Senatskanzlei

Umspannwerk HafenCity Kraftmaschine für die HafenCity

Bürgermeister Scholz nimmt modernstes Umspannwerk Europas in Betrieb

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz hat die HafenCity als „Schaufenster für intelligente Energienutzung“ bezeichnet. Bei der Inbetriebnahme des Umspannwerks HafenCity, des modernsten Umspannwerk Europas, betonte Scholz, Hamburg sei „mittendrin in der Energiewende“. Das Umspannwerk HafenCity leiste einen Beitrag zu diesem großen Projekt und zum Umbau des Hamburger Stromnetzes. „Und es passt sich perfekt in die intelligente Infrastruktur dieses neuen Stadtteils ein“, sagte Scholz. 

Kraftmaschine für die HafenCity

Der Erste Bürgermeister betonte, die Energiewende werde funktionieren, „wenn gute Ingenieure unter guten Rahmenbedingungen an den richtigen Zielen arbeiten können. Wir haben diese Bedingungen verbessert, in dem Senat und Energieversorger eine umfassende energiepolitische Kooperation vereinbart haben.“ Diese Kooperation zeige jetzt konkrete Ergebnisse, sagte der Erste Bürgermeister. Er verwies in diesem Zusammenhang auf den bevorstehenden ersten Spatenstich zum Bau einer Power-to-gas-Anlage und die ebenfalls bevorstehende Grundsteinlegung für den Vattenfall-Wärmespeicher Tiefstack (Details s. u.) 

Scholz bezeichnete das Umspannwerk in der HafenCity als „Kraftmaschine“, die für die Stromversorgung der HafenCity, der HafenCity-Universität, der U-Bahn-Linie 4, des Überseequartiers und bald auch der Elbphilharmonie sorgen werde. Das Stromnetz zu einem intelligenten, leistungsfähigen „smart grid“ weiter zu entwickeln und den Einsatz so genannter intelligenter Stromzähler – „smart meters“ – auszuweiten, gehöre zu den energiepolitischen Kooperationsvereinbarungen zwischen Senat und Energieversorgungsunternehmen. „Und in dem Zusammenhang ist das Umspannwerk HafenCity nicht nur für diesen Stadtteil, sondern für ganz Hamburg von hoher Bedeutung.“ Es erfülle heute schon die technologischen Herausforderungen an zukünftige intelligente Netze.  

Das Umspannwerk HafenCity 

Im Umspannwerk HafenCity wird Strom von der Hochspannungsebene (110.000 Volt/110 kV) auf die Mittelspannungsebene (10.000 Volt/10 kV) transformiert. Die kompakte 110 kV-Schaltanlage beherbergt Technik der neuesten Generation. So verfügt die Anlage über eine technische Vorrüstung für eine Online-Temperatur­Überwachung der 110 kV-Leitung und eine Erdschlussortung und -erfassung, die im Störungsfall eine automatisierte und damit schnellere Fehlererkennung ermöglicht. 

Hamburg schafft die Energiewende: Jetzt wird es konkret

Der Senat hat die Weichen für die Energiewende in Hamburg gestellt. Mit der Beteiligung von 25,1 Prozent an den Verteilnetzen für Strom, Gas und Fernwärme sind die notwendigen Voraussetzungen für eine moderne Energiepolitik geschaffen worden. Während andernorts noch über den richtigen Weg zur Umsetzung der Energiewende gestritten wird, ist Hamburg schon jetzt Vorreiter bei der Anwendung neuer Technologien.

Die Beteiligung der Stadt Hamburg an den Netzen

  • garantiert den Einfluss der Stadt auf die Art der Energieerzeugung,
  • bewirkt Investitionen in Höhe von 1,6 Milliarden Euro in den klimafreundlichen Aus- und Umbau der Energieversorgung sowie zahlreiche Energieprojekte,
  • schafft Versorgungssicherheit,
  • trägt sich finanziell durch garantierte Dividenden.

In diesem Sommer wird es in Hamburg konkret. Bürgermeister Olaf Scholz wird gemeinsam mit den Energieversorgungsunternehmen den Startschuss zum Bau von zwei Anlagen geben, die wegweisend für die Energieversorgung der Zukunft sind:

Montag, 24. Juni
Spatenstich zum Bau der Power-to-Gas-Anlage Reitbrook
E.ON Hanse, Allermöher Deich 449, 21037 Hamburg 

Donnerstag, 8. August 2013
Grundsteinlegung Vattenfall-Wärmespeicher Tiefstack
Andreas-Meyer-Str. 8