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Tag gegen Gewalt an Frauen Fachdialog zur Istanbulkonvention präsentiert erste Ergebnisse

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Morgen, am 25. November, ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. An diesem Tag wird auf Probleme und Hilfen aufmerksam gemacht. Der Schutz vor Gewalt ist dem Senat jedoch ganzjährig ein Anliegen. Die Sozialbehörde legt dazu Ergebnisse eines Fachdialogs vor, der vor einem Jahr begonnen wurde.

Tag gegen Gewalt an Frauen: Fachdialog zur Istanbulkonvention präsentiert erste Ergebnisse

Logo Fachdialog Opferschutz

Der von der Sozialbehörde initiierte Fachdialog „Gewalt gegen Frauen“ beschäftigt sich mit der Umsetzung der Istanbulkonvention in Hamburg.

Die Istanbulkonvention verpflichtet unterzeichnende Staaten, gegen Formen der Gewalt vorzugehen und formuliert dafür Ziele. Im Rahmen des Fachdialogs kommen Akteure des Hilfesystems zusammen, um zu beraten, welche weiteren Maßnahmen für Hamburg erforderlich sind.

Erste Erkenntnisse und Empfehlungen aus dem Fachdialog werden am 25.11.2021 im Rahmen einer digitalen Veranstaltung präsentiert.

Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Um zu helfen, wenn Unterstützung gebraucht wird, haben wir ein gut aufgestelltes Opferhilfesystem. Die konstruktive Zusammenarbeit im Rahmen des Dialoges zeigt uns, dass wir in Hamburg gute Kooperations- und Vernetzungsstrukturen haben: Um Betroffenen eine bestmögliche Unterstützung zu sein, wirken alle Beteiligten– Fachberatungsstellen und Frauenhäuser, die Zivilgesellschaft, Polizei, Justiz, Fachbehörden und Bezirke – zusammen.

Ich bin froh über dieses Engagement und die Bereitschaft, gemeinsam daran zu arbeiten, den Opferschutz in Hamburg weiter zu verbessern.“

Expertinnen und Experten aus über einhundert Hamburger Institutionen, Einrichtungen, Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft diskutierten auf insgesamt zwölf digitalen Veranstaltungen im zurückliegenden Jahr zu den Themengebieten:

  • Schutz von Frauen mit psychischen Erkrankungen – Herausforderungen und Lösungsansätze
  • Die Ausgestaltung von familiengerichtlichen Verfahren im Kontext häuslicher Gewalt – z.B. die Berücksichtigung von Gewaltschutzverfahren bei Umgangs- und Sorgerechtsentscheidungen
  • Digitale Gewalt – Ausprägungen und daraus resultierende Bedarfe des Hilfesystems
  • Aufenthaltsrechtliche Regelungen im Kontext häuslicher Gewalt

In den Fachforen wurde deutlich, dass die Regelsysteme der Justiz, der Polizei, der ärztlichen Versorgung aber auch der Kindertagesbetreuung und Schulen weiterhin zu Ausprägungen von Gewalt und möglichen Gewaltfolgen, z.B. Problemen in der stringenten Schilderung erlittener Gewalttaten, sensibilisiert und geschult werden müssen.

Trotz der in Hamburg bereits sehr guten Kooperation und Vernetzung der im Opferschutz tätigen Stellen, konnten durch die Fachforen neue Netzwerke und Kontakte initiiert werden, um von Gewalt betroffenen Frauen in Hamburg zukünftig noch zielgerichteter helfen zu können.

Sowohl bei der Vorbereitung der Diskussionen, als auch zu deren Durchführung wurden für jedes Fachforum ausgewählte Expertinnen der Fachöffentlichkeit hinzugezogen. Die Diskussionen wurden zudem durch zahlreiche Fachinputs unterschiedlicher Institutionen ergänzt.

Der Fachdialog wird im Jahr 2022 zu neuen Themen fortgeführt. Worüber beraten wird, bestimmen die beteiligten Akteure mit. Die im Fachdialog formulierten Ergebnisse sind maßgeblich für die konzeptionelle Weiterentwicklung der Opferhilfelandschaft und des Opferschutzes in Hamburg. Die Protokolle der Fachforen und weitere Informationen zum Fachdialog sind online verfügbar: www.hamburg.de/opferschutz-fachdialog 

Wo gibt es Hilfe?

Ob Gewalt in Ehe und Partnerschaft, sexuelle Übergriffe und Vergewaltigung, Zwangsheirat, Stalking, Genitalverstümmelung, Menschenhandel, Zwangsprostitution, sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz, Cybergewalt:

Rat und Hilfe gibt es beim Hilfetelefon unter 08000 116 016

Erreichbarkeit Tag und Nacht, auch an Wochenenden und Feiertagen! Das Telefon wird in zahlreichen Sprachen bedient.

Sie müssen Ihren Namen nicht nennen. Ihr Anruf und der Inhalt des Gesprächs sind streng vertraulich. Außerdem besteht die Möglichkeit zum anonymen Online-Chat:

https://www.hilfetelefon.de/das-hilfetelefon/beratung/online-beratung.html

Das Hilfetelefon ist die zentrale Nummer. Sie vermittelt an sämtliche Hamburger Hilfseinrichtungen, und kann häufig bereits am Telefon wichtige Ratschläge geben und Unterstützung bieten.

Rückfragen – Kontakt ausschließlich für Medienvertreter

Sozialbehörde
Martin Helfrich, Pressesprecher
Telefon: 040/428 63 2889
E-Mail: pressestelle@soziales.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/sozialbehoerde

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