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Reise Bürgermeister Tschentscher in Warschau: Zusammenarbeit mit Hamburg vertiefen

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Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher ist heute in Polens Hauptstadt Warschau gereist. Er trifft dort den Bürgermeister von Warschau, Stadtpräsident Rafał Trzaskowski, sowie den Präsidenten des Senats der Republik Polen, Senatsmarschall Prof. Dr. Tomasz Paweł Grodzki. Mit dem Besuch soll der Dialog zwischen Hamburg und Warschau vertieft werden, insbesondere zu den Themen Klimaschutz und nachhaltiger Stadtentwicklung. Außerdem sollen die Rolle und die Verantwortung der Städte für die Umsetzung des europäischen Green Deals thematisiert werden.

Bürgermeister in Warschau Bürgermeister Tschentscher mit Senatsmarschall Prof. Dr. Tomasz Grodzki

Bürgermeister Tschentscher in Warschau: Zusammenarbeit mit Hamburg vertiefen

Bürgermeister Tschentscher reist auf Einladung von Bürgermeister Rafał Trzaskowski nach Warschau, der im Februar als Ehrengast am diesjährigen Matthiae-Mahl teilgenommen hatte. Im Vorfeld der Hamburger Bundesratspräsidentschaft 2022/23 trifft er sich mit dem Präsidenten des Senats der Republik Polen, Prof. Dr. Tomasz Paweł Grodzki. Darüber hinaus besucht Bürgermeister Tschentscher das Museum des Pawiak-Gefängnisses und das Ehrenmal für die Helden des Warschauer Ghettos sowie das Instytut Energetyki, eine der größten Forschungseinrichtungen auf dem Gebiet der Erneuerbaren Energien in Polen.

Treffen mit dem Bürgermeister von Warschau, Rafał Trzaskowski

Das Gespräch von Bürgermeister Tschentscher und Bürgermeister Trzaskowski findet am Mittag statt. Beide möchten die Zusammenarbeit zwischen ihren beiden Städten vertiefen. Im Zentrum des mehrstündigen Austauschs stehen der Klimaschutz und die Rolle der Städte bei der Umsetzung des European Green Deal.

Bürgermeister Tschentscher: „Weltweit sind Städte für 70 bis 80 Prozent aller CO2-Emissionen verantwortlich, in der Europäischen Union leben drei Viertel aller Bürgerinnen und Bürger in großen Städten und Ballungsräumen. Als europäische Metropolen tragen Hamburg und Warschau eine besondere Verantwortung für die Umsetzung der globalen Klimaschutzziele. Gemeinsam wollen wir durch nachhaltige, innovative Stadtentwicklung zur Umsetzung des European Green Deal beitragen. Der klimafreundliche Umbau der Wirtschaft, unserer Energieversorgung und der Mobilitätsinfrastruktur gehören zu den großen Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, die wir schneller bewältigen können, wenn wir zusammenarbeiten.“

Gespräch mit Senatsmarschall Prof. Dr. Tomasz Grodzki

Am Nachmittag trifft Bürgermeister Tschentscher den Präsidenten des Senats der Republik Polen, Prof. Dr. Tomasz Grodzki. Auf Initiative von Senatsmarschall Grodzki und des ehemaligen Bundesratspräsidenten Dietmar Woidke haben der deutsche Bundesrat und der polnische Senat im Oktober 2021 eine Freundschaftsgruppe gegründet. Ihr Auftrag es ist, die deutsch-polnischen Beziehungen zu vertiefen und die Zusammenarbeit zwischen beiden Kammern zu stärken. Bürgermeister Tschentscher vertritt Hamburg in der Deutsch-Polnischen Freundschaftsgruppe. Senatsmarschall Grodzki und Bürgermeister Tschentscher haben sich bei einem Besuch im Bundesrat im September 2021 kennengelernt und werden den Austausch in Warschau fortsetzen.

Bürgermeister Tschentscher: „Der deutsche Bundesrat und der polnische Senat pflegen seit vielen Jahren gute Beziehungen. Wir sind sehr interessiert an einem partnerschaftlichen Dialog über wichtige Themen in Europa, dazu gehören auch Fragen der Rechtsstaatlichkeit und einer liberalen Gesellschaft. Ich freue mich, im Vorfeld der Hamburger Bundesratspräsidentschaft 2022/23 die  Zusammenarbeit mit dem polnischen Senat weiter zu vertiefen.“

Gedenken an die Opfer nationalsozialistischer Verbrechen

Am Vormittag gedenkt Bürgermeister Tschentscher mit einer Kranzniederlegung an der Gedenkstätte im Innenhof des Museums des Pawiak-Gefängnisses der Opfer des Nationalsozialismus in Warschau. Bei Aufständen in den Jahren 1943 bzw. 1944 hatten sich Widerstandskämpfer der Untergrundorganisation „Armia Krajowa“ („Heimatarmee“) und jüdische Bürgerinnen und Bürger im Warschauer Ghetto gegen die deutschen Besatzer erhoben. Beide Aufstände wurden brutal niedergeschlagen. 6.000 Menschen, die 1943 am Aufstand der „Heimatarmee“ beteiligt waren, wurden anschließend in das Hamburger KZ Neuengamme und seine Außenstellen deportiert. Eine Gedenktafel im Innenhof des Pawiak-Gefängnisses erinnert an sie. In der KZ-Gedenkstätte Neuengamme gibt es ebenfalls eine Gedenktafel für die Deportierten des Warschauer Aufstandes.

Bürgermeister Tschentscher: „6.000 Mitglieder der polnischen Widerstandsbewegung sind nach dem Warschauer Aufstand in das KZ Neuengamme nach Hamburg deportiert worden. Das Museum des Pawiak-Gefängnisses erinnert an die Opfer der Niederschlagung des Aufstands und der Deportation durch die Nationalsozialisten. Deutschland und Hamburg tragen eine historische Verantwortung. Die Erinnerung an die Opfer mahnt uns, entschieden gegen Nationalismus, Intoleranz und Diskriminierung einzutreten. Völkerverständigung, Demokratie und Freiheit sind die Grundlage für ein starkes und friedliches Europa.“

Besuch des Instituts für Energietechnik (Instytut  Energetyki – IEn)

Im Anschluss an das Gespräch mit Senatsmarschall Prof. Dr. Tomasz Grodzki besucht Bürgermeister Tschentscher am späteren Nachmittag das Instytut  Energetyki (IEn) und spricht dort mit Prof. Jakub Kupecki, der das Zentrum für Wasserstofftechnologien am Institut leitet. Geplant ist ein Austausch zu den Themen Wasserstoffwirtschaft und erneuerbare Energien vor dem Hintergrund des European Green Deal. Das Instytut  Energetyki ist eines der größten Forschungsinstitute Polens im Bereich innovativer Energietechnologien. Schwerpunkte des Instituts sind unter anderem die Energiewende und moderne Energienetze. Das Institut ist dem polnischen Ministerium für Klima und Umwelt unterstellt.

Pressefotos

Bilder der Reise sind im Presseportal online verfügbar und frei zur redaktionellen Berichterstattung (fortlaufende Aktualisierung über den Tag): 

https://www.skyfish.com/p/fhh/1999373 

Rückfragen der Medien 

Senatskanzlei
Pressestelle des Senats
Telefon: 040 42831 2244
E-Mail: pressestelle@sk.hamburg.de

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