Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

ArbeitsschutzPartnerschaft Gesunde Arbeitsplätze - Partnerschaft für Prävention in Hamburg nationaler Sieger

ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg ist nationaler Sieger im Wettbewerb der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz

Partnerschaft für Prävention - nationaler Sieger

Auf der heutigen Sitzung des Arbeitskreises für Arbeitssicherheit (AKASI) berichtet Senatorin Cornelia Prüfer-Storcks vor 350 Teilnehmern von einem großen Erfolg Hamburgs. Das hiesige Arbeitsschutz-Bündnis aus Sozialpartnern, Verbänden und Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz ist zum nationalen Sieger der für Deutschland eingereichten Beiträge für den elften Europäischen Wettbewerb für gute praktische Lösungen („European Good Practice Award“) im Bereich Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit gekürt worden.

Bei der Preisverleihung im Rahmen der Kampagne „Gesunde Arbeitsplätze“ 2012-2013 werden Unternehmen bzw. Organisationen ausgezeichnet, die herausragende und innovative Beiträge zur Förderung der aktiven Zusammenarbeit von Unternehmensleitung und Mitarbeitern zur Verbesserung von Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit geleistet haben. Die nationalen Jury-Mitglieder (Focal Point, BAuA, DGUV, Bundesländer, DGB, BDA, GDA) haben nun entschieden, dass für Deutschland der Beitrag der ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg als erster nationaler Sieger ins Rennen um die Europäischen Preise gehen wird.

„Ich freue mich, dass die Verbesserung des Arbeits- und Gesundheitsschutzes in Hamburger Betrieben so viel Anerkennung findet. Das zeigt, dass Erfolge im Arbeits- und Gesundheitsschutz in Kooperation aller Akteure und im Austausch mit der betrieblichen Praxis vorbildlich gelingen können“, so die Hamburger Senatorin für Arbeitsschutz, Cornelia Prüfer-Storcks. Die ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg wird jetzt als erster nationaler Sieger ins Rennen um die Europäischen Preise gehen. Die Mitteilung über die Entscheidung der europäischen Jury wird für April 2013 erwartet.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz sind eine große gesellschaftliche Aufgabe und betreffen gleichermaßen Unternehmen und ihre Beschäftigten. Die technologische Entwicklung, die anstehenden Veränderungen und der globalisierte Wettbewerb stellen täglich neue Herausforderungen, die nur von beiden Sozialpartnern gemeinsam gelöst werden können.

Dieses gilt grundsätzlich für alle Wirtschaftsbereiche; aber gerade Klein- und Mittelbetriebe (KMU) sind in der Lösungsfindung oft auf sich allein gestellt. Nur in Kooperation mit vergleichbaren Partnern können wirtschaftlich effektive Lösungen erarbeitet und erfolgreich in der Praxis umgesetzt werden.

Aus diesem Grund haben sich in Hamburg seit April 2005 die Arbeitgeber und Arbeitnehmer, die Wirtschaftskammern, die Träger der gesetzlichen Unfallversicherung und die für den Arbeitsschutz zuständige Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz in einer vertraglichen Vereinbarung zur Zusammenarbeit in der ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg zusammengeschlossen. Dabei stehen der Informationsaustausch und die Erarbeitung von konkreten Branchenlösungen und deren Umsetzung in der Praxis im Mittelpunkt. „Das dabei gewonnene Vertrauenspotential ist als sehr wichtig einzustufen und hat eine überaus positive Grundlage der Zusammenarbeit geschaffen“, so Prüfer-Storcks.

Website: www.hamburg.de/arbeitsschutzpartnerschaft

Die bisherigen Erfahrungen haben gezeigt, dass Informationen über praxisgerechte Lösungen den Unternehmen und Beschäftigten nicht ausreichend bekannt sind und daher nicht in den Betrieben umgesetzt werden. Das Spektrum der Gefahren und Risiken, deren sich die ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg annimmt, ist vielfältig: Es reicht von „Arbeitsschutz in Kindertagesstätten“ bis zu „Alternsgerechtes Arbeiten“. Ein Schwerpunkt der Aktivitäten liegt bei Problemen in KMU: zum Beispiel psychische Belastungen in der ambulanten Pflege, Lärmminderung in Kindertagesstätten, Umgang mit Gefahrstoffen in Kfz-Werkstätten, Sensibilisierung von Jugendlichen für den Arbeitsschutz beim Arbeiten im Büro. Dabei werden auch Themen der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie zum Beispiel „Arbeitsschutz in Schulen“ aufgegriffen und regional umgesetzt. Problemlösungen vor Ort werden gemeinsam von den Partnern der ArbeitsschutzPartnerschaft beraten, geplant und unter Einbeziehung weiterer Experten und Expertinnen unter anderem in Pilotbetrieben mit Beteiligung von Unternehmensleitungen und Beschäftigten durchgeführt. Die Unternehmen und deren Beschäftigte werden in die Gestaltung eines präventiven Arbeitsschutzes aktiv, systematisch, eigenverantwortlich und partnerschaftlich einbezogen als Kenner der Problematik vor Ort. Darüber hinaus unterstützt die ArbeitsschutzPartnerschaft Hamburg moderne, entbürokratisierte und dienstleistungsorientierte Aufsichtsmethoden.