Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Gedenken Gedenksteine erinnern an Süleyman Taşköprü

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Auf Höhe der Schützenstraße 39 in Hamburg Bahrenfeld erinnern seit Freitag Abend (21. Dezember) zwei Gedenksteine an den Hamburger Süleyman Taşköprü, der am 27. Juni 2001 von der so genannten Zwickauer Terrorzelle ermordet worden war.

Gedenksteine erinnern an Süleyman Taşköprü

Eingraviert in die Steine ist die gemeinsame Erklärung, auf die sich die sieben Städte verständigt hatten, in denen die Rechtsextremisten gemordet haben. Die Enthüllung der Steine fand im Rahmen einer kurzen, stillen Gedenkfeier statt, um die die Angehörigen des Ermordeten gebeten hatten. Für den Hamburger Senat nahm Innensenator Michael Neumann teil.

Die Inschrift auf den Gedenksteinen lautet:

„Neonazistische Verbrecher haben zwischen 2000 und 2007 zehn Menschen in sieben deutschen Städten ermordet: Neun Mitbürger, die mit ihren Familien in Deutschland eine neue Heimat fanden, und eine Polizistin. Wir sind bestürzt und beschämt, dass diese terroristischen Gewalttaten über Jahre nicht als das erkannt wurden, was sie waren: Morde aus Menschenverachtung. Wir sagen: Nie wieder!“

Wir trauern um

  • Enver Şimşek, 11. September 2000, Nürnberg
  • Abdurrahim Özüdoğru, 13. Juni 2001, Nürnberg
  • Süleyman Taşköprü, 27. Juni 2001, Hamburg
  • Habil Kılıç, 29. August 2001, München
  • Mehmet Turgut, 25. Februar 2004, Rostock
  • İsmail Yaşar, 5. Juni 2005, Nürnberg
  • Theodoros Boulgarides, 15. Juni 2005, München
  • Mehmet Kubaşık, 4. April 2006, Dortmund
  • Halit Yozgat, 6. April 2006, Kassel
  • Michèle Kiesewetter, 25. April 2007, Heilbronn

(Ende der Inschrift)

Die sieben deutschen Städte, in denen die Neonazi-Mordserie Opfer gekostet hat, hatten sich im Frühjahr entschieden, in einer gemeinsamen Initiative an die Opfer der Gewalttäter zu erinnern. Als rechtsextremistische Terrorakte wurden diese Taten erst im Jahr 2011 erkannt – eine Tatsache, die auch in Hamburg für Bestürzung sorgte.

Die Initiative wie auch die gemeinsame Erklärung ist zwischen den jeweiligen Oberbürgermeistern sowie dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg auf den Weg gebracht und abgestimmt worden. Ihnen geht es darum, das Gedenken an die Opfer mit einer klaren Botschaft gegen rechtsextreme Gewalt zu verbinden, „die in unseren Städten keinen Platz hat.“ Die gemeinsame Erklärung endet deshalb mit der klaren Aussage „Wir sagen: Nie wieder!“

Die Gedenksteine aus Mendiger Basalt (benannt nach der Stadt Mendig in der Eifel) hat der Altonaer Steinmetzmeister Bert Ulrich Beppler gestaltet. 

Kontakt

Karte vergrößern

Christoph Holstein

Sprecher des Senats

Freie und Hansestadt Hamburg
Senatskanzlei
Pressestelle des Senats
Rathausmarkt 1
20095 Hamburg
Adresse speichern

Themenübersicht auf hamburg.de

Presseservice

Anzeige
Branchenbuch