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Antrittsbesuch in Paris Scholz wirbt in Paris für deutsches Modell der dualen Berufsausbildung

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Paris: Antrittsbesuch von Hamburgs Erstem Bürgermeister als Bevollmächtigter für deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit. 

Scholz wirbt in Paris für deutsches Modell der dualen Berufsausbildung

In seiner Funktion als Bevollmächtigter für die deutsch-französische kulturelle Zusammenarbeit hat Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz am Abend in Paris für das deutsche Modell der dualen Ausbildung geworben. Berufliche Bildung müsse „der Erfolg versprechende und möglich machende Abschluss der gesamten Bildungskarriere junger Leute sein, die in den Kitas beginnt und über die Schulen, die alle das Abitur ermöglichen, bis zur Hochschulkarriere und darüber hinaus geht. Oder eben bis zur Berufsausbildung, die allen jungen Leuten nicht nur theoretisch offenstehen darf. Sie muss alle einbeziehen, denen keine privilegierte intellektuelle oder künstlerische Karriere offensteht“, sagte Scholz bei seinem Antrittsbesuch in Paris. Mit Blick auf die „bedrückend hohe Jugendarbeitslosigkeit“ in vielen Ländern der Europäischen Union und angesichts des enormen Fachkräftemangels biete die duale Ausbildung, wie Deutschland sie kennt, gute Lösungsansätze. Scholz würdigte zugleich das gute Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich und verwies dabei auf die jüngste Initiative der beiden Regierungen, die Krise im Osten der Ukraine zu lösen. „Die Freundschaft zwischen unseren Ländern bewiese auch hier ihre Qualität“, sagte Scholz.

In der französischen Hauptstadt plädierte Scholz für eine einheitlichere Regelung des Urheberrechts auf europäischer Ebene. „Ein einheitliches europäisches Urheberrecht ist mehr wert als 28 Einzelregelungen. Es ist eine Voraussetzung dafür, dass wir einen europäischen Kulturraum schaffen können“, sagte Scholz. Hamburg habe ein Interesse daran, das Urheberrecht auf nationaler und europäischer Ebene so auszugestalten, dass klassische, an Inhalten ausgerichtete Geschäftsmodelle auch künftig aussichtsreich bleiben – und dass neue digitale Vertriebsformen erprobt werden können.

Scholz begrüßte in diesem Zusammenhang die Absicht von EU-Kommissar Günther Oettinger, auch das Urheberrecht zum Gegenstand seiner Initiativen zu machen. Oettinger habe zurecht darauf hingewiesen, dass „ein solches Projekt nur erfolgreich sein wird, wenn die beiden Kulturnationen Frankreich und Deutschland hier gestaltend tätig werden“.

Besonderes Gewicht legte Scholz in seiner Antrittsrede als deutsch-französischer Kulturbeauftragter auf das Thema berufliche Bildung. Deutschland habe mit der dualen Ausbildung seit langer Zeit gute Erfahrungen gemacht. Junge Erwachsene seien in der Ausbildung über zwei bis dreieinhalb Jahre in demselben Unternehmen in Betriebsprozesse aktiv und kontinuierlich eingebunden. Damit stünden sie nach Abschluss der Ausbildung bereits qualifiziert dem Arbeitsmarkt zur Verfügung.

Ein weiterer Vorteil der deutschen dualen Ausbildung bestehe in einer starken finanziellen und inhaltlichen Einbindung der Unternehmen. Auch das trage dazu bei, dass nach der regulären Ausbildungszeit „qualifizierte und sofort einsetzbare Arbeitnehmer in den Startlöchern, und oft schon aus ihnen heraus sind“. Vor dem Hintergrund der hohen Jugendarbeitslosigkeit in etlichen Ländern der Europäischen Union und dem enormen Fachkräftemangel biete die duale Ausbildung, wie Deutschland sie kennt, gute Lösungsansätze. Voraussetzung sei allerdings, dass es gelingt, „die beteiligten Interessengruppen dafür zu gewinnen und davon zu überzeugen, dass die Investition in eine qualifizierte Berufsausbildung eine Investition in die Zukunft bedeutet“. Vom Potenzial an hoch qualifizierten Fachkräften „hängen Innovation, Wettbewerbsfähigkeit, Wachstum, kurz: der Wohlstand eines Landes ab. Und Europas, denn das sind wir alle“, sagte Scholz.

Scholz würdigte die zurückliegenden Bemühungen um eine enge kulturpolitische Beziehung zwischen Deutschland und Frankreich und hob seine Vorgängerin, die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, besonders hervor. Neben dem Deutsch-Französischen Kulturrat arbeiteten zahlreiche andere Personen und Institutionen über Staatsgrenzen hinweg. „Alle gemeinsam kümmern sich um den Zusammenhalt unserer beiden Länder im Herzen Europas. Sei es durch das Vermitteln des kulturellen Erbes zur Stärkung einer regionalen Identität, die - so heißt es - Voraussetzung einer europäischen Identität sei. Sei es durch das Zusammenbringen junger Leute, das so wichtig ist, um einander zu verstehen. Scholz schloss mit den Worten: „Ich wünsche Frankreich und Deutschland eine gute gemeinsame Zukunft. Und ich freue mich, in meiner neuen Funktion daran mitwirken zu können.“

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