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Tag der Seefahrer Impfkampagne für Seeleute mit positiver Bilanz

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Vor einem Jahr startete die Impfkampagne im Seemannsclub Duckdalben im Hamburger Hafen pünktlich zum jährlichen internationalen Tag der Seefahrer – damals erhielten 40 Seeleute aus Indien ihre erste Schutzimpfung gegen das Coronavirus. Die gemeinsame Aktion von Wirtschaftsbehörde, Sozialbehörde und dem Hafenärztlichen Dienst ist ein voller Erfolg: Inzwischen haben über 6.000 Seeleute unabhängig von ihrer Nationalität eine kostenfreie Impfung erhalten. Zudem sind viele europäische Hafenstädte dem Beispiel Hamburgs gefolgt und haben Impfangebote für Seeleute entwickelt.

Schiffe im Hamburger Hafen

Tag der Seefahrer: Impfkampagne für Seeleute mit positiver Bilanz

Während in Deutschland und vielen europäischen Ländern die Corona-Maßnahmen gelockert oder gänzlich abgeschafft wurden, gelten für das (weltweite) Reisen weiterhin viele unterschiedliche Regelungen. Diese betreffen auch die Seeleute, die berufsbedingt auf der ganzen Welt unterwegs sind.

Die Impfung dieser Berufsgruppe hat nicht nur dazu beigetragen, die globalen Lieferketten zu stabilisieren und mögliche Todesfälle durch Covid-19 an Bord zu vermeiden. Sie war meist auch die einzige Chance für die Besatzungen, ihre Familien in ihren Heimatländern wiederzusehen.

Morgen, am 25. Juni, ist der internationale Tag der Seefahrer.

Sozialsenatorin Dr. Melanie Leonhard: „Hamburg ist Deutschlands Tor zur Welt. Wir profitieren als internationaler Hafenstandort von der Vernetzung und globalen Mobilität. Damit geht aber auch eine besondere Verantwortung einher – vor allem für die Seefahrer. Der Schutz der eigenen Gesundheit ist nicht für die Beschäftigten selbst von großer Bedeutung. Es geht auch darum, dass sie sicher und gut geschützt in anderen Destinationen und dem Heimathafen von Bord gehen. Nicht zuletzt helfen die Schutzimpfungen, die globale Verbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen – das ist in unser aller Sinne.“

Wirtschaftssenator Michael Westhagemann: „Seeleute halten die Weltwirtschaft am Laufen. Sie transportieren Rohstoffe und Produkte mit riesigen Container-Schiffen über die Weltmeere. Die Auswirkungen der Corona-Pandemie sowie des Ukraine-Krieges haben die Bedeutung der Seeschifffahrt und insbesondere der Seefahrerinnen und Seefahrer unterstrichen. Die zum Teil wochenlangen Fahrten und Wartezeiten verlangen ihnen viel ab. Der Internationale Tag der Seefahrer soll uns für all das sensibilisieren. Ich freue mich deshalb sehr, dass Hamburg als Vorreiter hier ein starkes Impfangebot machen konnte, das zudem so gut angenommen wurde.“

Die meisten europäischen Hafenstädte haben inzwischen ähnliche Impfangebote für Seeleute entwickelt – Hamburg war hier Vorreiter in Deutschland. Zu den Herausforderungen der Aktion zählten nicht nur die Beschaffung und Finanzierung des Impfstoffs und die Organisation der Impftermine, sondern auch die Beratung der Seeleute. Diese waren – mitten in der Pandemie – häufig verunsichert und brachten ganz unterschiedliche Erfahrungen und teilweise Skepsis im Bezug aufs Impfen generell mit. Die Impfung ist und bleibt ein wichtiger Schutz gegen die Ansteckung mit dem Coronavirus und wird deshalb auch weiterhin allen Seeleuten angeboten.

Dr. Matthias Boldt, vom Zentrum für Impfmedizin des Instituts für Hygiene und Umwelt berichtet zur Durchführung der Impfungen: „Mit vereinten Kräften konnten über 6.000 Seeleute gegen Corona geimpft werden. Das ist eine tolle Gemeinschaftsleistung aller beteiligten Akteure: Der Verband der Hamburger und Bremer Schiffsmakler koordinierte zum größten Teil die Termine, die Seemannsmissionen stellten ihre Räumlichkeiten zur Verfügung und die mobilen Impfteams führten die Impfungen vor Ort durch. Hier zeigt sich wieder, dass wir in Hamburg über ein gut eingespieltes und leistungsfähiges Netzwerk verfügen.“

Rückfragen der Medien

Sozialbehörde
Martin Helfrich, Pressesprecher
Telefon: 040 42863-2889
E-Mail: pressestelle@soziales.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/sozialbehoerde

Institut für Hygiene und Umwelt
Sinje Lehmann, Pressesprecherin
Telefon: 040 42845-7304
E-Mail: pressestelle@hu.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/hu

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