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Personalbericht Beschäftigte mit Migrationshintergrund

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Quote steigt laut Personalbericht 2014 auf 12,3%

Die Zahl der städtischen Beschäftigten mit Migrationshintergrund nimmt zu. Laut Personalbericht des Senats  haben rund 12,3% der Beschäftigten einen Migrationshintergrund. Das entspricht insgesamt knapp 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und bedeutet einen Zuwachs gegenüber dem Ergebnis aus dem Jahr 2008.

Beschäftigtenbefragung

Beschäftigte mit Migrationshintergrund

2008 wurden nur 8,9% der Beschäftigten der Verwaltung gezählt, die einen Migrationshintergrund haben. Die aktuellen, im Personalbericht aufgeführten Zahlen beruhen auf einer Befragung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Freien und Hansestadt Hamburg. Der statistische Personalbestand in Vollkräften bezogen auf alle Beschäftigten der hamburgischen Verwaltung reduzierte sich dem Personalbericht zufolge gegenüber dem Vorjahr um 280 auf 59.450 Vollkräfte. Die Schwerbehindertenbeschäftigungsquote erhöhte sich im vergangenen Jahr nochmals. Sie betrug im Jahresdurchschnitt 2013 6,8 %. Das entspricht einer Zunahme von 0,7 Prozentpunkten. Die Quote der bezahlten krankheitsbedingten Fehlzeiten hat sich im Vergleich zum Vorjahr leicht erhöht und beträgt für das Berichtsjahr 2013 7,9 %.

Zur Erhebung eines Migrationshintergrundes hatte das Personalamt im Januar und Februar 2014 in Zusammenarbeit mit dem Statistikamt Nord eine zweite, freiwillige und anonyme Befragung aller Beschäftigten der Freien und Hansestadt Hamburg durchgeführt. Durch einen Vergleich mit den Daten aus der ersten Befragung aus dem Jahr 2008 sollten die Fortschritte der interkulturellen Öffnung  personal- und integrationspolitisch sichtbar gemacht werden.

Insgesamt haben sich 24.826 Beschäftigte beteiligt. Dies entspricht einem Rücklauf von 30,7% (2008: 28,0%). Hierbei wurde aufgrund der gleichmäßigen Verteilung der Rückläufe nach Altersstruktur, Geschlecht, Bildungsgraden, Behörden und Tätigkeitsbereichen eine repräsentative Stichprobe erreicht. Wesentliches Ergebnis: 12,3% der Beschäftigten und damit knapp 10.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen Migrationshintergrund. Dies entspricht einem Zuwachs gegenüber dem Ergebnis aus dem Jahr 2008. Damals hatten nur 8,9% der Beschäftigten einen Migrationshintergrund.

Ein beachtliches Wachstum gegenüber 2008 verzeichneten beispielsweise Tätigkeitsbereiche wie Gesundheitsberufe (+6,9 Prozentpunkte), Lehrkräfte an staatlichen Schulen (+5,3 Prozentpunkte), wissenschaftliche Berufe (+4,3 Prozentpunkte), der Polizeivollzugsdienst (+3,6 Prozentpunkte), die Allgemeine Verwaltung (+3,1 Prozentpunkte) und soziale Berufe wie Erzieherinnen und Erzieher bzw. Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen (+3,0 Prozentpunkte). Besonders hohe Anteile an Beschäftigten mit Migrationshintergrund finden sich bei Lehrkräften an Hochschulen (20,3%), in wissenschaftlichen Berufen (17,9%), in sozialen Berufen (17,3%) und in Gesundheitsberufen (15,7%).

Im Vergleich zum Durchschnitt aller Beschäftigten sind die Beschäftigten mit Migrationshintergrund deutlich jünger (Anteil der unter 30-Jährigen 19,1%; alle Beschäftigten: 12,4%) und noch nicht so lange beschäftigt (Beschäftigungsdauer von weniger als 10 Jahren: 58,1%; alle Beschäftigten: 38,9%). In vielen Berufsgruppen sind unter den Beschäftigten mit Migrationshintergrund die Frauen gegenüber den Männern etwas stärker vertreten. Insbesondere gilt dies für Lehrkräfte an staatlichen Schulen und Hochschulen sowie Beschäftigte in sozialen Berufen. 45,6% der Beschäftigten mit Migrationshintergrund sind in Deutschland geboren, mehr als die Hälfte im Ausland. Am stärksten vertreten sind die Herkunftsländer Polen, Türkei, Russische Föderation und Kasachstan. Dies gilt auch für die Elterngeneration der Beschäftigten.

Den Behörden und Ämtern der Freien und Hansestadt Hamburg ist damit ein weiterer Schritt der interkulturellen Öffnung gelungen. Ursächlich hierfür ist auch der erfolgreiche Verlauf der vom Senat im Jahr 2006 gestarteten Ausbildungskampagne „Wir sind Hamburg! Bist Du dabei?“, mit der junge Menschen mit Migrationshintergrund gezielt für die Ausbildungen und Studiengänge der hamburgischen Verwaltung (Allgemeine Verwaltung, Steuerverwaltung, Justiz, Polizei und Feuerwehr) beworben werden. Im Ergebnis der Befragung haben aktuell 23,9% der Auszubildenden aller Berufe und Laufbahnen (Auszubildende, Anwärterinnen und Anwärter, Referendarinnen und Referendare, u. a.) einen Migrationshintergrund. Gegenüber 2008 entspricht das einem Anstieg um 6,5 Prozentpunkte.

 

Rückfragen:

Leiterin des Personalamts

Bettina Lentz

Tel: (040) 42831 - 1506

Fax: (040) 42831 - 2420

E-Mail: bettina.lentz@personalamt.hamburg.de

Kontakt

Volker Wiedemann

Pressesprecher

Freie und Hansestadt Hamburg
Personalamt
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Steckelhörn 12
20457 Hamburg
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