Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Neue Linienbestimmung für Hafenquerspange

Senat beantragt beim Bund südlichen Trassenverlauf

Der Senat hat heute beschlossen, beim Bund eine Änderung der Linienbestimmung für den Trassenverlauf der Hafenquerspange zu beantragen und nun einen südlichen Verlauf zu verfolgen. Auf dieser Grundlage können die weiteren Entwurfs- und Genehmigungsplanungen vorangetrieben werden. Die neue Linie soll westlich von Moorburg an die geplante A26 anschließen und endet im Osten im Bereich der Anschlussstelle Stillhorn an der A1. Diese Linienbestimmung ersetzt die 2005 beim Bund beantragte Nordtrasse über den Spreehafen. 

Neue Linienbestimmung für Hafenquerspange

Stadtentwicklungssenatorin Anja Hajduk sagte bei der Vorstellung der neuen Linienbestimmung: „Wir beantragen nun offiziell bei dem Bund, was wir seit März letzten Jahres intensiv diskutiert haben. Diese neue Linienbestimmung hat den Vorteil, dass sie den Durchgangsverkehr in Harburg und Wilhelmsburg bündelt und damit weniger Belastungen für die Anwohner mit sich bringt, als die bisher geplante Nordtrasse. Die nördliche Linienführung hätte zudem wie eine Barriere dem Sprung über die Elbe entgegengestanden und deutliche Belastungen für die Bewohner im Norden Wilhelmsburgs und der Veddel gebracht. Auch bei der südlichen Trassenführung setzen wir uns von Beginn an für eine möglichst geringe Belastung für die Anwohner ein. Um eine verkehrliche Entlastung in Wilhelmsburg zu erreichen, wird es daher unter anderem nicht möglich sein, von der Hafenquerspange auf die Wilhelmsburger Reichsstraße abzubiegen und wird die Trasse im Bereich der Kornweide als Tunnel gebaut.“ 

Wirtschaftssenator Axel Gedaschko sagte zu den neuen Planungen: „Wir brauchen die Hafenquerspange schnell und dringend. Die Südtrasse ist die einzig machbare Lösung, wenn es um die Realisierung dieses für die Hafen- und Verkehrswirtschaft so überaus bedeutenden Vorhabens geht. Auf diese Weise wird auch die gleichfalls dringend erwartete Weiterplanungsmöglichkeit für die A 26 geschaffen. Die Trassenplanung der Hafenquerspange sieht vor, dass einerseits viele Bereiche vom Verkehr entlastet werden und andererseits die Autobahn planmäßig so gestaltet wird, dass durch Lärmschutz, Tunnellösung und Tieflagen die Umgebung geschont werden wird. Lassen Sie uns nun alles dafür tun, die Hafenquerspange zu einer echten und tatsächlich befahrbaren Lösung zu machen. Jetzt besteht die einmalige Chance, nach jahrlangen Planungen und Diskussionen endlich die Hafenquerspange zu realisieren.“ 

In den letzten Monaten wurden verschiedene Varianten einer Hafenquerspange nach unterschiedlichen Maßgaben untersucht. Dabei schnitt die jetzt beantragte 9,4 Kilometer lange und rund 715 Millionen Euro teure Südtrasse insgesamt gesehen am besten ab. Bei der westlichen Anbindung der A26 an die A7 hat der Senat eine umweltverträglichere Variante gewählt, die nördlich von dem Umspannwerk an der Waltershofer Straße verläuft, auch wenn diese finanziell und technisch anspruchsvoller ist. Nach der Linienbestimmung folgen jetzt die konkreten Planungen. Dabei werden unter anderem auch die Ergebnisse des Gesamtverkehrskonzeptes berücksichtigt, dass die BSU bis November 2010 für den Süderelberaum vorlegen wird.

 

Parallel zum Linienbestimmungsverfahren werden nun mit dem Bund Gespräche über die Finanzierungs- und Realisierungsmöglichkeiten geführt. Von diesen Gesprächen wird der weitere Verlauf abhängen. Ab 2011/2012 könnte das Planfeststellungsverfahren eingeleitet werden.

 

  

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