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Aktuell Neue Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder

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Am 2. Januar 2012 wird im Versorgungsamt eine zentrale Anlaufstelle geöffnet

Neue Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder

Ehemalige Heimkinder mit Hamburger Wohnsitz, die von 1949 bis 1975 in der Bundesrepublik Deutschland in einer stationären Erziehungseinrichtung untergebracht waren und dort misshandelt wurden, können sich ab dem kommenden Jahr im Hamburger Versorgungsamt beraten und entschädigen lassen.

Damit setzt die Sozialbehörde die Ergebnisse des Berliner Runden Tischs „Heimerziehung“ in Hamburg um.

„Studien zeigen, dass fast alle Betroffenen bis heute unter den psychischen Folgen der Misshandlungen leiden“, sagt Sozialsenator Detlef Scheele. „Deshalb freue ich mich, dass wir ehemaligen Heimkindern, die in Hamburg wohnen, in Zusammenarbeit mit Opferverbänden und anderen Institutionen in unserem Versorgungsamt eine professionelle Beratung anbieten können.“

Kinder und Jugendliche, die in der Zeit zwischen 1949 und 1975 in einem westdeutschen Heim untergebracht waren und dort misshandelt wurden, sollen aus einem Gesamtfonds des Bundes in Höhe von 120 Millionen Euro entschädigt werden.

Die Entschädigungen sollen vor allem Sachleistungen umfassen wie etwa Therapiekosten oder den Ausgleich von Rentenausfällen, um Folgeschäden von Misshandlungen wie Essenszwang, Isolation, sexuelle Übergriffe, Redeverbot oder Schläge zu mildern.

Aus dem Rentenersatzfonds sollen Leistungen an Betroffene gezahlt werden, die in Heimen zur Arbeit gezwungen wurden, ohne dass Sozialversicherungsbeiträge abgeführt wurden.

Kontakt

In der neuen Beratungsstelle für ehemalige Heimkinder im 10. Stock des Versorgungsamts Hamburg, Adolph-Schönfelder-Straße 5, 22083 Hamburg können Betroffene bis zum 31. Dezember 2014 entsprechende Anträge stellen.

Die Sprechzeiten sind Montag und Donnerstag jeweils von 8 bis 16 Uhr sowie nach Vereinbarung.

Die Telefonnummer sind 040-42863 -7171 oder – 7130; die Mailanschrift lautet: heimkinder@basfi.hamburg.de

Hintergrundinformationen

Der Hamburger Senat reagiert damit auf den bundesweiten „Fonds Heimerziehung in der Bundesrepublik Deutschland in den Jahren 1949-1975“, der vom Runden Tisch Heimerziehung in Berlin empfohlen wurde.

In den Fonds zahlen je zu einem Drittel der Bund, die Kirchen und die betroffenen Länder und Kommunen ein.

Insgesamt sollen 120 Millionen Euro zusammenkommen. Hamburg beteiligt sich mit 1,3 Millionen Euro.

Kontakt

Nicole Serocka

Pressesprecherin

Freie Hansestadt Hamburg
Behörde für Arbeit, Gesundheit, Soziales, Familie und Integration
Pressestelle
Hamburger Straße 47
22083 Hamburg
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