Naturdenkmal Kiebitzmoor in Volksdorf wird Naturdenkmal

Senat beschließt Beteiligung der Öffentlichkeit am Ausweisungsverfahren.

Kiebitzmoor

Kiebitzmoor in Volksdorf wird Naturdenkmal

Das Kiebitzmoor im Volksdorfer Osten nördlich der Eulenkrugstraße soll Naturdenkmal werden. Der Senat hat dafür heute die Beteiligung der betroffenen Bürger und Naturschutzvereine beschlossen. Moore gehören zu den selten gewordenen charakteristischen Biotoptypen Norddeutschlands und sind Lebensraum vieler seltener Pflanzen und Tiere.

Das Kiebitzmoor ist während der letzten Eiszeit in einer Senke entstanden. Der Moorkörper wurde in den 1950er Jahren teilweise abgebaut. Daraus entwickelte sich ein Teich mit einem breiten sumpfigen Ufer, das von Seggenrieden und Rohrkolbenröhricht gesäumt ist.  In den Randbereichen wächst Weidengebüsch und feuchter Birken-Bruchwald. Im Kernbereich des Moors haben sich seltene und gefährdete Pflanzen angesiedelt, die auf nährstoffarme und nasse Standorte angewiesen sind. Das Moor ist Rückzugsgebiet für seltene Amphibien und Libellen. Fledermäuse jagen hier und besonders wasserliebende Vögel wie Blässhuhn, Stockente und Graugans nutzen das Kiebitzmoor als Lebensraum.

Das zukünftige Naturdenkmal ist rund 1,7 Hektar groß. Es ist von Wegen umgeben. Landwirtschaftlich genutzte Flächen und Wald grenzen an. Die Ausweisung des Kiebitzmoores als Naturdenkmal soll möglichst noch in diesem Jahr amtlich werden. Damit hat Hamburg neben dem Nationalpark ‚Hamburgisches Wattenmeer‘, 32 Naturschutzgebieten dann auch noch 11 Naturdenkmale.

Hintergrund: Im Unterschied zu Nationalparks und Naturschutzgebieten, die für den Arten-, Biotop-  oder Prozessschutz möglichst große Teile von Lebensräumen schützen, bewahren Naturdenkmale „Einzelschöpfungen der Natur“. In Hamburg sind das v.a. Bracks (Teiche, die hinter den Deichen nach Deichbrüchen entstanden sind) oder der „Alte Schwede“ (ein über 200 t schwerer Granitfindling, der bei Baggerarbeiten in der Elbe entdeckt wurde).  In den letzten Jahren sind mehre Naturdenkmale in Naturschutzgebieten aufgegangen.

 

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