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Digitalisierung Schulsenator Rabe stellt Leuchtturm-Projekt „Makerhubs“ vor

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Digitale Erfinderwerkstätten in elf Hamburger Schulen

Schulsenator Ties Rabe hat das digitale Leuchtturm-Projekt „Makerhubs“ vorgestellt: „Makerhubs sind mit Computern und Digitaltechnik gut ausgestattete Erfinderwerkstätten, in denen Schülerinnen und Schüler zum Beispiel programmieren oder Roboter erforschen können, aber auch löten, 3D-Drucker nutzen, sticken, nähen, hämmern, sägen, Podcasts aufnehmen und Greenscreen-Videos erstellen. Die Schulbehörde richtet jetzt an elf Grundschulen, Stadtteilschulen und Gymnasien solche Makerhubs ein, um die sogenannten „21st century skills“ (zukunftsweisende persönliche Kompetenzen) gezielt zu fördern. Dabei werden die einzelnen Techniken eher nebenbei erlernt, denn im Mittelpunkt steht das Lösen eines Problems oder die Herstellung eines Produkts. Ich bin schon jetzt sehr gespannt auf die Lernerfolge, die in diesem zukunftsweisenden Projekt erzielt werden können. Die Schulbehörde fördert das Projekt insgesamt mit rund 500.000 Euro.“

Schulsenator Rabe stellt Leuchtturm-Projekt „Makerhubs“ vor

Die Grundschule Stockflethweg in Langenhorn ist eine von elf Schulen, die innerhalb dieses Projekts der Schulbehörde einen Makerhub in ihren Schulalltag integriert. In diesem Raum findet bereits ab dem Grundschulalter ein Lernen statt, das sich an den Grundsätzen der „Maker Education“ und dem „4K-Modell des Lernens“ (Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken) orientiert. Im Vordergrund steht hier das Machen: Es gibt verschiedene Schwerpunkte, die räumlich so geschickt unterteilt sind, dass die Schülerinnen und Schüler an vielen verschiedenen Projekten gleichzeitig arbeiten können. Während eine Gruppe beispielsweise in der „Gesprächsecke“ eine Lösung für ein Problem mit ihrem Roboter bespricht, programmiert eine weitere Gruppe den Mikocomputer „Calliope Mini“ so, dass er zum Thermometer wird, und wieder eine weitere Gruppe stellt in der Küche Strom leitende Knete her, die später für Experimente genutzt werden kann.

Die Schulbehörde will das Potenzial eines solchen Lernortes nutzen, begleitet und unterstützt zunächst elf Grundschulen und weiterführende Schulen auf ihrem Weg. Im seit September 2021 startete die Planungsphase, das Projekt läuft bis Juni 2023 und umfasst die Planung und den Aufbau von Makerhubs an Hamburger Schulen sowie deren langfristige Integration in den Schulalltag. Für die Makerhubs sind Investitionen von bis zu 35.000 Euro pro Schule vorgesehen, finanziert u.a. aus dem Bundesprogramm für ganztägigen Lernen. Hinzukommen können Investitionen in bauliche Veränderungen und Anpassungen.

Dabei steht das aktive Handeln der Schülerinnen und Schüler im Vordergrund. Am Ende des Projekts werden voraussichtlich elf sehr unterschiedliche Lernorte im Sinne entstehen und genutzt werden. Genau das ist gewünscht und notwendig, möchte man Räume schaffen, die fester Bestandteil des aktiven Schullebens werden und möglichst oft genutzt werden.

Schulsenator Rabe: „Um ein solches Projekt in dieser Größenordnung durchzuführen, braucht es Mut und Neugierde – von allen Beteiligten. Gemeinsam werden völlig neue Wege beschritten, es gilt, umzudenken, loszulassen und nicht nur auf Seiten der Lernenden Fehler zuzulassen und sie als selbstverständlichen Teil des Prozesses anzuerkennen. Das Resultat eines solchen Prozesses darf heute an der Grundschule Stockflethweg erlebt werden.“

Susanna Eckhoff, Schulleiterin der Grundschule Stockflethweg: „Der Makerhub ist ein offener, wertfreier Lernraum, in dem die Kinder Werkzeug, Technik und Materialien für ein projektbasiertes, problemorientiertes Arbeiten vorfinden. Sie arbeiten im Team an eigenen Projekten und erfahren Selbstwirksamkeit durch tüfteln und ausprobieren. Scheitern erlaubt! Der Makerhub ist offen für alle und kann im Rahmen von Unterricht, offenen Zeiten, aber auch im Rahmen von Veranstaltungen durch Groß und Klein genutzt werden.“

Die Stabsstelle Digitalisierung der Schulbehörde begleitet die elf Schulen auf ihrem Weg zum Makerhub mit eigener und externer Expertise und hat sich dazu mit dem ISE-Lab am Landesinstitut für LehrerbiIdung und Schulentwicklung (LI) vernetzt. Die Schulen sind untereinander vernetzt und werden in Tutorengruppen individuell betreut.

Bis zum Schuljahresende 2022/23 werden die elf Schulen ihre jeweiligen Makerhubs unter Beteiligung von Schülerinnen und Schülern mindestens fünf weiteren selbst gewählten Schulen vorstellen und Einblicke in den Entstehungsprozess und die Lernkonzepte geben. Am Ende des Projekts werden elf unterschiedliche Makerhubs entstanden sein. Das ist beabsichtigt, um Räume zu schaffen, die nach Bedarf und Schwerpunkt der jeweiligen Schule fester Bestandteil des Unterrichtsraumkonzeptes und des aktiven Schullebens sein und intensiv genutzt werden. 

In einem digitalen Kurs im zentralen Lernmanagementsystem lms.lernen.hamburg sind wesentliche Schritte und Überlegungen zur Etablierung eines Makerhubs an einer Schule unter Berücksichtigung der besonderen Anforderungen der Primar- und Sekundarstufe zusammengefasst und können allen Hamburger Schulen zur Verfügung gestellt werden.

Die elf Schulen dienen in Zukunft als Multiplikatoren, deren Makerhubs als Leuchttürme. Durch sie soll das vielen Lehrenden noch nicht greifbare Konzept des Makerhubs als Lernraum konkret sicht- und erlebbar werden. Für Schulbau Hamburg können diese Räume von hohem Wert sein um Raum- und Lernkonzepte der Zukunft sehen und zeigen zu können.

Projekt-Schulen „Makerhubs“

  • Grundschule Ernst Henning Straße (Bergedorf)
  • Grundschule Stockflethweg (Langenhorn)
  • Grundschule Sterntaler Straße (Billstedt)
  • Stadtteilschule Stübenhofer Weg (Grund- und Stadtteilschule, Wilhelmsburg)
  • Stadtteilschule Wilhelmsburg (Grund- und Stadtteilschule)
  • Goethe Schule Harburg (Stadtteilschule)
  • Max-Brauer-Schule (Grund- und Stadtteilschule, Ottensen/Bahrenfeld)
  • Stadtteilschule Winterhude (Grund- und Stadtteilschule)
  • Gymnasium Altona Gymnasium Bondenwald (Niendorf)
  • Gymnasium Osterbek (Bramfeld)


Kontakt

Peter Albrecht

Hamburger Straße 31
22083 Hamburg
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