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Auszeichnung für Hamburger IT-Projekt Digitales Schiffsregister gewinnt 2. Platz im eGovernment-Wettbewerb

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Mit rund 6.200 Eintragungen ist das Schiffsregister in Hamburg das größte in Deutschland. Seit Sommer 2020 führt das Amtsgericht das Register digital. Zuvor erfolgten Einträge und Änderungen auf Papier. Im renommierten eGovernment-Wettbewerb 2021 belegte das Digitalisierungsprojekt nun den 2. Platz. Auch den Publikumspreis konnte das Register mit dem 3. Platz gewinnen.

Drei Männer stehen vor einer blauen Pressewand und halten den Preis in Händen. v.l.n.r.: Kolja Krohn (Dataport), Tim Schneider (Behörde für Justiz und Verbraucherschutz) und Christian Thomsen (mgm) mit der Trophäe zum 2. Platz.

Digitales Schiffsregister gewinnt 2. Platz im eGovernment-Wettbewerb

Das Schiffsregister war in der Kategorie "Bestes Digitalisierungsprojekt in Bund, Ländern und Kommunen" erfolgreich. Insgesamt angetreten waren mehr als 70 Bewerberinnen und Bewerber aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Parallel wurde der Publikumspreis an das Hamburger Projekt verliehen. Schirmherr des Wettbewerbs war der Chef des Bundeskanzleramts, Helge Braun. Die Preisverleihung fand am 29. September in Berlin statt.

Das digitale Schiffsregister in Hamburg wurde 2018 als agiles IT-Vorhaben ins Leben gerufen. In der Vergangenheit mussten Einträge und Änderungen in den Akten von Hand vorgenommen werden. Das war umständlich und teuer in der weltweiten und in unterschiedlichen Zeitzonen ausgerichteten Schifffahrt. Registerausdrucke und Schiffspapiere werden nun elektronisch und automatisiert erzeugt. Zudem können Unternehmen und Bürgerinnen und Bürger Registerausdrucke online beantragen.

Anna Gallina, Senatorin für Justiz und Verbraucherschutz: "Die Digitalisierung des Hamburger Schiffsregisters hat eine Leuchtturmfunktion in der deutschen Justiz eingenommen. Wir reden nicht nur über Digitalisierung, wir setzen sie um und können damit auch andere Länder überzeugen. Bremen hat das Hamburger System übernommen, Berlin und Brandenburg übertragen ihre Register nach Hamburg. Es freut mich, dass diese Arbeit im eGovernment-Wettbewerb gewürdigt wurde."

André Basten, Leiter der Abteilung IT und Digitalisierung der BJV: "Von Stift und Papier zum digitalen Register: Im Rahmen des agilen Software-Entwicklungsprojekts haben wir eng mit Reedereien, Banken, der Anwaltschaft, Notarinnen und Notaren sowie den internen Nutzerinnen und Nutzern zusammengearbeitet und in Rekordzeit eine moderne Webanwendung auf die Beine gestellt. Das digitale Schiffsregister steht auch anderen Ländern zur Nutzung zur Verfügung und trägt somit zur weiteren Registermodernisierung bei."

Christian Pfromm, Chief Digital Officer der Freien und Hansestadt Hamburg: "Wir freuen uns über die Auszeichnung des erfolgreichen IT-Projekts "Digitales Schiffsregister". Mit der Digitalisierung der Abläufe und Eintragungen des Hamburger Schiffsregisters begegnen wir den Anforderungen der oft zeitkritisch agierenden Schifffahrt an eine moderne Verwaltung. Das Digitale Schiffsregister geht als Vorreiter in Deutschland mit gutem Beispiel voran  und macht Hamburg als Wirtschaftsstandort der Schifffahrt noch attraktiver."

Hintergrund zum Schiffsregister

Im Schiffsregister werden unter anderem Eigentumsverhältnisse und auf dem Schiff liegende Hypotheken dokumentiert. Die älteste aufgefundene Eintragung stammt aus dem Jahr 1889. Standort des Schiffsregisters ist das Amtsgericht Hamburg in der Caffamacherreihe 20. Eintragungspflichtig sind Seeschiffe, wenn die Rumpflänge 15 Meter übersteigt. Binnenschiffe sind ab einer Wasserverdrängung von 10 Kubikmetern oder einer Tragfähigkeit von mindestens 20 Tonnen eintragungspflichtig.

Ein Video zum digitalen Schiffsregister finden Sie bei YouTube.

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