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Obdachlosigkeit Winternotprogramm endet am 31. März

Zwischennutzung für Wohnungslose und Geflüchtete

Am 31. März 2016 endet das Winternotprogramm, das seit 1992 als niedrigschwelliger Erfrierungsschutz angeboten wird. Bis Ende September werden die beiden staatlichen Standorte in der Münzstraße und im Schaarsteinweg zur Unterbringung von Wohnungslosen und Geflüchteten genutzt. Anschließend nutzt die Stadt beide Standorte erneut für das Winternotprogramm.

Schlafsäcke und Liegen in einem Klassenraum Gemeinschaftsunterkunft im Rahmen des Winternotprogramms für Obdachlose am Schaarsteinweg.

Winternotprogramm endet am 31. März

Das Winternotprogramm ist ein freiwilliges Angebot der Stadt, das anonym und kostenlos von obdachlosen Menschen genutzt werden konnte – es diente dem Erfrierungsschutz. Im Gegensatz zu anderen Städten verzichtete Hamburg auf eine Beschränkung des Angebots hinsichtlich der Nachttemperaturen. Es wurde den ganzen Winter über kontinuierlich aufrechterhalten und war täglich 16 Stunden geöffnet, deutlich länger als in anderen Metropolen.

Die Kapazität des Hamburger Winternotprogramms betrug zum 1. November 2015 rund 880 Plätze. Sie erhöhte sich ab dem 15. Januar 2016 auf 1.040 Plätze. Die Auslastung war wie in den vergangenen Wintern hoch:

Nov‘15

Dez‘15

Jan‘16

Feb‘16

Mrz‘16*

76%

90%

92%

93%

90%

*vorläufiger Wert bis 29.03.2016

Senatorin Melanie Leonhard: „Das Hamburger Winternotprogramm ist deutschlandweit in dieser Form und Größe einmalig. Während andere Städte ihren Erfrierungsschutz erst öffnen, wenn Frost droht, hat unser Winternotprogramm unabhängig vom Wetter durchgehend von November bis März geöffnet, 16 Stunden täglich. Es kann anonym in Anspruch genommen werden – niemand fragt danach, ob die Nutzerinnen und Nutzer eigene Mittel für eine Übernachtung haben. Ich danke allen ehren- und hauptamtlich Engagierten, die dazu beigetragen haben, das Winternotprogramm durchführen zu können.“

Am 11. April 2016 findet der Senatsempfang zur Würdigung des Engagements im Winternotprogramm statt. Hierzu werden Medien gesondert eingeladen. Wie auch in vergangenen Jahren war der Erfrierungsschutz mit sozialen Beratungsangeboten verknüpft, die der Klärung individueller Lebensperspektiven dienten. Eine Auswertung erfolgt zeitnah.

Zwischennutzung

Die beiden staatlichen Standorte Münzstraße und Schaarsteinweg werden zur Unterbringung von Wohnungslosen und Geflüchteten genutzt. Die Zwischennutzung endet am 30. September 2016, damit das Winternotprogramm 2016/2017 an diesen Standorten vorbereitet und genutzt werden kann. Der Betreiber fördern & wohnen (f & w) richtet beide Standorte umgehend im notwendigen und erforderlichen Maße für diese Zwischennutzung her. Die Herrichtung soll spätestens Ende April 2016 abgeschlossen sein. Eine Informationsveranstaltung des Bezirksamtes Hamburg-Mitte findet am 31. März 2016 statt.

Der Standort Münzstraße wird als eine Zentrale Erstaufnahme mit 200 Plätzen zwischengenutzt. Er wird von fördern & wohnen AöR betrieben. Der Standort ist für alleinstehende Geflüchtete und Asylbegehrende vorgesehen, bei denen eine gute Bleibeberechtigung gegeben ist. Mangels Außenanlagen und Grünflächen bzw. Spielplätzen ist die geplante Einrichtung für die Unterbringung von Familien mit Kindern nicht geeignet.

Der Standort Schaarsteinweg wird ebenfalls als Zentrale Erstaufnahme mit 200 Plätzen zwischengenutzt. Er wird von fördern & wohnen AöR betrieben. Der Standort soll für wohnungslose Familien, die derzeit im Rahmen der öffentlichen Unterbringung in Hotels untergebracht sind, und für Geflüchtete mit Bleibeperspektive genutzt werden.

Rückfragen der Medien

Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration
Marcel Schweitzer | Pressesprecher
Hamburger Straße 47 | 22083 Hamburg
Tel.: +49 40 42863 2889 | M +49 160 88 12 567
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Zentraler Koordinierungsstab Flüchtlinge
Christiane Kuhrt | Leiterin Presse und Öffentlichkeitsarbeit
Steinstraße 7 | 20095 Hamburg
Tel.: +49 40 428 39 3715 | M +49 176 42854758
christiane.kuhrt@zkfi.hamburg.de | www.hamburg.de/fluechtlinge


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