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„Gut bedacht“ – Wettbewerbsergebnisse zur Gestaltung des A7-Deckels in Altona

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Hamburger Büro arbos Freiraumplanung gewinnt Wettbewerb

„Gut bedacht“ – Wettbewerbsergebnisse zur Gestaltung des A7-Deckels in Altona

A7 Deckel Logo

22 Büros haben an dem freiraumplanerischen Ideenwettbewerb mit städtebaulichem Anteil teilgenommen. Kernaufgabe des Wettbewerbs war es, einen Park mit großen Anteilen von Kleingärten auf der Deckelfläche zu entwickeln, um so einen Grünzug vom Volkspark zur Elbe entstehen zu lassen. Das Preisgericht unter Vorsitz von Guido Hager, Landschaftsarchitekt aus Zürich hat sich am 30. Mai 2012 für das Büro arbos Freiraumplanung GmbH & Co KG mit petersen pörksen partner architekten und stadtplaner / BDA Hamburg entschieden.

Gelobt wurde vor allem die klare Gliederung des Entwurfs. Von Norden nach Süden erstreckt sich über der Autobahn ein Parkband, das zu ca. 1/3 aus einem öffentlichen Wiesenband mit Promenade und zu 2/3 aus Kleingärten (insgesamt 238 Kleingärten) besteht. Die bestehenden historischen Parks Bonne- und Lutherpark sowie der neu geplante Sportpark Bahrenfeld sollen in die neuen Parkanlagen integriert werden.

Die für die Stadtentwicklung in Altona wichtigste Entwurfsebene ergibt sich aus der Überlagerung der bestehenden Parks und des neuen Deckelparks. An den vier Schnittstellen beider Parktypen bündeln sich alle Energien des Entwurfs. Hier werden die Ost-West- und Nord-Süd-Wege verknüpft, die mit dem Autobahnbau unterbrochenen Sichtverbindungen wiederhergestellt und die neuen Vereinshäuser für die Kleingartenvereine als Gelenke zwischen öffentlichen und privaten Freiräumen angeordnet. Die Kinderspielplätze werden als öffentliche Treffpunkte verortet, hier werden die angrenzenden Quartiere mit den alten und neuen Parkanlagen am intensivsten verknüpft.

Im Süden bildet im Rahmen der Galerievariante ein Sichtungsgarten den Auftakt in das Parkband. Aus der Struktur der Kleingärten werden 12 Pflanzfelder entwickelt, die als Schau- und Sichtungsgärten der drei Kleingartenvereine gestaltet werden sollen.

Leitziel der städtebaulichen Struktur ist die räumliche Fassung der neuen Parkanlage und die Verzahnung mit den angrenzenden Stadtteilen. Die Häuser werden grundsätzlich von der Park abgewandten Seite erschlossen, so dass die Park-zugewandte Seite vollständig den Wohnungen zu Gute kommt und einen ruhigen und homogenen Raumabschluss des Parks bildet.

Im weiteren Verfahren wird das Ergebnis des Wettbewerbs in die anstehenden Planungen einfließen. Für das Planfeststellungsverfahren im Abschnitt Altona ist es angestrebt dieses 2013 einzuleiten. Die Leitidee des Entwurfes wird Grundlage für die weitere Planung.

Da der Baubeginn für den Ausbau des Planungsabschnittes Altona erst nach den beiden nördlichen Abschnitten Stellingen und Schnelsen geplant ist, ist eine Realisierung der Planung nicht vor 2016 zu erwarten.

Hintergrund A7-Deckel (http://hamburgerdeckel.hamburg.de)

Die Bundesrepublik plant den Ausbau der A7 zwischen Elbtunnel und Bordesholmer Dreieck. Der in diesem Zusammenhang gesetzlich vorgeschriebene Lärmschutz soll zum Teil in Form einer Überdeckelung der A7 erfüllt werden. Hamburg wird darüber hinaus ergänzende Deckelbauwerke errichten, um einen verbesserten Lärmschutz und weitere städtebauliche Entwicklung zu ermöglichen. Insgesamt ist geplant, über 3,5 Kilometer der Autobahn unter drei Deckelabschnitten verschwinden zu lassen. In Bahrenfeld/Othmarschen soll der Deckel insgesamt 2.030 Meter lang sein, in Stellingen 980 Meter und in Schnelsen 560 Meter.

Die Deckel bieten wichtige städtebauliche Entwicklungschancen, denn durch die Autobahn getrennte Stadtteile wachsen zusammen. Entlang des Deckels wird die Belastung der Anwohner durch Autobahnlärm über den gesetzlichen Lärmschutz hinaus gesenkt, es entstehen neue Grünflächen, die Platz für Freizeit-, Erholungs- und Spielmöglichkeiten bieten sollen. Zudem können durch die Verlagerung von Kleingartenanlagen aus den angrenzenden Stadtteilen auf die Deckelflächen mindestens 2.000 neue Wohnungen in den benachbarten Stadtteilen entstehen. Zur Gestaltung dieser neuen Park- und Grünanlagen hat Hamburg  unter Landschaftsarchitekten europaweit freiraumplanerische Wettbewerbe ausgeschrieben – zunächst für die Deckel in Schnelsen und  Stellingen, später für Altona.

 

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