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Finanzen Finanzbehörde setzt verstärkt auf nachhaltige Anlagestrategien

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Finanzbehörde setzt verstärkt auf nachhaltige Anlagestrategien

Die Finanzbehörde richtet ihre Anlagestrategie mehr und mehr auf Nachhaltigkeit aus. Bei der kurzfristigen Geldanlage werden neben den bewährten Anlagegrundsätzen Sicherheit, Liquidität und Rendite künftig Nachhaltigkeitsaspekte der Geschäftspartner in den Entscheidungsprozessen berücksichtigt. So kommen bei konkurrierenden Angeboten abgestufte Kriterien wie beispielsweise bestehende Nachhaltigkeitsratings, freiwillige Selbstverpflichtungen zum nachhaltigen Wirtschaften oder umzusetzende Nachhaltigkeitsleitbilder der Kreditinstitute zum Tragen.

 

Bereits seit Anfang des Jahres hat die Finanzbehörde außerdem die Anlagestrategie ihres Sondervermögens „Altersversorgung der Freien und Hansestadt Hamburg“ um Nachhaltigkeitsaspekte erweitert und plant, dies ebenfalls für das Sondervermögen „Finanzierung Schnellbahnausbau“ umzusetzen. Grundsätzlich darf nur in Wertpapiere investiert werden, die zuvor festgelegte Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. Die ausgewählten Nachhaltigkeitskriterien orientieren sich an internationalen Vereinbarungen wie den Klima- und Biodiversitätsabkommen. Sie richten sich nach festen Grenzwerten für Anteile von fossilen Brennstoffen und von Atomkraft am Primärenergieangebot. Des Weiteren umfassen die Kriterien Indikatoren zur Bewertung der Menschenrechtslage, von Korruption, Geldwäsche, Presse- und Versammlungsfreiheit sowie von Arbeitsschutznormen, und sie bewerten kontroverse Praktiken, die nachteilige Auswirkungen auf die Gesellschaft und die Umwelt haben.

 

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Gerade auch über die Haushalts- und Finanzpolitik können wir einen wichtigen Beitrag für mehr Nachhaltigkeit leisten. Schon jetzt gibt es viele gute Beispiele, wie ein ökonomisch, ökologisch und sozial nachhaltiges Handeln in den einzelnen Zuständigkeitsbereichen der Finanzverwaltungen gelingen kann: Ob durch Green Bonds, mittels Nachhaltigkeitsvorgaben an die öffentlichen Unternehmen oder für die Haushaltsaufstellung, durch Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsaspekten im Rahmen der öffentlichen Ausschreibung und des Einkaufs oder auch im Bereich des Liegenschaftswesens. Dass wir jetzt auch unsere Anlagestrategie mehr und mehr auf Nachhaltigkeit trimmen, ist ein weiterer wichtiger Schritt. Nicht zuletzt setzen wir damit auch eine Vereinbarung aus dem Koalitionsvertrag um.“

 

Hintergrund:

Im Bereich der längerfristigen Wertpapieranlage von Mitteln des Sondervermögens „Altersversorgung der Freien und Hansestadt Hamburg“ wird die Nachhaltigkeit der Anlage über die Auswahl entsprechender Emittenten sichergestellt. Die Emittenten, in deren Wertpapiere dann ausschließlich investiert werden darf, werden dabei von der Nachhaltigkeitsagentur ISS ESG anhand mehrerer, von der Finanzbehörde ausgewählter ESG-Kriterien überprüft. In Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorgaben und den jeweiligen Anlagerichtlinien dürfen die Sondervermögen „Altersversorgung der Freien und Hansestadt Hamburg“ und Sondervermögen „Finanzierung Schnellbahnausbau“ nur in Euro denominierte Wertpapiere deutscher Länder und deutscher Förderbanken investieren.

 

Rückfragen der Medien

 

Pressestelle der Finanzbehörde

Gänsemarkt 36, 20354 Hamburg

Telefon: +49 40 428 23-1662

E-Mail: pressestelle@fb.hamburg.de

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