Radverkehrsstrategie Alsterufer wird zur Fahrradstraße

Die Rahmenbedingungen für Mobilität haben sich verändert, Lärm und Abgase sind Dinge, die in den Metropolen eine hohe Relevanz haben. Auch und gerade im Verkehr. Keine leichte Aufgabe, für die es leider auch keine einfachen Lösungen gibt. Die Wahl des Verkehrsmittels ist eine freie Entscheidung des Einzelnen.

Alsterufer wird zur Fahrradstraße

Bei der Entscheidungsfindung kommt es auch auf das Angebot an. Der Senat möchte gute Angebote machen, Alternativen zur Nutzung des eigenen Autos bieten. Mit dem  ÖPNV-Angebot  ist Hamburg sehr gut aufgestellt, mit den nach und nach entstehenden switchh-Stationen auf einem sehr guten Weg. Doch nicht nur der ÖPNV erfreut sich immer größerer Beliebtheit, auch die Fahrradnutzung nimmt stetig zu. Das ist erfreulich und der Senat unterstützt das mit seiner Radverkehrsstrategie.

Viele Maßnahmen der letzten Monate und Jahre an Hamburger Straßen belegen das: es entstehen immer mehr Radfahrstreifen auf den Fahrbahnen, Kreuzungen sind im Interesse des Radverkehrs umgebaut worden, die Velorouten werden ausgebaut.

Rund um die Außenalster ist Hamburg heute schon Fahrradstadt. Mehr Räder als Autos bestimmen an einigen Abschnitten das Bild. Die Bürgerbeteiligung hat ergeben, dass sich die Bürgerinnen und Bürger hier eine Verbesserung für Radfahrer und Fußgänger wünschen. Darum hat sich der Senat entschieden den Straßenraum an dieser Stelle neu zu ordnen. In nur 33 Arbeitstagen wurden am Harvestehuder Weg auf einer Länge von 1250 m 7.700 m2 Fahrbahn erneuert und 1.400 m Bordkanten neu gesetzt. Die neue Fahrradstraße ist Teil der Veloroute 4.

Staatsrat Andreas Rieckhof sagte bei der heutigen Eröffnung der 1,25 km langen Fahrradstraße am Harvestehuder Weg: „Wo der Druck am größten ist, müssen wir durch wirkungsvolle  Schritte Verbesserungen umsetzen, wenn wir die Chance nutzen wollen, die ein „Mehr“ an Radverkehr bietet. Entlastung der Straßen nämlich mit allen positiven Begleit-erscheinungen: weniger Stau, Lärm, Abgase. Mit der Einrichtung von Fahrradachsen, zu denen auch diese Fahrradstraße gehört, wollen wir den Verkehrsraum rund um die Alster neu aufteilen. So aufteilen, dass Fußgänger und Radfahrer ausreichend Platz haben und gleichzeitig  der notwendige Autoverkehr möglich bleibt.“

Allgemeine Informationen zu Fahrradstraßen:

Die Regelungen für Fahrradstraßen sind noch wenig bekannt. Wesentlich ist, dass die gesamte Fahrbahn wie ein "Radweg" ausgewiesen ist, so dass Radfahrer auch nebeneinander fahren dürfen. Autofahrer können als "Gäste" zugelassen werden, zum Beispiel, wenn sie Anlieger sind oder nur in einer Fahrtrichtung. Dies ist dann der Beschilderung zu entnehmen, die an Anfang und Ende der Fahrradstraße steht.

Besonders Autofahrer müssen also jeweils auch die Einbahnstraßen- oder Einfahrt-verboten-Zeichen beachten. Soweit nichts anderes beschildert ist, gilt in einer Fahrradstraße die Höchstgeschwindigkeit von 30 km/h. In einer Fahrradstraße gelten die "normalen" Vorfahrtregeln. Wenn nicht anders beschildert, gilt somit auch in einer Fahrradstraße Rechts-vor-Links an Kreuzungen oder Einmündungen, natürlich auch für Radfahrer. Ansonsten gelten die jeweiligen Beschilderungen.

Ein Faltblatt zum Thema finden sie unter der folgenden Adresse zum Download: http://www.hamburg.de/contentblob/3901488/data/fahrradstrassen-faltblatt.pdf

Kontakt

Susanne Meinecke

Pressesprecherin

Pressestelle der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
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