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UV-Messung in Hamburg Mehr regionale Daten für besseren UV-Schutz

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Der Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne gewinnt vor dem Hintergrund des Klimawandels in vielen Städten an Bedeutung. Damit sich Bürger:innen künftig noch besser über die aktuelle UV-Belastung in ihrer Stadt informieren und vor Hautkrebs schützen können, baut das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) sein UV-Messnetz weiter aus. Zusammen mit der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz nimmt das BfS dafür pünktlich vor dem Start des Hafengeburtstags eine neue UV-Messstation in Hamburg in Betrieb.

Das neue Messgerät hängt an einem Geländer auf einem Hausdach nähe der Elbe.

UV-Messung in Hamburg: Mehr regionale Daten für besseren UV-Schutz

Die neue Messsonde steht in unmittelbarer Nähe der Landungsbrücken auf dem Dach des Hauses des Deutschen Wetterdienstes. Sie ermittelt von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang den aktuellen UV-Index. In Norddeutschland kann er in den Sommermonaten Werte bis zu 8 erreichen. Schutz vor der UV-Strahlung der Sonne ist bereits ab einem Wert von 3 notwendig. Ab dem 6. Mai werden die Messdaten der Sonde über die Internetseiten des BfS und der Stadt Hamburg zur Verfügung gestellt.

Verbraucherschutzsenatorin Anna Gallina: "Das bundesweite UV-Messnetz besteht aus rund 40 Orten. Die für Hamburg nächstgelegene Station ist Lüneburg. Jetzt bekommt unsere Stadt eine eigene UV-Messstation. Oft unterschätzt man das Risiko der UV-Strahlung. Mit regional exakteren Daten für Hamburg verbessern wir nun den Service für die Menschen, die hier leben oder in der Stadt zu Besuch sind. Sie können sich so noch besser über die aktuelle UV-Belastung informieren."

BfS-Präsidentin Inge Paulini: "UV-Strahlung ist ein Risiko für die Gesundheit. In der Bevölkerung ist das zwar bekannt, es wird jedoch häufig unterschätzt, wie wir aus Umfragen wissen. Insbesondere bei der Planung von Sport- und anderen Freizeitaktivitäten kann der UV-Index bei der Risikoeinschätzung helfen. Der UV-Index gibt auch Orientierung zu Sonnenschutzmaßnahmen. Wer sich informiert, kann sich entsprechend schützen und den Sommer genießen."

Hamburg ist vom 14. Juni bis zum 14. Juli eine der zehn Gastgeberstädte der Fußball-Europameisterschaft 2024. Das Bundesamt für Strahlenschutz möchte mit dem erweiterten Angebot im Rahmen der EM auch Fans über den UV-Index und UV-Schutz informieren.

Der UV-Index wurde von der WHO definiert und ist ein international einheitliches Maß, das auf einer Skala von 1 bis 11+ anzeigt, wie intensiv die UV-Strahlung der Sonne am Erdboden ist. Bestimmten Werten sind Empfehlungen zum Sonnenschutz zugeordnet:

  • Bei Werten von 1 bis 2: Es sind keine Schutzmaßnahmen erforderlich.
  • Ab einem Wert von 3 sind Schutzmaßnahmen erforderlich: in den Mittagsstunden Schatten suchen, schützende Kleidung, Hut und Sonnenbrille tragen, Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Schutzfaktor benutzen.
  • Bei Werten von 8 und darüber ist die Belastung sehr hoch, Schutzmaßnahmen sind dann absolut notwendig. So sollte man sich in der Mittagszeit möglichst nicht draußen aufhalten, unbedingt tagsüber Schatten aufsuchen, entsprechende Kleidung, Hut und Sonnenbrille tragen und Sonnenschutzmittel mit ausreichendem Lichtschutzfaktor nutzen.

Seit 2006 veröffentlicht das BfS den UV-Index auf Basis der gemessenen Daten des deutschen UV-Messnetzes auf seiner Website. Das UV-Messnetz ist ein Zusammenschluss mehrerer Institutionen und Behörden, die zusammen mittlerweile 42 Stationen betreiben. Damit ist das deutsche UV-Messnetz im internationalen Vergleich führend.

Abgerufen werden können die UV-Messdaten unter https://www.bfs.de/uv-aktuell. Die Stadt Hamburg wird den aktuellen Tagesverlauf außerdem unter www.hamburg.de/sonnenbaden zur Verfügung stellen.

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