Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Einbürgerungsinitiative 20.500 "bewusste Entscheidungen für die deutsche Staatsangehörigkeit"

Leichte Sprache
Gebärden­sprache
Ich wünsche eine Übersetzung in:

Zwischenbilanz der Hamburger Einbürgerungsinitiative – Scholz: "Zahlen der Einbürgerungen sind die beste Bestätigung"

Im Rahmen der Hamburger Einbürgerungsinitiative haben rund 20.500 Hamburgerinnen und Hamburger mit ausländischen Wurzeln die deutsche Staatsangehörigkeit angenommen. „Die Zahlen der jährlichen Einbürgerungen sind die beste Bestätigung für unsere Initiative. Viele, die hier leben, entscheiden sich bewusst für die deutsche Staatsbürgerschaft und für Hamburg als neue Heimat“, sagte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz am Mittwoch.

25. Einbürgerungsfeier im Rathaus Bürgermeister Olaf Scholz (rechts) überreicht Neubürgerinnen und Neubürgern im Rathaus ihre Einbürgerungsurkunden.

20.500 "bewusste Entscheidungen für die deutsche Staatsangehörigkeit"

Seit Beginn der Einbürgerungsinitiative im Dezember 2011 haben sich jüngsten Zahlen nach rund 20.500 Hamburgerinnen und Hamburger für die Annahme der deutschen Staatsangehörigkeit entschieden. Die meisten kommen aus der Türkei (3640, Summe der Eingebürgerten der Jahre 2012 - 2014), Afghanistan (3190), aus dem Iran (1247) sowie aus Polen (1159). Die Zahl der jährlichen Einbürgerungsanträge stieg von rund 5.200 im Jahr 2011 auf rund 7000 in jedem der drei Folgejahre. Das ist ein Anstieg um knapp 35 Prozent.

Scholz betonte, der Hamburger Senat betreibe „eine moderne und zukunftsweisende Einwanderungs- und Integrationspolitik. Wir haben uns beispielsweise für den Wegfall der Optionspflicht für junge Erwachsene mit doppelter Staatsbürgerschaft stark gemacht. Das hatte Erfolg: Seit Dezember 2014 müssen sich Kinder mit deutscher Staatsangehörigkeit und ausländischen Eltern nicht mehr für eine von zwei Staatsangehörigkeiten entscheiden. Des Weiteren sollen Jugendliche, die kein Asyl erhalten haben, aber vorläufig geduldet sind, in Zukunft eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, wenn sie einen Schulabschluss machen. Wir setzen uns außerdem dafür ein, dass ausländische Bildungsabschlüsse anerkannt werden.“

Rund 150.000 Hamburgerinnen und Hamburger, bei denen die Voraussetzungen zur Einbürgerung vorliegen, hatten einen Brief des Ersten Bürgermeisters erhalten. In ihm ermunterte Scholz sie, die deutsche Staatsangehörigkeit zu beantragen. Das Bekenntnis zu Deutschland würde den Bürgerinnen und Bürgern im Alltag vieles leichter machen, schrieb Scholz. Sie müssten sich künftig nicht mehr um aufenthaltsrechtliche Angelegenheiten kümmern und könnten problemlos in viele Länder reisen. Sie hätten dann volle Rechte bei Wahlen und könnten so den Kurs der Stadt und des Landes mitbestimmen.

Als „bewegend und anrührend“ bezeichnete Scholz die Einbürgerungsfeiern im Großen Festsaal des Hamburger Rathauses. Allein im vergangenen Jahr haben an den fünf Feiern insgesamt rund 4.000 Gäste teilgenommen.

Themenübersicht auf hamburg.de

Presseservice

Anzeige
Branchenbuch