Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Welt-HPV-Tag Impfung im Alter von 9 bis 14 Jahren schützt vor späteren Krebserkrankungen

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Am 4. März macht der Welt-HPV-Tag auf das Risiko von Krebserkrankungen durch Humane Papillomviren (HPV) und die schützende Impfung aufmerksam, die von der STIKO seit 2018 auch für Jungen empfohlen wird. Deutschland liegt bei den Impfquoten europaweit im untersten Drittel. Um die Impfquote in Hamburg zu erhöhen, gibt es seit Anfang des Jahres zusätzliche Impfangebote und Ärztinnen und Ärzte klären Eltern und ihre Kinder vermehrt über die HPV-Impfung auf.

Kindergrupe

Welt-HPV-Tag: Impfung im Alter von 9 bis 14 Jahren schützt vor späteren Krebserkrankungen

Fast alle Menschen stecken sich im Laufe ihres Lebens über sexuelle Kontakte mit HPV an. Die meisten Infektionen verlaufen unbemerkt ohne Krankheitszeichen und heilen ohne Folgen wieder aus.

Doch nicht immer gelingt es dem Körper, die Viren abzuwehren. Bleibt die Infektion bestehen, können manche HPV-Typen Genitalwarzen hervorrufen oder Veränderungen an Zellen verursachen, aus denen sich - auch noch 15 Jahre nach dem Kontakt mit dem Virus - Krebs entwickeln kann: vor allem am Gebärmutterhals, aber auch am After, am Penis sowie im Mund-Rachen-Raum.

Eine Impfung gegen HPV verringert nicht nur deutlich das Risiko einer späteren Erkrankung, sondern auch Infektionen bei zukünftigen Sexualpartnerinnen und -partnern.

Laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) erkranken in Deutschland jährlich etwa 6.250 Frauen und rund 1.600 Männer an Krebs, der durch eine HPV-Infektion verursacht wurde. Die Impfquote ist in Deutschland im Vergleich mit anderen europäischen Ländern niedrig. In Hamburg sind laut KV-Impfsurveillance (Stand: 2020, wegen Datenumstellung) weniger als 50 Prozent der 15-jährigen Mädchen und nur knapp 15 Prozent der 15-jährigen Jungen durch eine vollständige Impfserie geschützt.

Anlässlich des Welt-HPV-Tags am 4. März hat die Sozialbehörde Ärztinnen und Ärzte darum gebeten, Eltern und ihre Kinder vermehrt über die HPV-Impfung aufzuklären und dadurch die Impfquoten zu erhöhen.

Zielgruppengerechte Informationen sind für den Abbau von evtl. Impfhürden genauso wichtig wie niedrigschwellige Impfangebote. Die Impfung kann von Ärztinnen und Ärzten der Kinder- und Jugendmedizin, der Allgemein- oder Inneren Medizin oder von Frauenärztinnen und -ärzten durchgeführt werden. Seit Anfang 2024 bietet Hamburg HPV-Impfungen zusätzlich im Impfzentrum des Instituts für Hygiene und Umwelt sowie in einigen Gesundheitsämtern an.

Weiterführende Informationen zu Terminen und Öffnungszeiten erhalten Sie im Internet unter www.hamburg.de/impfen.

Hintergrund

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die HPV-Impfung bereits seit 2007 für Mädchen und seit 2018 auch für Jungen im Alter von 9 bis 14 Jahren. Jugendliche, die bis zum Alter von 15 Jahren noch nicht gegen HPV geimpft worden sind, sollten die Impfung möglichst noch vor dem 18. Geburtstag nachholen. Die Impfung schützt am besten, wenn sie vor dem ersten Sexualkontakt - über den die Erreger übertragen werden - durchgeführt wird. Zwischen neun und 14 Jahren sind zwei Impfdosen im Abstand von sechs Monaten für einen langjährigen Schutz erforderlich, bei älteren Jugendlichen sind drei Impfdosen empfohlen.

Rückfragen der Medien

Karte vergrößern

Wolfgang Arnhold

Pressesprecher

Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration
Pressestelle
Hamburger Straße 47
22083 Hamburg
Adresse speichern


Kontakt

Informationen für Bürgerinnen und Bürger

Bei Nachfragen wenden Sie sich bitte unter Tel. 040 115 an den Telefonischen HamburgService oder nutzen Sie den Behörden-Chatservice Frag-den-Michel. Der Behördenfinder informiert über die zuständige Einrichtung und Ansprechpartner in der Verwaltung.

Themenübersicht auf hamburg.de

Presseservice

Anzeige
Branchenbuch