Welthafenkonferenz OECD Studie zur Entwicklung der Schiffsgrößen vorgestellt

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Am ersten Tag der Welthafenkonferenz in Hamburg hat die OECD eine interessante Studie zur Schiffsgrößenentwicklung vorgestellt. Die größten Schiffe können im Moment mehr als 19 000 TEU laden. Es sind aber bereits Schiffe mit mehr als 21 000 TEU Tragfähigkeit bestellt und werden vermutlich bis 2017 auf den Markt kommen. Die OECD stellt in der Studie die Frage, ob dieses Größenwachstum endlich ist.

OECD Studie zur Entwicklung der Schiffsgrößen vorgestellt

Senator Frank Horch ist in seiner Rede zur Eröffnung der Konferenz wie folgt auf das Thema eingegangen: „Alle Häfen weltweit beobachten die rasante Entwicklung der Schiffsgrößen, und das durchaus mit gemischten Gefühlen. Denn mit dieser Entwicklung werden die Häfen vor erhebliche Herausforderungen gestellt, und zwar sowohl was die nautische Erreichbarkeit der Häfen und der Kajen und Terminals angeht als auch die logistische Bewältigung der Umschlagsmengen. Häfen investieren daher weltweit in ihre nautischen Zufahrten und in Drehkreise, was mit erheblichen finanziellen aber auch mit zeitlichen Herausforderungen aufgrund der Genehmigungsverfahren verbunden ist. Ebenso müssen die Umschlagsunternehmen in ihre Suprastruktur investieren. So sind für die gewachsenen Schiffsbreiten und die damit verbundenen Containerreihen auch Containerbrücken mit entsprechender Höhe und Reichweite notwendig.

Auch in logistischer Hinsicht resultieren aus den Mega-Carrier neue Herausforderungen für die Terminals. Diese extreme zeitliche Konzentration von Mengen beansprucht die effizienten Abläufe auf den Terminals ganz besonders, und allein die Bereitstellung der notwendigen Stauflächen dürfte nicht immer ganz einfach sein. Und nicht zuletzt sind für die Weiterverteilung der Container ausreichend Kapazitäten der Hinterlandanbindungen notwendig. Auch hier nimmt die zeitliche Konzentration der Mengen die Verkehrsträger stark in Anspruch. So folgen im Schnitt aus der Abfertigung eines einzigen 18.000-TEU-Schiffes 6 Feeder-Schiffe, 55 Züge und 2600 Trucks. Dies belegt eindrucksvoll, welche Auswirkungen die Ultra Large Container Ships auf die gesamte maritime logistische Kette haben.

Wir hier in Hamburg tun bislang alles, was in unserer Kraft steht, um diesem internationalen Trend gerecht zu werden und auch diese großen Schiffen zuverlässig und mit der gewohnten hohen Qualität abzufertigen. Ob die hier geschilderte Entwicklung der Schiffsgrößen immer so weiter gehen kann, muss offen diskutiert werden, nämlich vor dem Hintergrund der ökonomischen Auswirkungen in einer gesamtwirtschaftlichen Betrachtung. Und ich begrüße es außerordentlich, dass auf dieser Konferenz dieses Thema zwischen Ihnen debattiert wird.“

Die Studie ist hier nachzulesen:

http://www.internationaltransportforum.org/Pub/pdf/15CSPA_Mega-Ships.pdf

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Susanne Meinecke

Pressesprecherin

Pressestelle der Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
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