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suchtberatung.digital Neues Angebot: Digitale Suchtberatung

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Wer eine Sucht entwickelt hat, sollte sich möglichst früh Hilfe holen. Viele greifen allerdings erst spät zur Hilfe durch Fachleute. Ein neues Online-Angebot soll Abhilfe schaffen. Kostenfrei und anonym gibt es künftig Hilfe per Klick aus verlässlicher Hand. Das neue Angebot suchtberatung.digital ist ab heute bundesweit verfügbar.

Taste mit der Aufschrift "Hilfe"

Neues Angebot: Digitale Suchtberatung

Das Beratungsangebot ist ab sofort auf www.suchtberatung.digital direkt über den Internetbrowser auf allen üblichen Endgeräten (Smartphone, Tablet, Laptop) nutzbar, es wird keine App oder Software benötigt. Über die Eingabe von Postleitzahl, Alter und Geschlecht gelangen die Hamburgerinnen und Hamburger zu ihrem spezifischen Beratungsangebot.

Mit einem Selbsttest kann überprüft werden, ob ein problematisches Verhalten vorliegt. Falls dies der Fall ist, bietet ein Online-Tool die Möglichkeit zur Selbstkontrolle: Mit einem Konsumtagebuch kann beispielsweise die Konsummenge und -häufigkeit dokumentiert werden, um ein konkretes Bild der Sucht zu erlangen.

Darauf basierend können Hinweise oder Verhaltensvorschläge angenommen werden. Auf Wunsch besteht auch die Möglichkeit zu einer individuellen Video-Beratung – und wenn der Bedarf besteht, können Betroffene auch in eine vertrauliche, persönliche Beratung vor Ort in einer professionellen Beratungsstelle wechseln oder zwischen online und physischer Beratung wechseln.

Hinter dem Angebot stehen bundesweit 40 Beratungsstellen, 14 Bundesländer beteiligen sich.

In Hamburg finanziert die Sozialbehörde die Einrichtungen Frauenperspektiven, JHJ-Suchtberatung und drogen.beratung.kö. Damit wurden bewusst drei sehr verschiedene Angebote ausgewählt, sodass im Rahmen der Online-Beratung ein breites Spektrum abgedeckt wird.

Erstmals wird damit die Brücke geschlagen zwischen einem Online-Ratgeber und einer echten Einzelfallberatung: Betroffene können nicht nur allgemeine Ratschläge nachlesen, sondern können sich schrittweise einer professionellen Suchtberatung nähern.

Die länder- und trägerübergreifende Plattform macht es möglich, dass jede und jeder auch eine wohnortnahe Hilfe bekommt.

Pilotprojekt bis 2023: Hamburg mit drei Beratungsstellen beteiligt

Süchte führen regelmäßig dazu, dass die Betroffenen ihren Alltag nicht mehr beherrschen oder andere Störungen auftreten. Oft gehen Betroffene den Schritt hin zu professioneller Hilfe aber nicht bereits dann, wenn die Sucht erstmals vorliegt, sondern erst sehr viel später: Das Durchschnittsalter beim Erstkontakt mit der Beratung liegt für Alkoholsucht bei über 40 Jahren – durchschnittlich vergehen laut Hamburger Basisdatendokumentation (BADO) der Suchthilfe 11 Jahre zwischen Störungsbeginn und erster Beratung.

Ein Großteil der Klientinnen und Klienten macht bereits in der frühen Jugend Erfahrungen im Umgang mit Alkohol. Aber auch bei anderen Substanzen dauert es im Mittel etwa zehn Jahre von Störungsbeginn bis zum Erstkontakt mit der Suchtberatung. In dieser Zeit häufen sich die einzelnen mit der Sucht verbundenen Probleme an.

Ziel des neuen Angebots ist es daher, dass Betroffene sich mit dem digitalen Angebot schon früher Hilfe holen und die Schwelle in das Hilfesystem zu verringern. 

Mit suchtberatung.digital geht die Beratungsplattform nach einer Konzeptions- und Pilotphase nun in den Modellbetrieb. Die Modellphase läuft voraussichtlich bis September 2023, im Anschluss sollen die Erfahrungen ausgewertet und je nach Bedarf weitere Beratungsstellen integriert werden.

Kontakt

Martin Helfrich

Pressesprecher

Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration
Pressestelle
Hamburger Straße 47
22083 Hamburg
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Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte unter Tel. 115 an den Telefonischen HamburgService oder nutzen Sie den Behörden-Chatservice Frag-den-Michel. Der Behördenfinder informiert über die zuständige Einrichtung und Ansprechpartner in der Verwaltung.

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