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Stadtentwicklung Trinitatis Quartier im Herzen Altonas – Vorbereitende Maßnahmen zur Quartiersentwicklung gestartet – Kirche erhält 2,7 Mio. Euro zur Sanierung des Baudenkmals St. Trinitatis

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Trinitatis Quartier Altona

Trinitatis Quartier im Herzen Altonas – Vorbereitende Maßnahmen zur Quartiersentwicklung gestartet – Kirche erhält 2,7 Mio. Euro zur Sanierung des Baudenkmals St. Trinitatis

In den kommenden zweieinhalb Jahren entsteht rund um die Hauptkirche St. Trinitatis ein neues, vielfältiges und inklusives Quartier der Begegnung in Zusammenarbeit der Stadt Hamburg, des Bezirksamtes Altona, der Ev.-Luth. Hauptkirchengemeinde St. Trinitatis sowie dem Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein. Neben öffentlich gefördertem Wohnungsbau entstehen auf dem Areal im Fördergebiet des Rahmenprogramms Integrierten Stadtteilentwicklung (RISE) Altona-Altstadt eine Kindertagesstätte sowie ein Café als Treff- und Begegnungsstätte. Erste vorbereitende Maßnahmen für das Projekt „Trinitatis Quartier“ laufen bereits. Bei einem Ortstermin wurde heute die umfangreiche Sanierung der denkmalgeschützten Hauptkirche St. Trinitatis durch eine Förderzusage der Finanzbehörde in Höhe von 2,7 Mio. Euro auf den Weg gebracht, die die Voraussetzung für eine zusätzliche Bundesförderung in gleicher Höhe sind.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Flächen rund um die Kirchen in unserer Stadt bieten eine riesige Chance für eine sozial verträgliche Quartiers- und Stadtentwicklung. Hierzu sind wir Hamburgweit auch im intensiven Austausch zwischen Senat und Nordkirche. Das Trinitatis Quartier im Herzen Altonas kann hierfür Vorbildcharakter haben. Ich freue mich daher sehr, dass die Finanzbehörde mit dem Landesbetrieb Immobilienmanagement und Grundvermögen durch die Herstellung des Grundstücksverbunds dieses spannende, integrative und belebende Quartiersentwicklungsprojekt mitten im Herzen Altonas ermöglichen kann. Mit der umfangreichen Unterstützung für die Sanierung der Hauptkirche St. Trinitatis möchten wir neben unserer Verantwortung für dieses bekannte Altonaer Baudenkmal auch unsere Wertschätzung gegenüber der Kirchengemeinde und dem hohen Wert ihrer Arbeit auch über die Quartiersgrenzen hinaus für die Menschen in Altona ausdrücken.“

Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen Dr. Dorothee Stapelfeldt: „An einem historisch bedeutsamen Ort für Altona-Altstadt entsteht das lang erwartete neue Trinitatis Quartier mit einer besonderen Mischung aus sozialer Infrastruktur und dringend benötigtem Wohnraum für vordringlich wohnungssuchende Haushalte. Ich freue mich besonders, dass die Angebote und die attraktiv gestalteten Aufenthaltsbereiche auch die Nachbarschaft zum Austausch und Verweilen einladen. Zusammen mit der parallel stattfindenden Aufwertung und Neugestaltung des städtischen Grüns im südlichen Teil des Grünzugs Neu-Altona, die aus RISE-Mitteln gefördert wird, bietet das Trinitatis Quartier einen echten Mehrwert für Altona-Altstadt.“

Bezirksamtsleiterin Altona Dr. Stefanie von Berg: „Für uns in Altona ist das Trinitatis-Quartier ein Vorzeigeprojekt im Sinne der ‚Stadt als Vorbild‘. Wir planen hier einen qualitätsvollen Umgang mit Gründächern im Kontext mit hochwertiger Architektur und Denkmalschutz. Dadurch sorgen wir dafür, dass die ehemals dänische Kirche weiterhin zur Geltung kommt.“

Propst Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein Dr. Karl-Heinrich Melzer:  „Ich freue mich über dieses einmalige Projekt. Das Trinitatis-Quartier verbindet die Möglichkeit, einen prominenten kirchlichen Standort weiterzuentwickeln mit der Chance einen wichtigen Beitrag für die Stadtentwicklung zu leisten. Insbesondere Altona-Altstadt und das östliche St. Pauli werden von den sozialen Angeboten profitieren. Wir sind überzeugt davon, dass hier – so unser Motto – „Raum für Hoffnung“ geschaffen wird.“

Hintergrund

In dem Ensemble von fünf neuen Gebäuden entstehen ein neues Gemeindehaus und Pastorat mit Räumen für religiöse und soziale Veranstaltungen. Zusätzlich werden in den Neubauten eine Kindertagesstätte und Sozialwohnungen Platz finden. Zu geförderten Kompaktwohnungen für ehemals wohnungslose Menschen gehört eine Beratungsstelle, um ihre Integration in die Gemeinschaft zu fördern. Zusätzlich wird als Treffpunkt und Begegnungsstätte ein Café eingerichtet, das betreute Arbeitsplätze für Menschen bietet, die Schwierigkeiten haben, auf dem ersten Arbeitsmarkt ihren Platz zu finden. Darüber hinaus werden Büros für kirchliche Nutzungen gebaut. Es entsteht zudem eine Pilgerherberge, die zugleich Übernachtung- und Beschäftigungsmöglichkeiten für junge Menschen im Rahmen des europäischen Freiwilligendienstes bietet.

Für die Planungen haben erst eine Bürgerbeteiligung und dann ein Wettbewerbsverfahren stattgefunden. Die Neubauten und die Kirche bilden ein eigenständiges Quartier im Grünzug Neu-Altona, das sich zu einem lebendigen Ort unter Einbeziehung der Nachbarschaft entwickeln soll. Die öffentlichen Wege durch das Quartier binden es in den Grünzug ein und bieten eine grüne Wegeverbindung über das kirchliche Gelände. Die Durchwegung, die Freiraumgestaltung und die Möblierung werden anteilig mit 400.000 Euro aus RISE-Mitteln finanziert. Das Trinitatis Quartier und der umliegende südliche Teil des Grünzugs Neu-Altona sind ein wichtiger Fokus der Gebietsentwicklung im RISE-Fördergebiet Altona-Altstadt. Insbesondere der Bereich östlich des neuen Trinitatis Quartiers wird umfassend umgestaltet, nachdem der bisher dort befindliche Bauspielplatz über die Königstraße hinaus nach Norden umgezogen ist. Insgesamt werden im und rund um das Trinitatis-Quartier rund 1,73 Millionen Euro RISE-Mittel investiert.

Hauptkirche St. Trinitatis

Die Hauptkirche St. Trinitatis ist eines der wenigen Gebäude, die aus dem historischen Stadtzentrum Altonas noch erhalten sind. Sie prägt als Landmarke den Ort, an dem sich einmal das Zentrum Altonas befand. Die Kirche stand vor dem 2. Weltkrieg inmitten eng bebauter Straßen, deren Gebäude während des Kriegs zerstört wurden. Nach dem Krieg wurde die Kirche zur Königstraße weitgehend freigestellt. Mit dem „Trinitatis Quartier“ kehrt nun ein Teil des Stadtlebens an die Kirche zurück.

Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)

Das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung fördert lebendige stabile Quartiere und damit den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen, mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert.

In den RISE-Fördergebieten werden Nachverdichtungspotenziale aktiviert, Neubaupotenziale erschlossen und Wohnungsbestände stabilisiert und damit zur Entlastung des Wohnungsmarkts und zu einer angemessenen Wohnraumversorgung für unterschiedliche Bevölkerungsgruppen beigetragen.

Hamburg umfasst derzeit 27 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 34 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.

 

Rückfragen der Medien

Finanzbehörde
Claas Ricker, Pressesprecher
Telefon: 040 42823 1662
E-Mail: pressestelle@fb.hamburg.de
Twitter: @FHH_FB

Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen
Pressestelle
Telefon: 040 42840 2051
E-Mail: pressestelle@bsw.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/bsw
Twitter: @fhh_bsw

Bezirksamt Altona
Mike Schlink, Pressesprecher
Platz der Republik 1, 22765 Hamburg
Telefon: 040 42811 1512
E-Mail: mike.schlink@altona.hamburg.de

Ev.-Luth. Kirchenkreis Hamburg-West/Südholstein – Stabsstelle Fundraising
Gunnar Urbach, Fundraising-Manager und Fördermittel-Manager
Ochsenzoller Straße 117, 22848 Norderstedt
Telefon: 040 60 92 51 05
Mobil: 0172 651 51 11
E-Mail: gunnar.urbach@kirchenkreis-hhsh.de

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