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Humboldt-Professur-Preisträger kommt nach Hamburg

Brian Foster wird am DESY und an der Universität forschen

Humboldt-Professur-Preisträger kommt nach Hamburg

vergrößern  Prof. Brian Foster  Prof. Brian Foster (Bild: University of Oxford) Die Alexander von Humboldt-Stiftung hat heute dem britische Teilchenphysiker Prof. Brian Foster als einem von acht Preisträgern die Alexander von Humboldt-Professur verliehen. Brian Foster wurde gemeinsam von der Universität Hamburg und dem Deutschen Elektronen-Synchrotron DESY nominiert. Er wird zukünftig am DESY die Entwicklung von neuartigen Beschleunigertechnologien vorantreiben und als Professor an der Universität Hamburg forschen und lehren. Die Universität wird zudem am Fachbereich Physik eine zusätzliche Juniorprofessur einrichten. 

Dr. Dorothee Stapelfeldt, Senatorin für Wissenschaft und Forschung, zeigte sich erfreut: „Ich gratuliere Herrn Professor Foster herzlich zu dieser Auszeichnung, die seine enorme Forschungsleistung im Bereich der Teilchenphysik würdigt. Ich freue mich sehr, dass er nun nach Hamburg kommt, um hier zu forschen. Die Universität und das DESY beglückwünsche ich, dass es ihnen mit der Nominierung Fosters gelungen ist, einen der bedeutendsten experimentellen Elementarteilchenphysiker zu gewinnen. Dies zeigt mir, dass die Wissenschaftsstadt Hamburg nicht an Attraktivität verloren hat.“ 

Brian Foster (57), der bisher den Bereich Teilchenphysik an der Universität Oxford geleitet hat, war führend bei zahlreichen internationalen Projekten an Teilchenbeschleunigern beteiligt und trägt durch seine theoretischen Arbeiten, aber auch praktisch, etwa durch die Entwicklung innovativer Messinstrumente, zum Fortschritt der Beschleunigerphysik bei. Zu seinen zahlreichen Auszeichnungen zählt auch der Humboldt-Forschungspreis (1999).

Die Auszeichnung wurde Foster von der Staatssekretärin im Bundesministerium für Bildung und Forschung, Cornelia Quennet-Thielen, und dem Präsidenten der Humboldt-Stiftung, Helmut Schwarz, verliehen. Die Humboldt-Professur ist der höchstdotierte internationale Preis für Forschung in Deutschland. Jährlich werden bis zu zehn weltweit führende und im Ausland tätige Forscherinnen und Forscher aller Disziplinen ausgezeichnet. Neben der herausragenden wissenschaftlichen Qualifikation der Kandidaten sind die Konzepte der Hochschulen entscheidend, die den Forschern und ihren Teams eine dauerhafte Perspektive in Deutschland bieten sollen. Das Preisgeld von 3,5 Millionen Euro für theoretisch arbeitende und 5 Millionen Euro für experimentell arbeitende Wissenschaftler finanziert das Bundesministerium für Bildung und Forschung.