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UNESCO-Welterbe Welterbebewerbung: Internationaler ICOMOS-Gutachter in Hamburg

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Kontorhausviertel von oben Das Kontorhausviertel in Hamburg

ICOMOS-Gutachter evaluiert nominiertes Hamburger Welterbe

Nach der Abgabe der UNESCO-Welterbe-Nominierung im Februar 2014 folgte mit der Evaluierung der Hamburger Stätte jetzt ein weiterer wichtiger Schritt im Bewerbungsverfahren. Der estnische Gutachter des Internationalen Rates für Denkmalpflege (ICOMOS), Prof. Mart Kalm, besichtigte im Auftrag der UNESCO die Speicherstadt und das Kontorhausviertel und befragte vor Ort zahlreiche Hamburger Behördenvertreter sowie die Gebäudeeigentümer.

Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler: „Die Speicherstadt stellt den weltweit größten erhaltenen, einheitlich gestalteten Lagerkomplex des ausgehenden 19. Jahrhunderts dar. Zudem setzten die Bauten des Kontorhausviertels Maßstäbe für die Entwicklung der Bürohausarchitektur – allen voran natürlich das Chilehaus als Ikone des Expressionismus in der Architektur. Der Alleinstellungswert dieses Ensembles stützt sich zudem darauf, dass Speicherstadt und Kontorhausviertel als sich funktional ergänzende, unmittelbar benachbarte Quartiere in weitgehend unveränderter historischer Gestaltung den Wandel von der durchmischten Stadt hin zur modernen City mit monofunktionalen Zonen dokumentieren. Wir hoffen, dass wir von dieser Einzigartigkeit auch die UNESCO und den ICOMOS-Gutachter überzeugen können.“

Insgesamt vier Tage, vom 24. bis zum 27. September 2014, war der estnische ICOMOS-Gutachter Prof. Mart Kalm in Hamburg zur Evaluierung der nominierten Welterbestätte. Untergebracht im neuen Hotel Speicherstadt in Block O, konnte er ununterbrochen vor Ort sein und sich ein umfassendes Urteil bilden. Auf dem Programm standen neben Kurzvorträgen, umfassenden Besichtigungen der Speicherstadt mit den drei Bauabschnitten und des Kontorhausviertels mit Schwerpunkt auf Chilehaus, Meßberg-, Sprinken-, und Mohlenhof auch Führungen durch die HafenCity und die Elbphilharmonie.

Mart Kalm, Professor für Architekturgeschichte an der Kunstakademie Tallinn und Experte für Industriemoderne, traf mit Kultursenatorin Prof. Barbara Kisseler, Denkmalschutzamtsleiter Andreas Kellner, Oberbaudirektor Prof. Jörn Walter, einer Repräsentantin des Auswärtigen Amtes Berlin, den wissenschaftlichen Autorinnen und Autoren des Nominierungs-Dossiers, Vertretern der Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA), der Kontorhaus-Eigentümerschaft, des Bezirks und der HafenCity GmbH zusammen. Die Gespräche und Ortsbegehungen erfolgten in angenehm konstruktiver Arbeitsatmosphäre. Gut informiert und hoch interessiert stellte Prof. Kalm gezielte Detailfragen zum 300seitigen Antrag, zum 96seitigen Managementplan und zum 120seitigen Speicherstadt Hamburg Entwicklungskonzept.

Dr. Agnes Seemann, Projektleiterin des Welterbe-Antrags im Denkmalschutzamt: „Wir hatten den Eindruck, im Verlauf des Besuchs alle Fragen des Gutachters zufriedenstellend geklärt und den außergewöhnlichen universellen Wert des Ensembles überzeugend vermittelt zu haben.“

Die Entscheidung über die Aufnahme von „Speicherstadt und Kontorhausviertel mit Chilehaus“ in die UNESCO Welterbeliste ist damit noch nicht vorweggenommen. Prof. Kalm wird der Pariser Zentrale von ICOMOS International die Eindrücke seines Hamburg-Besuchs übermitteln. Hamburg muss zudem weitere Fragen bis zum 27.10.14 schriftlich beantworten. Ein Gremium von ICOMOS International wird auf der Grundlage der Antragsunterlagen und aller zusammengetragenen Informationen ein Gutachten für die UNESCO erstellen. Die letztgültige Entscheidung wird Ende Juni 2015 durch das UNESCO-Welterbekomitee gefällt und auf dessen 39. Sitzung in Bonn bekanntgegeben.

Link:

Hamburgs UNESCO-Welterbe-Bewerbung 


Kontakt

Enno Isermann

Pressesprecher

Freie und Hansestadt Hamburg
Behörde für Kultur und Medien
Hohe Bleichen 22
20354 Hamburg
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