Behörde für Justiz und Gleichstellung

Amtseinführung der Präsidentin des Hanseatischen Oberlandesgerichts und des Präsidenten des Hamburgischen Verfassungsgerichts

Amtseinführung der Präsidentin des Hanseatischen Oberlandesgerichts und des Präsidenten des Hamburgischen Verfassungsgerichts

Justizsenator Carsten Lüdemann hat heute Erika Andreß (53) als Präsidentin des Hanseatischen Oberlandesgerichts und Gerd Harder (60) als Präsidenten des Hamburgischen Verfassungsgerichts in ihr Amt eingeführt.

Erika Andreß absolvierte zunächst eine Ausbildung zur Rechtsanwalts- und Notarsgehilfin. Nach ihrem Abitur am Abendgymnasium Bremen begann sie ihre juristische Ausbildung in Hamburg und trat 1989 in den Hamburgischen Justizdienst ein. Ihr Weg führte sie zunächst an das Amtsgericht Hamburg-Harburg, wo sie in unterschiedlichen – vor allem zivil- und familienrechtlichen – Abteilungen tätig war. Nach einjähriger Abordnung an das Hanseatische Oberlandesgericht wurde sie im Juni 1998 zur Richterin am Oberlandesgericht ernannt. Im Jahr 2000 folgte die Ernennung zur Direktorin des Amtsgerichts Hamburg-Harburg.

Neben ihrer spruchrichterlichen Tätigkeit hat Erika Andreß vielfältige Aufgaben der Justizverwaltung, der Justizorganisation und der Juristenausbildung übernommen: So war sie im Präsidum der Amtsgerichte und später in der Präsidialabteilung des Oberlandesgerichts tätig; sie war Vorsitzende der Öffentlichen Rechtsauskunfts- und Vergleichsstelle und Mitglied im Vorstand des Hamburgischen Richtervereins. Darüber hinaus hat Erika Andreß wichtige strukturelle und organisatorische Reformprojekte der Justiz mitgestaltet. Für die Juristenausbildung engagiert sie sich im Justizprüfungsamt, wo sie im Jahr 2004 zur stellvertretenden Leiterin berufen wurde.

Gerd Harder trat im Jahr 1976 in den Hamburgischen Justizdienst ein. Zunächst hat er am Amtsgericht Hamburg verschiedene straf- und zivilrechtliche Dezernate betreut, bevor er den Schwerpunkt seiner richterlichen Tätigkeit im Strafrecht setzte. Im Jahr 1979 wurde er zum Richter am Amtsgericht ernannt, im Jahr 1991 folgte die Ernennung zum Richter am Oberlandesgericht. Daneben war Gerd Harder seit 1997 am Anwaltsgerichtshof tätig, seit 2000 als Mitglied des Präsidiums. Im Jahr 2001 wurde Gerd Harder zum Vorsitzenden Richter am Oberlandesgericht ernannt, wo er zuletzt dem 2. Strafsenat und dem 2. Senat für Bußgeldsachen vorsaß.

Neben seiner spruchrichterlichen Tätigkeit hat Gerd Harder in der Justiz unterschiedliche verwaltende und organisatorische Aufgaben übernommen. Er war Mitglied im Präsidium und in der Budgetgruppe des Oberlandesgerichts. Zudem war er Beisitzer des Richterdienstsenates. Seit 1999 ist Gerd Harder Mitglied des Gemeinsamen Prüfungsamtes.

Justizsenator Carsten Lüdemann: "Es war mir eine große Ehre, mit Frau Andreß und Herrn Harder zwei herausragende Persönlichkeiten der Hamburger Justiz in ihr Amt einführen zu dürfen.

Frau Andreß verbindet außerordentliche fachliche Kompetenz mit unbedingter Hingabe zu ihrem Beruf und großer Anteilnahme an den Menschen in ihrem Umfeld. Angesichts ihrer beachtlichen Laufbahn hat sie sich eine natürliche Bescheidenheit bewahrt.

Herr Harder zeichnet sich durch hervorragende Fachkenntnis aus und eine große Einsatzbereichtschaft aus. Er ist in seinem Beruf von dem unbedingten Willen getragen, dem Gesetz zur Geltung zu verhelfen und dabei der Wahrheit und der Gerechtigkeit zu dienen.

Ich bin mir sicher, dass Frau Andreß und Herr Harder ihr jeweiliges Amt mit dem ihnen eigenen Engagement ausfüllen werden. Beiden wünsche ich dafür viel Erfolg und alles erdenklich Gute."