Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt

Wohnungsbau Senat schafft Voraussetzungen für den Bau von rund 900 neuen Wohnungen

Modernisierung der Wullfschen Siedlung und Bebauung des ehemaligen Güterbahnhofs Lokstedt

Senat schafft Voraussetzungen für den Bau von rund 900 neuen Wohnungen

Die „Wulffsche Siedlung“ (B-Plan „Langenhorn 73) wird über rund zehn Jahre grundlegend und energieeffizient umgebaut. Durch Nachverdichtung wächst die Zahl der Wohnungen von derzeit rund 550 auf dann rund 700 (macht netto 150 neue Wohnungen).

Auf ungefähr der Hälfte des ehemaligen Güterbahnhofs Lokstedt sollen rund 750 Wohnungen („Tarpenbek-Greens“; B-Plan Groß-Borstel 25) entstehen. Der Senat hat die dazu nötigen Änderungen des Flächennutzungsplans und des Landschaftsprogramms beschlossen. Entlang der Güterumgehungsbahn wird Lärmschutz errichtet (750 Wohnungen hier plus 150 Wohnungen in der Wulffschen Siedlung macht zusammen 900 neue Wohnungen).

Stadtentwicklungssenatorin Jutta Blankau: „Diese beiden Großprojekte zeigen exemplarisch wichtige Ziele des Wohnungsbauprogramms des Senats: bei der Wulffschen Siedlung behutsame Nachverdichtung und ökologische Modernisierung, was die Nebenkosten spürbar senken wird und bei Groß-Borstel 25 Flächenrecycling und stadtnahes, familienfreundliches Wohnen im Grünen.

Die „Wulffsche Siedlung“ ist eine Wohnsiedlung im Geschosswohnungsbau aus den Jahren 1942 bis 1952. Schon lange wünschen sich sowohl Eigentümer als auch zahlreiche Mieter eine grundlegende Sanierung oder Modernisierung. Durch den Senatsbeschluss ist es jetzt möglich, den alten Gebäudebestand durch energieeffiziente Neubauten zu ersetzen. Durch neues Planrecht können auf derselben Fläche bis zu 700 Wohnungen (ein Mix aus größeren und auch weiterhin kleinen Wohnungen) gebaut werden. Erreicht wird das durch eine moderate Erhöhung der Bebauung um ein bis maximal zwei Geschosse sowie einige zusätzliche Gebäude auf bisherigen Stellplatzflächen. Dieser grundlegende Umbau wird in einem mehrjährigen Prozess erfolgen. Dadurch können Mieter aus den abgerissenen Gebäuden in andere Mietwohnungen im Quartier umziehen. Die Neubauwohnungen sollen dann zuerst den Mietern aus der Siedlung angeboten werden.

Bereits Mitte der 1980er Jahre wurde die Nutzung der Fläche des „Güterbahnhofs Lokstedt“ weitgehend aufgegeben. Lange Zeit versuchte man, das Gebiet für Gewerbeansiedlung zu nutzen, kam aber aufgrund ungünstiger Erschließungsmöglichkeiten für den Wirtschaftsverkehr nicht voran. Seit 2010 wird hier nun eine Planung für Wohnungsbau unter dem Namen „Tarpenbek Greens“ entwickelt, der sich über die Flächen des ehemaligen Güterbahnhofs erstrecken soll. Kleingärten im östlichen Gebietsteil werden erhalten. Um das bisher städtebaulich isolierte Plangebiet besser an Groß-Borstel anzubinden, ist eine neue Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Tarpenbek geplant. Das neue Projektgebiet umfasst eine Fläche von etwa 17 Hektar darin enthalten sind vier Hektar Grünanlagen sowie eine Kindertagesstätte.