Behörde für Kultur und Medien

Denkmalschutz für Hotel Atlantic Kempinski

Jetzt ist es offiziell: das Hotel Atlantic steht nun rechtskräftig und für alle sichtbar unter Denkmalschutz. Heute haben der Senator für Kultur und Medien, Reinhard Stuth und Hoteldirektor Peter Pusnik die Unterschutzstellung mit einer Denkmalplakette besiegelt.

Denkmalschutz für Hotel Atlantic Kempinski

Das Grandhotel wurde schon länger als „erkanntes Denkmal“ geführt. Seit dem 4. Oktober ist es ein „geschütztes Denkmal“.

Das Hotel Atlantic dokumentiert als außergewöhnlich gut erhaltenes, qualitativ hochwertiges Beispiel den inzwischen seltenen Typ des „Palast-Hotels“. Dessen Merkmale sind eine luxuriöse Ausstattung, der Anspruch und die Größe des Hauses. Der fünfgeschossige Altbau besteht aus vier Gebäudeflügeln, die um einen Innenhof angelegt sind. Im Nordwesten hat er eine Palastfassade. Das Hotel veranschaulicht auch die großbürgerlichen Lebensverhältnisse im späten Kaiserreich. Dazu gehörten auch Reisen mit entsprechend luxuriösen Unterkünften. Der Erhalt des Gebäudes liegt daher aus stadt-, architektur- und sozialgeschichtlichen Gründen im öffentlichen Interesse. 

Der Senator für Kultur und Medien, Reinhard Stuth unterstrich die Vielfalt der schützenswerten Bauwerke: „Dieses prominente Denkmal zeigt, welche historische und gesellschaftliche Bandbreite die Hamburger Denkmallandschaft umfasst – die Tankstelle aus den 1950er Jahren und das Hundertwassercafé sind ebenso dabei wie die Hauptkirche St. Katharinen und dieses beeindruckende Grandhotel der Jahrhundertwende.“ Neben dem Atlantic sind insgesamt mehr als 1.800 Denkmäler in Hamburg auf der Liste der geschützten Denkmäler eingetragen. Hoteldirektor Peter Pusnik erklärte: „Das Hotel Atlantic ist untrennbar mit der Geschichte der Hansestadt verbunden und prägt durch seine Architektur das Stadtbild. Dass es nun unter Denkmalschutz gestellt wurde, unterstreicht die Bedeutung des Hauses als eines der Wahrzeichen der Stadt.“

Das Hotel Atlantic wurde zwischen 1907 und 1909 gebaut. Die Pläne für das repräsentative Gebäute lieferte das Bremer Architekturbüro von Friedrich Wellermann und Paul Frölich. Im Mai 1909 wurde es mit einem feierlichen Gala-Dinner eröffnet. Das Grandhotel zielte von Anfang an auf anspruchsvolles Publikum ab, zum Beispiel auf Überseepassagiere. Bis heute stehen prominente Besucher auf der Gästeliste des Traditionshauses: vom Schah von Persien, über Herbert von Karajan bis hin zu den Rolling Stones und Arnold Schwarzenegger. Berühmter Dauergast im Hotel Atlantic ist der Rockmusiker Udo Lindenberg.

Für Rückfragen: 

Jannika Eibach
Hotel Atlantic Kempinski Hamburg
Telefon: 040 2888 801
jannika.eibach@kempinski.com 

  

Unten finden Sie das vollständige Denkmal-Gutachten zum Download.

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