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Beginn des Modellprojekts Pension für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der EU

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Heute startet die Stadt Hamburg das Modellprojekt Pension für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der EU. Ziel des Projekts ist es, Menschen aus der EU, die durch den Verlust des Arbeitsplatzes oder zu geringe Lohnzahlungen unverschuldet in Wohnungsnot geraten, gezielt bei der Suche nach Arbeit zu unterstützen.

Symbol eines Daches, darunter eine grüne Welle

Beginn des Modellprojekts: Pension für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der EU

Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer: „Hamburg startet mit der Pension für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der EU ein wichtiges Modellprojekt. Es ergänzt dabei die bestehenden Angebote des Hamburg Welcome Center. Das Projekt richtet sich gezielt an erwerbsfähige Menschen aus dem EU-Ausland, die durch den Verlust des Arbeitsplatzes oder zu geringe Lohnzahlungen unverschuldet in Wohnungsnot geraten. In diesen Fällen bietet das Projekt eine schnelle Hilfe bei der Arbeitsplatzsuche. Gleichzeitig wird ein vorübergehendes Wohnangebot gemacht. Hierfür greifen wir auf unsere bewährten Strukturen zurück. Das Hamburg Welcome Center hilft bei der Arbeitsvermittlung und Fördern & Wohnen (f & w) bei der Unterbringung. Mit der Pension für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beugen wir so einer Obdachlosigkeit vor und ermöglichen eine zügige Rückkehr in Beschäftigung.“

Potenzielle Kandidaten für das Projekt, das auch an von Ankunftsobdachlosigkeit bedrohte Menschen aus der EU adressiert ist, werden aus der Beratungsklientel der Servicestelle Arbeitnehmerfreizügigkeit bzw. des HWC rekrutiert. Sie können aber auch von Unterkünften, Übernachtungsstellen oder Tagesaufenthaltsstätten von f & w oder Wohlfahrtsverbänden etc. benannt werden.

Die konkrete Auswahl erfolgt anhand der Bewertung der Arbeitsmarktnähe. Kriterien hierfür sind unter anderem die vorliegenden Abschlüsse, die Sprachfähigkeiten und bereits vorhandene Berufserfahrung. Zur Ermittlung dieser Kriterien wird ein Beratungsgespräch durchgeführt. Bei Arbeitsmarktnähe wird dann ein verbindlicher Perspektivplan zu Arbeitsmarktintegration und Unterbringung getroffen. Dieser Plan umfasst die Einschaltung des Labour Market Service (LMS) im HWC und gegebenenfalls der Arbeitsverwaltung (Agentur für Arbeit/Jobcenter team.arbeit.hamburg) sowie den Abschluss eines Mietvertrags zur kostenlosen Pensionsunterbringung. Sie umfasst Unterbringungsmöglichkeiten in Einzel- oder Doppelzimmern und jeweils eine Gemeinschaftsküche zur Selbstverpflegung. Die beiden Standorte der Pension liegen in Hamburg-Eimsbüttel.

Die eigentliche arbeitsmarktliche Betreuung übernimmt dann der LMS. Sie umfasst unter anderem die Kompetenzfeststellung, Hilfe beim Erstellen von Bewerbungen und die konkrete Suche nach Stellen. Dabei nimmt der LMS insbesondere Branchen mit aktuell hohem Arbeitskräftebedarf in den Blick. Die Betreuung kann auch nach Beschäftigungsaufnahme weitergeführt werden, wenn zum Beispiel perspektivisch noch eine andere, qualifiziertere Tätigkeit angestrebt wird. Nach spätestens vier Wochen erfolgt eine gemeinsame Bestandsaufnahme zur Planung der nächsten Schritte. Die Entscheidung über eine weitere Projektteilnahme hängt von der Prognose zur Zielerreichung ab. Sollte nach sechs Wochen die Vermittlung zwar noch nicht erfolgt, aber in naher Zukunft realistisch sein, kann die Betreuung um weitere max. sechs Wochen verlängert werden.

Ist die Vermittlung in Beschäftigung erfolgreich, wird die Pensionsunterbringung zügig beendet. Bei Nicht-Vermittlung in die Beschäftigung erfolgt eine Rückkehrberatung.

Mit der Pension für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der EU wird ein Auftrag aus dem Regierungsprogramm umgesetzt. Das Projekt ist vorerst auf drei Jahre befristet. Nach 18 Monaten erfolgt eine erste Evaluation und nach drei Jahren dann eine Abschlussevaluation.

Weitere Informationen zur Pension für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus der EU sind zukünftig auch auf www.welcome.hamburg.de zu finden.

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Wolfgang Arnhold

Pressesprecher

Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration
Pressestelle
Hamburger Straße 47
22083 Hamburg
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