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Mehr Umwelt- und Klimaschutz im ländlichen Raum 1,1 Milliarden Euro europäische Fördergelder für die Nordwest-Länder

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Niedersachsen, Bremen und Hamburg wollen den Umwelt- und Klimaschutz im ländlichen Raum stärker fördern. Das haben die Bundesländer am 12. Juli bei einer virtuellen Beteiligungsveranstaltung zur künftigen ELER-Förderung angekündigt. Der ELER (Europäischer Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums) ist als zweite Säule der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) ein zentrales Förderinstrument der EU. Allein der Nordwesten erwartet für die Jahre 2023 bis 2027 rund 1,1 Milliarden Euro aus dem ELER.

1,1 Milliarden Euro europäische Fördergelder für die Nordwest-Länder

Bei der mit Partnern aus der Wirtschaft und dem Sozialbereich (WiSo) gut angenommenen Veranstaltung kündigten die Länder die Schaffung eines gemeinsamen ELER-Förderraumes an und erläuterten die strategische Ausrichtung. So sollen künftig weit mehr als die Hälfte der ELER-Mittel in umwelt- und klimaschutzbezogene Fördermaßnahmen fließen. Das ist weit deutlich mehr, als von der EU gefordert. Neben dem Moorschutz spielen auch der Hochwasser- und Küstenschutz eine wachsende Rolle. Auch die flächenbezogene Ökolandbauförderung wird mit rund 186 Mio. Euro deutlich ausgebaut.

Rund zwei Drittel der Mittel im Förderraum sollen dem Agrarsektor für nachhaltige und krisenfeste Strukturen und besondere Umwelt- und Tierwohlleistungen zugutekommen. Zu den Tierwohlmaßnahmen gehören in Niedersachsen und Hamburg künftig  auch Hilfen zur Sommerweidehaltung. In Bremen gibt es ein ähnliches aus nationalen Mitteln finanziertes Angebot. Eine neue Förderung von Mehrgefahrenversicherungen unterstützt das Risikomanagement von Betrieben. Hierfür sind rund 50,5 Millionen Euro vorgesehen.

Hintergrund:
Die Beteiligungsveranstaltung wurde durch das Niedersächsische Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten und Regionale Entwicklung in enger Zusammenarbeit mit den niedersächsischen Ministerien für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz sowie Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, der bremischen Umweltsenatorin und der Hamburger Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaftbehörde ausgerichtet. Sie ist Teil eines langen Beteiligungsprozesses, der die Ausrichtung und Priorisierung in der neuen Förderperiode mitgeprägt hat. Jetzt haben die Interessenvertreter noch einmal Gelegenheit zur Stellungnahme, bevor zum Ende des Jahres die ELER-Planungen der Länder Teil eines nationalen Strategieplans werden.

Rückfragen der Medien

Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Pressestelle
Jan Dube
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: Jan.Dube@bukea.hamburg.de
Björn Marzahn,
Telefon: 040 42840 3065
E-Mail: Bjoern.Marzahn@bukea.hamburg.de

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