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Delegationsreise von Senator Horch nach Asien steht im Zeichen der Energiewende und der maritimen Wirtschaft

Netzwerken in Japan, Korea und China

Wirtschaftssenator Frank Horch reist vom 29. Mai bis 7. Juni 2012 mit einer hochrangigen 40-köpfigen Wirtschaftsdelegation nach Asien. Auf dem Programm stehen zahlreiche Gespräche mit Entscheidungsträgern aus Politik und Wirtschaft mit dem Ziel die Beziehungen mit Hamburg zu intensivieren und auszubauen. Japan, Korea und China sind mit ihrer sehr leistungsstarken Wirtschaft wichtige Partner für Hamburg. Stationen der Reise sind Tokyo, Osaka, Yeosu, Seoul und Shanghai.

Nach der grundsätzlichen  Entscheidung zur Energiewende, schaut die Welt kritisch auf Deutschland und beobachtet, wie der Prozess gelingt, an dessen Ende der vollständige Verzicht auf Kernkraft steht. Hamburg hat die Chance, die sich dadurch bietet frühzeitig erkannt. Zahlreiche europäische Zentralen der Windenergiebranche haben sich in der Hansestadt angesiedelt. Ein Schwerpunkt der Reise von Wirtschaftssenator Horch wird es sein, auch die asiatischen Unternehmen im Bereich Offshore und auch Elektromobilität vom Standort Hamburg zu überzeugen. Hierzu finden zahlreiche Treffen unter anderem mit Hyundai Heavy Industries, Toyota, Kia und Mitsubishi Heavy Industries statt. Für Senator Horch ist es eine besondere Ehre, in Tokyo mit dem japanischen Wirtschaftsminister Edano zusammenzutreffen. Auch hier wird das Thema Energiewende im Mittelpunkt des Gespräches stehen.

Inzwischen wird beim Thema Energiepolitik weltweit umgedacht. Japan befindet sich nach Fukushima in einem ernstzunehmenden Prozess des Umdenkens. Erneuerbare Energien, insbesondere Windkraft spielen eine wichtige Rolle. Korea hat sich zum „grünen Wachstum“ verpflichtet. Auch wenn in beiden Ländern die Kernkraft noch immer eine wesentliche Rolle spielt, gewinnt das Thema Erneuerbare Energien doch zunehmend an Bedeutung. Der effizientere Umgang mit Energie ist ebenfalls ein großes Thema. Analog dazu setzen sowohl Japan als auch Korea im Bereich der Elektromobilität international Maßstäbe. Für den Wirtschaftsstandort Hamburg bieten sich in allen Bereichen zahlreiche gute Chancen für Partnerschaften und Kooperationen.

Der zweite Schwerpunkt der Reise liegt im Bereich Hafen und maritime Wirtschaft. Der Hamburger Hafen unterhält seit langem gute und intensive Beziehungen mit Asien. Mit fünf Häfen aus der strategisch bedeutsamen Region um das Gelbe Meer pflegt die Hamburg Port Authority Sister-Port-Relationships. Mit Yokohama bereits seit 1992, mit Kaohsiung in Taiwan seit 1999 sowie mit den chinesischen Häfen Shanghai und Shenzhen seit 2004 bzw. 2007. Anfang Dezember 2010 kam eine solche Partnerschaft auch mit dem koreanischen Hafen Busan zustande.

Für Hamburg sind diese Beziehungen ungemein wichtig. Zur Pflege und zum Ausbau dieser Kontakte besucht die Delegation die Häfen Yokohama, Busan und Shanghai. Und an dieser Stelle schließt sich der Kreis zum ersten Thema, denn auch in der maritimen Wirtschaft ist Nachhaltigkeit zu einem echten Standortfaktor geworden und die Offshore Windenergie zu einem wichtigen wirtschaftlichen Faktor. Dies birgt erhebliches Zukunftspotenzial. Die maritime Wirtschaft in Hamburg beliefert in Japan, Korea und China schon jetzt wichtige Absatzmärkte. Es sind vor Ort Gespräche mit den Unternehmen und Hafenpartnern geplant. Den Abschluss bildet der Besuch der Transport-Logistics-Messe in Shanghai. Hier präsentiert Hafen Hamburg Marketing e.V. gemeinsam mit zahlreichen Mitgliedsunternehmen die Leistungskraft der Hamburger Seehafenverkehrswirtschaft.

Zur Information:

Japan: Aktuell haben sich mehr als 100 japanische Unternehmen mit mehr als 6000 Beschäftigten in der Metropolregion angesiedelt. Darunter sind 35 deutsche- und 25 europäische Zentralen. Dazu zählen unter anderem Yamaha, Olympus, Citizen, Casio, Sharp, Hitachi, Panasonic und noch einige mehr. Mehr als 500 Hamburger Unternehmen unterhalten Beziehungen zu Japan. Die kulturellen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen Hamburg und Japan sind ausgezeichnet und bestehen inzwischen seit über 150 Jahren. Die Hamburgische Wirtschaftsförderung ist mit einem Büro in tokyo vertreten. Aktuell gibt es zwei HamburgAmbassadors in Japan. Seinosuke Kuraku, Gründer von Panasonic pflegt die guten Beziehungen in Osaka und Nikolaus Boltze, Representative Director of ThyssenKrupp Automotive Japan, tut dies in Tokyo. Seit 1910 hat Hamburg ein japanisches Generalkonsulat. In Hamburg leben aktuell mehr als 2300 Japanerinnen und Japaner.

Korea: Aktuell haben sich mehr als 50 koreanische Unternehmen in der Metropolregion angesiedelt. Dazu zählen, Hyundai Merchant Marine, KR (Korean register), Hanjin Shipping und KCC.  Mehr als 350 Hamburger Unternehmen unterhalten geschäftliche Beziehungen zu Korea. Die ersten wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Hamburg und Korea datieren auf eine Zeit vor 1883. Zwischen Hamburg und Busan gibt es seit 2009 eine Parlamantspartnerschaft und seit 2010 eine Hafenpartnerschaft.

Seit 2008 unterhält Korea ein Generalkonsulat in Hamburg.  In Hamburg leben aktuell mehr als 800 Koreaner und etwa 3000 Menschen mit koreanischen Wurzeln.

China: „Hanbao" - so wird die Elbmetropole auf Chinesisch genannt. Wörtlich übersetzt heißt das "Burg der Chinesen" - und das ist die Hansestadt wirklich. Hamburg ist heute der bedeutendste Standort für chinesische Aktivitäten in Europa. Rund 440 chinesische Unternehmen haben ihren Sitz in der Hansestadt, der Hafen ist in den vergangenen Jahren zum wichtigsten Brückenkopf von und nach China aufgestiegen. Deutsche und chinesische Unternehmen können sich in Hamburg auf ein Netzwerk stützen, das im China-Handel eine mehr als einhundert jährige Tradition aufweist.  Erste Schiffsverbindungen nach china gab es schon im 18. Jahrhundert, intensive Handelsbeziehungen seit etwa 1840. Aber nicht nur Wirtschaft, auch Kultur spielt eine wichtige Rolle. Beispielhaft sind die zahlreichen Kooperationen im Rahmen der Städtepartnerschaft Hamburg - Shanghai, die seit 1986 existiert. In der Metropolregion Hamburg leben über 10.000 Menschen chinesischer Abstammung.

Kontakt

Susanne Meinecke

Pressesprecherin

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Wirtschaft und Innovation
Pressestelle
Alter Steinweg 4
20459 Hamburg
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