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RISE Hohe sozialräumliche Stabilität

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Sozialmonitoring-Bericht 2021 vorgelegt

Die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen hat den Sozialmonitoring-Bericht 2021 veröffentlicht. Die Ergebnisse zeigen weiterhin eine hohe Zahl Statistischer Gebiete mit einem mittleren Status, d. h. Werten in der Nähe des Hamburger Durchschnitts.

Sozialmonitoring 2021

Hohe sozialräumliche Stabilität

Senatorin Dr. Dorothee Stapelfeldt: „Die Ergebnisse des aktuellen Sozialmonitoring-Berichts zeigen uns im Detail, welche Quartiere eine besondere Aufmerksamkeit erfordern. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es eine hohe Stabilität. Wie schon 2020 haben wir einen hohen Anteil Statistischer Gebiete mit einem mittleren Status. Wesentliche Corona-bedingte Auswirkungen auf die sozialräumliche Struktur in Hamburg lassen sich derzeit nicht erkennen – das ist eine gute Nachricht.“

Die BSW hat heute den Sozialmonitoring-Bericht 2021 veröffentlicht. Darin wurden in bewährter Weise die kleinräumigen Sozialdaten für Hamburgs Statistische Gebiete ausgewertet und dargestellt. Im aktuellen Sozialmonitoring-Bericht wurden 853 Statistische Gebiete mit einer Einwohnerzahl von mindestens 300 Einwohnerinnen und Einwohner daraufhin untersucht, wie stark die Werte der betrachteten Sozialindikatoren in einzelnen Teilen der Stadt vom Hamburger Durchschnitt abweichen. Zur Veranschaulichung werden die Ergebnisse mit Hilfe eines Indexverfahrens nach Status und Dynamik klassifiziert.

73 % der Statistischen Gebiete in Hamburg weisen einen mittleren oder hohen Status und eine stabile Dynamik auf, d. h. die Werte der Indikatoren liegen in der Nähe des Hamburger Durchschnitts oder darüber. Die Anzahl der Statistischen Gebiete mit einem mittleren Status ist mit 564 unverändert hoch. Vor einem Jahr lag sie bei 565. Im Vergleich zum Vorjahr gibt es weniger Statistische Gebiete mit stabiler Dynamik, ihr Anteil sank von 91 auf 88 %. Eine stabile Dynamik zeigt, dass die Werte der untersuchten Indikatoren eine ähnliche Entwicklung wie im Hamburger Durchschnitt aufweisen.

Eine Zunahme der sozialräumlichen Polarisierung ist nach wie vor nicht zu beobachten. Die räumliche Verteilung der statusniedrigen und sehr niedrigen Statistischen Gebiete ist im Wesentlichen unverändert geblieben. Die räumlichen Cluster umfassen 122 Statistische Gebiete mit niedrigem (56) bis sehr niedrigem Status (66). Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Anzahl um 5 erhöht. Von den Statistischen Gebieten mit niedrigem oder sehr niedrigem Status liegen 55 % in RISE-Fördergebieten, weitere ca. 27 % in ehemaligen Fördergebieten. Ziel des Rahmenprogramms Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) ist es, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert. Die RISE-Förderung bleibt damit ein zentraler Baustein in der Strategie zur sozialen Stabilisierung der Quartiere, die besondere Betrachtung der räumlichen Cluster sichert auch die notwendige Aufmerksamkeit für die Entwicklung der ehemaligen RISE-Fördergebiete.

Folgen der Corona-Pandemie zeigen sich im Sozialmonitoring bislang nicht. Bislang ist nur ein stärkerer Anstieg beim Indikator Arbeitslose (SGB II) festgestellt worden. Zu einer Wahrnehmbarkeit im Sozialmonitoring würde dies nur führen, wenn eine dadurch verursachte Änderung des Statusindexes zu einer anderen räumlichen Verteilung der entsprechenden Statistischen Gebiete über das Hamburger Stadtgebiet geführt hätte. Bisher ist das nicht der Fall.

 

Weiterführende Informationen sowie den Bericht zum Download finden Sie online unter www.hamburg.de/sozialmonitoring.

 

Rückfragen der Medien

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen

Susanne Enz | Pressesprecherin

Telefon: 040 42840 – 2051

E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de

Internet: www.hamburg.de/bsw

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