Behörde für Wirtschaft und Arbeit

Grundsteinlegung für das „Laser Zentrum Nord“

Baubeginn für Top-Projekt des Bundeskonjunkturprogramms

Am Bergedorfer Schleusengraben feierten heute rund 150 Gäste aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik die Grundsteinlegung des Laser Zentrum Nord (LZN).

Grundsteinlegung für das „Laser Zentrum Nord“

Eingeladen hatte die Geschäftsführung der Laser Zentrum Nord GmbH, Bauherrin und künftige Betreiberin des Zentrums für angewandte Laserforschung und -ausbildung.

 

In seinem Grußwort betonte Wirtschaftssenator Ian Karan die Bedeutung der Konjunkturprogramme und des LZN für den Standort Hamburg: „Das Bundeskonjunkturpaket und die Hamburger Konjunkturmittel haben ein Volumen von insgesamt 750 Millionen Euro. Die daraus finanzierten Maßnahmen bewirken nachhaltige und dauerhafte positive strukturelle Effekte. Das Laserzentrum Nord wird als Bindeglied zwischen Grundlagenforschung und Anwendung innovative Impulse für die Hamburger und norddeutschen Unternehmen bewirken und damit ihre Konkurrenzfähigkeit stärken.“

Laser Zentrum Nord (LZN)Weitere Redner waren Bezirksamtsleiter Dr. Christoph Krupp, Dr. Michael Pyra, Mitglied der Geschäftsführung Hauni Maschinenbau AG, Architekt Volker Halbach, blauraum und Professor Dr. Claus Emmelmann, Leiter Institut für Laser- und Anlagensystemtechnik der Technischen Universität Hamburg Harburg (iLAS) und Geschäftsführer LZN. 

Aus den zur Verfügung stehenden 13 Millionen Euro des Konjunkturpaketes werden der Neubau am Schleusengraben und Spezialanlagen für Laseranwendungen finanziert. Als wichtigster Industriepate hat sich die Körber-Gruppe über ihre Konzerngesellschaft Hauni Maschinenbau AG mit 2 Millionen Euro zur Grundfinanzierung der ersten fünf Jahre für das LZN engagiert. „Laser sind bei uns schon heute fest etabliert. Wir sehen darüber hinaus zahlreiche neue mögliche Anwendungen mit innovativen Laser- und Anlagensystemen in der Körber-Gruppe, die wir zusammen mit dem LZN erschließen wollen“, sagt Richard Bauer, Vorstandsvorsitzender der Körber AG.

Die Laseranwendung ist eine Querschnittstechnologie, die branchenübergreifend in den Hamburger Schwerpunktclustern entscheidende Innovationsschübe setzen und neue Anwendungsfelder aufbauen wird. Das LZN wird seinen Kunden komplette Wertschöpfungsketten darstellen. Dies bedeutet für die Unternehmen, die drei wichtigen Innovationsparameter Kosten, Qualität und Zeit bewerten- und als Basis unternehmerischer Investitionsentscheidungen nutzen zu können. 

Professor Claus Emmelmann: „Gerade im Hinblick auf den stark wachsenden Markt der Optischen Technologien gilt es, mit der rasanten Entwicklung der Lasertechnologie Schritt zu halten und so die Stärken der Region weiter auszubauen. Hierzu hat das LZN bereits in der Entwicklung und Anwendung der 3D Laserdrucktechnik, die nach Expertenmeinung eine Revolution für die industrielle Produktion bedeutet, eine weltweit führende Position eingenommen.“

Das Gelände am Schleusengraben ist eine der letzten großen freien Gewerbeflächen Hamburgs. Bezirksamtsleiter Dr. Christoph Krupp „Das Laser Zentrum Nord ist für Bergedorf die Initialzündung zur Entwicklung der Schleusengärten, einem Stadtviertel für Arbeiten, Wohnen und Freizeit. Es bietet darüber hinaus der Bergedorfer Wirtschaft und ihren hochspezialisierten Unternehmen beste Chancen, Zukunftstechnologien in unmittelbarer Nähe zu nutzen.“ 

Bauherrin und Bezirk haben von Anfang an Wert darauf gelegt, eine an den Standort angepasste, ansprechende Architektur zu schaffen. Architekt Volker Halbach: „Der Entwurf versteht sich als Mediator zwischen Hightech und Natur. Als Inspirationsquelle für die Kubatur des Neubaus diente die Präzision und Scharfkantigkeit der innovativen Lasertechnologie. Ausdrucksstarkes Element des Entwurfs bilden die Fassaden sowie das Dach des Neubaus.“

Die Bauarbeiten werden etwa ein Jahr dauern, so dass die LZN GmbH im Herbst 2011 einziehen kann.