Senats, im Verkehrssektor klimafreundliche Technologien konsequent auszubauen. Hamburg wird dabei aus dem Konjunkturprogramm II des Bundes unterstützt, das für den Bereich Elektromobilität insgesamt 115 Millionen Euro bereitstellt. Noch in diesem Jahr wird die Stadt in den Bereichen Bus, PKW, Lieferfahrzeuge und Schiene im Rahmen eines bundesweiten Modellvorhabens die notwendige Infrastruktur aufbauen und voraussichtlich ab Mitte kommenden Jahres erste batteriebetriebene Fahrzeuge im Straßenverkehr einsetzen.

Hamburg wird Modellregion für Elektromobilität

Umweltsenatorin Anja Hajduk: „Die Förderung als Modellregion ist ein großer Erfolg für Hamburg und bestätigt unseren Ansatz, insbesondere auch im Verkehrsbereich klimafreundliche Konzepte durchzusetzen. Der Strom für die Batteriefahrzeuge wird zu 100 % aus regenerativen Quellen stammen, wir erreichen damit eine neue Qualität, auch in Hinblick auf die perspektivische Möglichkeit, diese Fahrzeuge als Stromspeicher für die Rückeinspeisung ins Energienetz nutzen zu können.“   

Das Vorhaben trägt den Titel „HH = more („hamburg modell region elektromobilität“) und basiert auf einem Prüfauftrag des Senats aus dem Hamburger Klimaschutzkonzept vom Dezember 2008. Der Senat hatte sich gemeinsam mit Industriepartnern im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens der Bundesregierung beworben und ist aus 130 Bewerbungen als eine von acht Modellregionen ausgewählt worden. 

Hamburg will im Rahmen einer Qualitätsrichtlinie einheitliche Standards definieren, die für alle am Projekt Elektromobilität Beteiligten zu beachten sind. Voraussichtlich werden im öffentlichen Raum in einer ersten Ausbaustufe in den kommenden Jahren bis zu 100 Ladesäulen errichtet werden, die eine Versorgung der eingesetzten Fahrzeuge im innerstädtischen Verkehr ermöglichen sollen. Ab Mitte kommenden Jahres sollen bis zu 70 Fahrzeuge in einem ersten Flottenversuch eingesetzt werden. Hinzu kommen Teilprojekte bei der HOCHBAHN im Busbereich, bei den Planungen für die Stadtbahn sowie im Fahrzeugeinsatz bei Logistikunternehmen.