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25 Jahre FÖJ in Hamburg Ein bunter Bus zum Jubiläum

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Das Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ) feiert in Hamburg 25 Jahre Erfolgsgeschichte! Seit 1996 engagieren sich junge Erwachsene in der Hansestadt im Rahmen eines FÖJ für die Umwelt und leisten in inzwischen über 45 Einsatzstellen einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag für ein zukunftsfähiges Miteinander. Zum 25. Jubiläum des FÖJ in Hamburg wurde jetzt ein von FÖJlerinnen und FÖJlern gestalteter Bus an den HVV übergeben.

Ein bunter Bus zum Jubiläum

Jens Kerstan, Senator für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft: „Das Freiwillige Ökologische Jahr schreibt seit 25 Jahren kontinuierlich Erfolgsgeschichte. Seit 1996 hat sich die Teilnehmerzahl mehr als verzehnfacht und bislang sind jedes Jahr zwei, drei neue Plätze dazugekommen. Man kann die Bedeutung dieser Arbeit gar nicht hoch genug einschätzen - für die berufliche Orientierung, die persönliche Motivation und den späteren Einsatz für die Umwelt. Mich begeistert das Engagement der jungen Menschen immer wieder. Aber ohne den Einsatz der Einsatzstellen in den Unternehmen und Vereinen, Verbänden und Behörden wäre das FÖJ in Hamburg nicht so erfolgreich. Der HVV bietet seit Jahren Plätze im FÖJ an. Als bunter, fröhlicher Blickfang wird der Bus des HVV als positive Werbung für das FÖJ nun durch Hamburg fahren – eine bessere Kooperation kann es kaum geben.“

Alles begann im Herbst 1996 mit sieben FÖJ-Stellen bei der damaligen Umweltbehörde. Sie bot auf eigene Initiative Arbeit in den Forsten, auf Neuwerk, in Naturschutzgebieten und bei der Altlastensanierung an. Bis heute hat sich die Zahl der Plätze auf über 80 erhöht, die der anbietenden Organisationen ist auf 45 gestiegen. Über 1200 junge Frauen und Männer haben bisher das FÖJ in Hamburg absolviert.

Eine bunte Mischung stetig wachsender engagierter Einsatzstellen in Unternehmen, Behörden, Verbänden und Vereinen sind der Grund für den Erfolg des FÖJ’s in Hamburg. Das FÖJ in Hamburg umfasst die ganze Bandbreite: Tier- und Pflanzen-Monitoring, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Bäume pflanzen in Naturschutzgebieten, Laborarbeiten, Internetrecherche, Öffentlichkeitsarbeit, Wasserproben ziehen, Abwasserrohre prüfen, Müll sammeln, oder auch Bildungsarbeit bei den HVV-Schulprojekten.

Die Idee zur Gestaltung des Busses hatte ein FÖJler bei der Einsatzstelle HVV-Schulprojekte, die seit mehr als 20 Jahren das Projekt „Paintbus“ anbieten. Bei diesem Wettbewerb gestalten Schülerinnen und Schüler aus Kunstkursen einen Bus nach einem jeweils anderen Motto. Die bemalten Busse fahren dann mindestens ein Jahr lang durch Hamburg. Gemeinsam mit dem Künstler Kai Teschner entwickelten die FÖJlerinnen und FÖJler also die Idee zur Gestaltung „ihres“ Busses, der jetzt auch durch Hamburg rollt und für das Freiwillige Ökologische Jahr wirbt.

Martin Wachowiak, HVV-Schulprojekte: „Wir freuen uns sehr über das Engagement der jungen Menschen, die sich bei einem Freiwilligen Ökologischen Jahr in Hamburg für Natur- und Klimaschutz einsetzen. Bei den Einsatzstellen des HVV steht dabei die Verkehrswende im Mittelpunkt und mit diesem schönen Bus, der ein echter Hingucker geworden ist, haben die FÖJlerinnen und FÖJler ein Stück nachhaltige Mobilität mitgestaltet.“

Wer nach der Schule ein Jahr lang im Natur- oder Umweltschutz arbeiten möchte, ist beim Freiwilligen Ökologischen Jahr (FÖJ) genau richtig. Teilnehmen können Bewerberinnen und Bewerber im Alter von 16 und 27 Jahren. Bewerbungszeitraum ist je von Dezember bis April. Das FÖJ startet am 1. August. Teilnehmerinnen und Teilnehmer des FÖJ bekommen Taschengeld (bisher 205 €/Monat, ab August 230 €/Monat), einen Wohngeld- und Verpflegungszuschuss von 200 €/Monat und eine HVV-AZuBiCard. Alle Informationen zum FÖJ und der Bewerbung sind im Internet unter www.hamburg.de/foej zu finden.

 

Hintergrund

Etappen des FÖJ Hamburg

1996
Einrichtung durch Senator Vahrenholt, fünf Plätze, im ersten Durchgang, sieben Teilnehmer, Seminare in Schleswig-Holstein

1997
bereits im 2. Jahr Erhöhung der Platzzahl auf 12 durch Beteiligung der stadteigenen Betriebe (Stadtreinigung, Wasserwerke, Friedhöfe,) 

1999
15 Teilnehmer, jetzt bieten auch Vereine Stellen an

2001
ab jetzt (dem 6. Durchgang) werden die Seminare durch Hamburg selbst organisiert

2002
Die Platzzahl steigt auf 26.

2004
ab jetzt kann man den Zivildienst als FÖJ oder FSJ (Freiwilliges Soziales Jahr) machen. ( bis 2011)

Zwischen 2004 und 2007 führt die Deutsch Tansanische Partnerschaft ein FÖJ in Tansania durch (zehn Stellen).

2008
Im Rahmen des Hamburger Klimaschutzprogramms werden für drei Jahre zusätzliche Gelder bereitgestellt.  Anstieg der  Plätze auf 66.

2016
20 Jahre FÖJ Hamburg. Jetzt 70 Plätze: 5 in der BUE, 24 in Unternehmen,41 in Vereinen, Verbänden, Stiftungen.

2016-2019
Sonderprogramm 2016-2019: zusätzliche Aufnahme geflüchteter Menschen

 

Das FÖJ wird vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend für die pädagogische Begleitung auf der Grundlage des Gesetzes zur Förderung von Jugendfreiwilligendiensten (JFDG) von 2008 finanziell gefördert (zu rund einem Drittel). In Hamburg ist die Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft für das FÖJ zuständig. Sie führt das Bewerbungsverfahren durch, betreut die Teilnehmenden und die Einsatzstellen, organisieren die Seminare, halten die Landes – und Bundeskontakte.

Unternehmen bezahlen ihre FÖJ-Kräfte zu 100% selbst, Vereine, Verbände, Stiftungen u.ä. beteiligen sich mit 50 % der Teilnehmerkosten plus Kosten der HVV-Karte.

Die begleitenden FÖJ-Seminare werden von jeweils zwei externen Teamern geleitet. Sie finden in Hamburg und Umgebung statt, überwiegend in Selbstverpflegung. Die Teilnehmenden sind an der Vorbereitung maßgeblich beteiligt.

Rückfragen der Medien

Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Pressestelle
Jan Dube
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: Jan.Dube@bukea.hamburg.de
Björn Marzahn,
Telefon: 040 42840 3065
E-Mail: Bjoern.Marzahn@bukea.hamburg.de

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